Autor Thema: Tarifrunde 2019 - Diskussion  (Read 31465 times)

was_guckst_du

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Antw:Tarifrunde 2019
« Antwort #15 am: 13.11.2018 13:25 »
Ich verstehe überhaupt nichts falsch. Ich verstehe die Bereitschaft, notfalls auf eine tarifl. Lohnerhöhung - die ja ausschließlich TB zugute kommt - zu verzichten, wenn dauerhaft eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit für die Beamten - die ja ausschließlich Beamten zugute kommt - vereinbart würde, auf die einzig mögliche Weise, wie diese Aussage verstanden werden kann. Ich mag aber nicht ausschließen, daß der Schreiberling etwas anderes meinte als er geschrieben hat. Möglicherweise ist auch die neuerliche Vorbringung dergestalt, daß „Das verstehen Sie falsch.“ eigentlich „Da habe ich Mist geschrieben.“ heißen soll.

 ;D ;D ;D ;D  welcome back
Gruß aus "Tief im Westen"

tomk

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Antw:Tarifrunde 2019
« Antwort #16 am: 13.11.2018 13:27 »
Ich verstehe überhaupt nichts falsch. Ich verstehe die Bereitschaft, notfalls auf eine tarifl. Lohnerhöhung - die ja ausschließlich TB zugute kommt - zu verzichten, wenn dauerhaft eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit für die Beamten - die ja ausschließlich Beamten zugute kommt - vereinbart würde, auf die einzig mögliche Weise, wie diese Aussage verstanden werden kann. Ich mag aber nicht ausschließen, daß der Schreiberling etwas anderes meinte als er geschrieben hat. Möglicherweise ist auch die neuerliche Vorbringung dergestalt, daß „Das verstehen Sie falsch.“ eigentlich „Da habe ich Mist geschrieben.“ heißen soll.
Ich habe diese Präzision ja ein wenig vermisst.  :)

TobyWonder

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Antw:Tarifrunde 2019
« Antwort #17 am: 13.11.2018 13:54 »
Ich verstehe überhaupt nichts falsch. Ich verstehe die Bereitschaft, notfalls auf eine tarifl. Lohnerhöhung - die ja ausschließlich TB zugute kommt - zu verzichten, wenn dauerhaft eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit für die Beamten - die ja ausschließlich Beamten zugute kommt - vereinbart würde, auf die einzig mögliche Weise, wie diese Aussage verstanden werden kann. Ich mag aber nicht ausschließen, daß der Schreiberling etwas anderes meinte als er geschrieben hat. Möglicherweise ist auch die neuerliche Vorbringung dergestalt, daß „Das verstehen Sie falsch.“ eigentlich „Da habe ich Mist geschrieben.“ heißen soll.

Hallo!

Insofern es lediglich um eine/mehrere ggf. vorhandene Genauigkeit/en in dem Post von Cincinnatus geht, ist eine Aussage in der man "[...]überhaupt nichts[..]" falsch versteht ebenfalls mindestens mutig.  ;)

Und zu der Sachaussage habe ich dem Flyer entnehmen können, dass eine "[...]Übertragung des Tarifergebnisses
zeit- und wirkungsgleich auf die Beamtinnen und Beamten sowie Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger der Länder und Kommunen[...]" angestrebt wird. Somit ist die Einseitenbetrachtung eher hinfällig - auch wenn man in den erstmaligen Ausführungen vom Nutzer Cincinnatus die Gemengelage ein wenig unglücklich gemixt hat. Am Ende ist es so wie ein berühmter deutscher Philosoph mal zu pflegen sagte: "[...](In my homeland Baden-Württemberg) we are all sitting in one boat.[...]" (G. Oettinger, 2010)


Btw.: 35h/Woche plus 6% für alle und schön wieder ein Forum dieser Art zu haben - mit all seinen Facetten :-)

LehrerInNRW

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Antw:Tarifrunde 2019
« Antwort #18 am: 13.11.2018 19:14 »
Wieso kann er als Beamter nicht schreiben, dass er auf die Übertragung verzichtet und stattdessen eine Reduzierung der AZ sein Wunsch ist? Der letzte Tarifabschluss bei der Bahn war doch ähnlich konstruiert: Geld oder Freizeit

In welcher Weise stellt das ein Affront gegen die TB da?


Spid

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Antw:Tarifrunde 2019
« Antwort #19 am: 13.11.2018 19:46 »
Natürlich kann er das schreiben, hat er aber nicht.

Tagelöhner

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Antw:Tarifrunde 2019
« Antwort #20 am: 13.11.2018 20:35 »
Spid is back and it's entertaining as always  ;D....einfach köstlich.

marco.berlin

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Antw:Tarifrunde 2019
« Antwort #21 am: 13.11.2018 21:26 »
Auch ich muss gerade mit den Augen rollen, wenn ich die ersten Beiträge von Spid lese. Aber ich gebe zu, wenn man ungenau formuliert, dann darf man sich nicht wundern... In der Hoffnung, dass wir uns aber dennoch das Menschbleiben hier erhalten und stets fair miteinander umgehen und konstruktiv diskutieren.

Habe das Formu ebenso vermisst.

Zum Thema zurück... Es gibt eine Menge Baustellen, die in den kommenden Tarifverhandlungen angegangen werden müssen. Die Entgeltordnung wäre mit ein Hauptproblem (wird dann aber wihl wieder verschoben). Was ich mir wünschen würde, wäre mal das Überdenken der Erfahrungsstufen. Sicherlich, wer gerade erst neu angefangen hat, muss nicht gleich die Endstufe erreichen, aber muss es 15 Jahre dauern? Verkürzung der Arbeitszeit wäre was, ein deutliches finanzielles anerkennen von Führungsverantwortung im Bereich des vergleichbar ehemals gehobenen Dienstes, Jahressonderzahlung für alle Entgeltgruppen in Höhe von 100 Prozent, Erhöhung der vermögenswirksamen Leistungen...

MrRossi

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Antw:Tarifrunde 2019
« Antwort #22 am: 14.11.2018 08:15 »
Mahlzeit,
ich verstehe die Gewerkschaften nicht, GEW sowie Verdi...was wollen Sie denn noch. Die Bundesfamilienministerin möchte den Stand des Erziehers in Deutschland deutlich anheben, möglich durch eine neue Endgeldtabelle, die berliner Bildungssenatorin Scheres springt auf das gleiche Boot und fordert, dass die Erzieherinnen deutlich ein Lohnplus erhalten sollten, hier sei eine Zulage oder prozentuale Erhöhung nicht ausreichend. Im Gespräch im Intervew waren ca. (400 bis 500@ brutto) was die ungefähre Angleichung an den TVÖD bedeuten würde oder aber sogar, Berlin steigt aus dem TVL aus und geht in den TVÖD.
Jetzt die Hauptfrage....all diese Punkte nehmen die Gwerkschaften nicht auf und fordern erneut ein minimales, nämlich 6%??? Ich denke langsam, dass die Gewerkschaften eher Arbeitgeberverbände geworden sind....ich werde austreten.

Was bitte hindert die AG ihre Forderungen in die Verhandlungen einzubringen?
Warum sollten die Gewerkschaften Forderungen der Arbeitgeber als Ihre Forderungen aufnehmen?

Lars73

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Antw:Tarifrunde 2019
« Antwort #23 am: 14.11.2018 08:43 »
Die Frage der Besserstellung der Erzieher etc. ist Teil der Verhandlungen zur Entgeltordnung und wird deshalb wohl hier nicht erneut erhoben. Ist ja noch von der letzten Tarifrunde auf den Tisch.

deinemHammer

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Antw:Tarifrunde 2019
« Antwort #24 am: 14.11.2018 09:41 »
Die Gewerkschaft hat in den letzten Jahren für meine Gehaltsgruppe (etwas höher, als EG 8...) nichts bahnbrechendes erreicht. Da haben die Arbeitgeber mehr geholfen: z.B. die Stufe 6 bei der letzten Runde!

Warum also sollten ich oder meinesgleichen ernsthaft bei verdi als hauptverhandelnde Gewerkschaft einsteigen?


Das klingt für mich nach der EG 9 klein, diese habe ich auch. Hier sollte man wirklich die Entzerrung voran treiben. Da sich bis dato niemand wirklich für die Grenzentgeltgruppe interessiert. Seitens der Gewerkschaft habe ich zur Lösung dieser Problematik ausschließlich die Antwort bekommen dass es sich hierbei um "Einzelfallentscheidungen" handelt. Ich bin jedoch der Meinung dass dies durch die Gewerkschaften in den Verhandlungen eindeutig abgeschafft gehört! Entweder ich bin eine EG9 wert oder eben nicht und bekomme die EG8! Dadurch dass die Gewerkschaft dies eben nicht so sieht bin ich erfolgreich ausgetreten.

Garfield

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Antw:Tarifrunde 2019
« Antwort #25 am: 14.11.2018 09:50 »
Die vorgeschlagenen Forderungen finde ich ziemlich defensiv.
Die üblichen 6% auf 12 Monate werden ohnehin zu zweimal 2,xx % heruntergerechnet.

Der Rest ist eher Beiwerk. Da fehlt es mir an Mut und Fantasie, was aber zugegebenermaßen bei TV-L Verhandlungen auch eher ungewöhnlich wäre.


 

micha77

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Antw:Tarifrunde 2019
« Antwort #26 am: 14.11.2018 14:14 »
Die vorgeschlagenen Forderungen finde ich ziemlich defensiv.
Die üblichen 6% auf 12 Monate werden ohnehin zu zweimal 2,xx % heruntergerechnet.

Der Rest ist eher Beiwerk. Da fehlt es mir an Mut und Fantasie, was aber zugegebenermaßen bei TV-L Verhandlungen auch eher ungewöhnlich wäre.

Naja, sagen wir mal so die Bundesbeamten bekommen 2.99, 3.09 und glaub 1.06% über die nächsten Jahre. Die Verbraucherpreise turnen jenseits der 2%, eher Richtung 3% herum. Warum sollte man kein vernüftiges Angebot aushandeln können? Relastisch halte ich 2.6%*2 Jahre für machbar. Eigentlich müsste es mehr sein... Was ich eher befürchte ist, dass außer Bayern und Hamburg die anderen Länder wieder daher kommen und sagen, ab Juni/Juli 2019 übernehmen wir das für die Beamten...das wäre schon ein Schlag ins Gesicht.
Zur Erinnerung RP packt auf den Tarifausgang noch 2% obendrauf. Aber ich glaube auch erst ab Sommer 2019.

wap

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Antw:Tarifrunde 2019
« Antwort #27 am: 14.11.2018 18:43 »
Ich finde auch die 6% auf 12 Monate sind wieder viel zu niedrig angesetzt. Da weiß schon jeder was dabei heraus kommt. Rund 24 Monate Laufzeit und 2,xx pro Jahr. Das ist einfach nur Inflationsausgleich und fertig. Dafür braucht man nicht verhandeln und könnte ja gleich die Steigerungen an die jährliche Inflation koppeln. Ein Lohnplus muss schon weit über 3% pro Jahr liegen.

Die Steigerung muss auch endlich mal erheblich höher ausfallen um zumindest auf die Löhne des TVÖD aufzuholen. Oder machen etwa die Beschäftigten von Bund und Komune bessere Arbeit als die Landesbeschäftigten??? In der letzten Tarifrunde wurde immer wieder von "Anschluss halten an die allgemeine Lohnentwicklung" geredet. Der TV-L hängt mittlerweile soweit hinterher dass ja schon zu den anderen Tarifverträgen des ÖD wie z.B. TVÖD ein großer Abstand erkennbar ist. Von der freien Wirtschaft wollen wir erst gar nicht reden.

Eine reduzierung der Arbeitszeit würde ich nur unter der Bedingung unterstützen dass die reduzierte Zeit mit zusätzlichen Stellen ausgeglichen wird. Und das wird glaube ich nicht passieren. Ohne Stellenmehrung wird die Reduzierung ja nur wieder durch eine Arbeitsverdichtung der Beschäftigten aufgefangen und quasi durch uns selbst erwirtschaftet. Und ich denke wir schieben doch fast alle schon genügend Überstundenberge vor uns her um den Laden einigermaßen am Laufen zu halten.

John-Boy

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Antw:Tarifrunde 2019
« Antwort #28 am: 15.11.2018 07:35 »
Mir ist eine Erhöhung der Entgelte relativ egal. Es muss eine deutliche Reduzierung sowie eine weitere Flexibilisierung der Arbeitszeit her. Produktivitätssteigerung durch Digitalisierung ist hier das Zauberwort.
In Deutschland haben in 2013  Wissenschaftler in einem offenen Brief Gewerkschaften, Parteien und soziale
Organisationen aufgefordert, für eine kollektive Arbeitszeitverkürzung und eine 30-Stunden Woche einzutreten, um u.a. Arbeitslosigkeit zu reduzieren und die Lebensqualität zu erhöhen.
Als  Manuela Schwesig noch Familienministerin war machte sie den Vorschlag einer „Familienarbeitszeit“ und damit einer Verkürzung der Arbeitszeit für Eltern. Für  Beschäftigte  mit  Kindern  solle  eine  32-Stunden-Woche als Regelarbeitszeit gelten, Einkommensverluste sollten von staatlicher Seite teilweise kompensiert werden.
Die Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit könnte außerdem dazu beitragen, das Ungleichgewicht zwischen Teilzeit- und Vollzeitbeschäftigten, welches sich insbesondere zwischen den Geschlechtern auftut, zu reduzieren. Weiterhin finde ich, dass durch die Bemühungen, das tatsächliche Pensionsantrittsalter anzuheben, die Frage noch deutlich aktueller geworden ist, wie Arbeitskräfte länger gesund bleiben können.
Das wäre mein Thema für die Verhandlungen, nicht ein paar Prozente mehr oder weniger!
« Last Edit: 15.11.2018 07:37 von John-Boy »
"Sechs Stunden sind genug für die Arbeit; die anderen sagen zum Menschen: lebe!" - Lukian von Samosata, Sentenzen

edv123

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Antw:Tarifrunde 2019
« Antwort #29 am: 15.11.2018 08:47 »
Mir wäre persönlich eine Steigerung in Richtung TVöD ein großes Anliegen. Unter Einbeziehung der (Mehr-)Arbeitszeit, der niedrigeren Sonderzahlung und des Vorsprungs liege ich mindestens 6% hinter meinen Kollegen des TVöD in Bayern.

Evtl. wäre etwas in Richtung Zuschuss zum Jobticket, welches ja ab 2019 ein steuerfreier Zuschuss sein wird, verhandelbar. Hilft aber ehrlicherweise auch nur den Kollegen die den ÖPNV nutzen. Lieber hier 50€ steuer- (und sozialversicherungsfrei?) als 80€ brutto Mehrverdienst.