Autor Thema: Tarifrunde 2019 - Diskussion  (Read 40990 times)

kommunalhesse

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #270 am: 06.12.2018 12:11 »
Das ist absolut korrekt. Daher auch der Ruf der nicht organisierten und nicht vertretenen Kolleginnen und Kollegen nach dem baldigen Ende des Gewerkschaftsmonopols.

Was soll das denn sein ? Gewerkschaftsmonopol ? Niemand hält Sie davon ab, weder rechtlich noch de facto mit ihrem AG in Verhandlungen zu treten, die ihr Einkommen verbessern. Sie werden nur keinen AG finden, der das tut, es sei denn, sie sind der einzige vernünftige Bewerber und externe Vergabe würde 1.000€ am Tag kosten (SAP z.B.)… und mit E11 Stufe 6 oder 12 Stufe 6 sind sie ohne Fachkräftezulagen bei 62-66k p.a.... das ist markgerecht. Wir sind hier steuerfinanzierte Verwaltung und kein Raketen-Startup. Dafür gibt es 40-h-Woche und Zusatzversorgung.

Niemand schreit nach exorbitanten Entlohnungen. Es geht lediglich um die Verteilung der vorhandenen Verhandlungsmasse. Die Arbeitgeber wissen sehr wohl was die Stunde geschlagen hat und würden sicherlich gerne mit dem ein oder anderen Mitarbeiter in persönliche Verhandlungen treten um ihn bspw. vom Abwandern in andere Tarifbereiche des öD oder in eine andere Branche abzuhalten. In einigen Behörden hat es da schon viel böses Blut mit dem Personalrat gegeben, der solche Sonderentlohnungen durch die Bank weg ablehnt, aus Gründen.
Da die Arbeitgeber also gezwungen sind, flächendeckende Verbesserungen für Fach- und Führungskräfte gegen die Forderungen der Gewerkschaft durchzusetzen, kann man von einer Monopolstellung sprechen.
Zu Lasten der betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Bastel

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #271 am: 06.12.2018 12:26 »
Dann handeln AN und AG das Arbeitsverhältnis aus und gut ist's

... und so rein praktisch verhandeln dann Millionen von TBs ihre Arbeistverträge einzeln- oder kann man sich auch in Gruppen zusammenschließen ?

Nein, es wären dann ja keine Tarifbeschäftigten mehr. Im übrigen gibt es Millionen von AN, die genau das tun. Wo ist das Problem?
Das wird mit dem ÖD vermutlich nicht funktionieren.... Thema Vetternwirtschaft.

Also sind die Mitarbeiter im öD korrupter als jene in der Wirtschaft?

Bei der Bezahlung bestimmt ;D ;D ;D

MoinMoin

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #272 am: 06.12.2018 13:24 »
(SAP z.B.)… und mit E11 Stufe 6 oder 12 Stufe 6 sind sie ohne Fachkräftezulagen bei 62-66k p.a.... das ist markgerecht.
Ich habe nicht studierte Freunde, die z.B. im IT Bereich marktgerecht mit 80k nachhause gehen.
Insofern ist es sehr dehnbar, wann einer marktgerecht bezahlt ist.
Davon ab: Welche Fachkräftezulage?

TV-Ler

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #273 am: 06.12.2018 13:30 »
Verdi hat angeblich den Verhandlungsstand zur Entgeltordnung am 3.12.2018 veröffentlicht. Hat jemand Zugriff auf "TS-berichtet" 013/2018 ? Da steht der Stand wohl drin.
Siehe hier: https://forum.oeffentlicher-dienst.info/index.php/topic,110891.0.html

Bastel

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #274 am: 06.12.2018 13:49 »
(SAP z.B.)… und mit E11 Stufe 6 oder 12 Stufe 6 sind sie ohne Fachkräftezulagen bei 62-66k p.a.... das ist markgerecht.
Ich habe nicht studierte Freunde, die z.B. im IT Bereich marktgerecht mit 80k nachhause gehen.
Insofern ist es sehr dehnbar, wann einer marktgerecht bezahlt ist.
Davon ab: Welche Fachkräftezulage?

Darauf geh ich jetzt erstmal einen Kaffee schlürfen...

Technikerzulage in Höhe von 23,01€ vielleicht?  ;D

Keeper83

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #275 am: 06.12.2018 14:32 »
Das ist absolut korrekt. Daher auch der Ruf der nicht organisierten und nicht vertretenen Kolleginnen und Kollegen nach dem baldigen Ende des Gewerkschaftsmonopols.

Was soll das denn sein ? Gewerkschaftsmonopol ? Niemand hält Sie davon ab, weder rechtlich noch de facto mit ihrem AG in Verhandlungen zu treten, die ihr Einkommen verbessern. Sie werden nur keinen AG finden, der das tut, es sei denn, sie sind der einzige vernünftige Bewerber und externe Vergabe würde 1.000€ am Tag kosten (SAP z.B.)… und mit E11 Stufe 6 oder 12 Stufe 6 sind sie ohne Fachkräftezulagen bei 62-66k p.a.... das ist markgerecht. Wir sind hier steuerfinanzierte Verwaltung und kein Raketen-Startup. Dafür gibt es 40-h-Woche und Zusatzversorgung.

Der kleine Unterschied ist nur, dass es sich bei den oben genannten Summen in der Privatwirtschaft mittlerweile um Einstigesgehälter handelt. Das mag einem nicht gefallen, macht aber dem ein oder anderen die Entscheidung zwischen Privatwirtschaft und ÖD zm Start in das Berufsleben recht einfach.

yamato

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #276 am: 06.12.2018 14:56 »
Natürlich hat der öD auch seine Vorteile, wie eben genannte geordnete Arbeitszeiten und relativ sichere Jobperspektive bis zur Rente.
Nur so bekommt der öD eben auch nur die Bewerber die das vorgenannte (neudeutsch work life balance genannt) suchen. Die Kreativen,  Leistungsbereiten und Aufstiegswilligen gegen entweder in die etablierte Industrie (viel Geld) oder zum
Startup (kreative Arbeit).

« Last Edit: 06.12.2018 14:58 von yamato »

JC83

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #277 am: 06.12.2018 15:12 »
Das ist absolut korrekt. Daher auch der Ruf der nicht organisierten und nicht vertretenen Kolleginnen und Kollegen nach dem baldigen Ende des Gewerkschaftsmonopols.

Was soll das denn sein ? Gewerkschaftsmonopol ? Niemand hält Sie davon ab, weder rechtlich noch de facto mit ihrem AG in Verhandlungen zu treten, die ihr Einkommen verbessern. Sie werden nur keinen AG finden, der das tut, es sei denn, sie sind der einzige vernünftige Bewerber und externe Vergabe würde 1.000€ am Tag kosten (SAP z.B.)… und mit E11 Stufe 6 oder 12 Stufe 6 sind sie ohne Fachkräftezulagen bei 62-66k p.a.... das ist markgerecht. Wir sind hier steuerfinanzierte Verwaltung und kein Raketen-Startup. Dafür gibt es 40-h-Woche und Zusatzversorgung.

Der kleine Unterschied ist nur, dass es sich bei den oben genannten Summen in der Privatwirtschaft mittlerweile um Einstigesgehälter handelt. Das mag einem nicht gefallen, macht aber dem ein oder anderen die Entscheidung zwischen Privatwirtschaft und ÖD zm Start in das Berufsleben recht einfach.

Ja, aber außerhalb von ITlern und Bauingenieuren (dem Bauboom geschuldet) dürfte das wohl nicht zutreffend sein.
Zumal ja viele im öD tatsächlich auch ein/e Verwaltungsausbildung/-Studium haben; für die bezahlt in der pW mit Sicherheit keiner 60 k zum Einstieg. Ich bezweifele, dass derzeit eine riesen Abwanderungswelle der "normalen" Verwaltungsfritzen aus dem öD in die pW stattfindet.

Und außerhalb von IGM-Betrieben winken für sämtliche Studiengänge deutlich weniger.
« Last Edit: 06.12.2018 15:15 von JC83 »

MoinMoin

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« Antwort #278 am: 06.12.2018 15:50 »
Ja, aber außerhalb von ITlern und Bauingenieuren (dem Bauboom geschuldet) dürfte das wohl nicht zutreffend sein.
Darum ist eine pauschale EG Erhöhung für alle auch nicht zielführend.

Keeper83

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« Antwort #279 am: 06.12.2018 15:59 »
Das ist absolut korrekt. Daher auch der Ruf der nicht organisierten und nicht vertretenen Kolleginnen und Kollegen nach dem baldigen Ende des Gewerkschaftsmonopols.

Was soll das denn sein ? Gewerkschaftsmonopol ? Niemand hält Sie davon ab, weder rechtlich noch de facto mit ihrem AG in Verhandlungen zu treten, die ihr Einkommen verbessern. Sie werden nur keinen AG finden, der das tut, es sei denn, sie sind der einzige vernünftige Bewerber und externe Vergabe würde 1.000€ am Tag kosten (SAP z.B.)… und mit E11 Stufe 6 oder 12 Stufe 6 sind sie ohne Fachkräftezulagen bei 62-66k p.a.... das ist markgerecht. Wir sind hier steuerfinanzierte Verwaltung und kein Raketen-Startup. Dafür gibt es 40-h-Woche und Zusatzversorgung.

Der kleine Unterschied ist nur, dass es sich bei den oben genannten Summen in der Privatwirtschaft mittlerweile um Einstigesgehälter handelt. Das mag einem nicht gefallen, macht aber dem ein oder anderen die Entscheidung zwischen Privatwirtschaft und ÖD zm Start in das Berufsleben recht einfach.

Ja, aber außerhalb von ITlern und Bauingenieuren (dem Bauboom geschuldet) dürfte das wohl nicht zutreffend sein.
Zumal ja viele im öD tatsächlich auch ein/e Verwaltungsausbildung/-Studium haben; für die bezahlt in der pW mit Sicherheit keiner 60 k zum Einstieg. Ich bezweifele, dass derzeit eine riesen Abwanderungswelle der "normalen" Verwaltungsfritzen aus dem öD in die pW stattfindet.

Und außerhalb von IGM-Betrieben winken für sämtliche Studiengänge deutlich weniger.

Ich habe nirgendwo geschrieben bzw. gelesen, dass es einen Mangel an "normalen Verwaltungsfritzen" gibt, was auch immer das sein soll. Es geht vielmehr um genau die Berufe, die sie in ihrem ersten Satz direkt mal ausgeschlossen haben. 

JC83

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« Antwort #280 am: 06.12.2018 16:03 »
Es ging um die Behauptung, 60 k als  Einstiegsgehalt. Da nicht geschrieben wurde für wen, habe ich das eben hervorgehoben.

JC83

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #281 am: 06.12.2018 16:07 »
Ja, aber außerhalb von ITlern und Bauingenieuren (dem Bauboom geschuldet) dürfte das wohl nicht zutreffend sein.
Darum ist eine pauschale EG Erhöhung für alle auch nicht zielführend.
Eben.

MoinMoin

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« Antwort #282 am: 06.12.2018 16:14 »
Natürlich hat der öD auch seine Vorteile, wie eben genannte geordnete Arbeitszeiten und relativ sichere Jobperspektive bis zur Rente.
Nur so bekommt der öD eben auch nur die Bewerber die das vorgenannte (neudeutsch work life balance genannt) suchen. Die Kreativen,  Leistungsbereiten und Aufstiegswilligen gegen entweder in die etablierte Industrie (viel Geld) oder zum
Startup (kreative Arbeit).
Oder in der zweiten Hälfte des Arbeitslebens in den öD  :P

Kraeuterwiese

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #283 am: 06.12.2018 16:35 »
Verdi hat angeblich den Verhandlungsstand zur Entgeltordnung am 3.12.2018 veröffentlicht. Hat jemand Zugriff auf "TS-berichtet" 013/2018 ? Da steht der Stand wohl drin.

für Mitglieder...
wohl nicht viel Neues/Konkretes ... wohl im Pflegebereich Veränderungen und bei den jahrzehntelang vergessenen Bibliothekaren, Archivaren und Museumsmitarbeitern im Wissenschaftsbereich??, im Forst und der Justiz... vieles ist wohl noch ungewiss und hängt wie immer, von der Gegenfinanzierung ab. Tja, Mitarbeiter im Landesdienst... Schauen wir mal was bei rumkommt.

Faunus

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« Antwort #284 am: 06.12.2018 21:57 »
Es ging um die Behauptung, 60 k als  Einstiegsgehalt. Da nicht geschrieben wurde für wen, habe ich das eben hervorgehoben.

Du meinst wohl eher den Einstiegsgehalt von 60 k nach einem erfolgreich absolvierten 2-jährigen Trainee (im Anschluss eines erfolgreich absolvierten Studiums) und diesen dotierten Job erhält dann einer von 5 Anwerbern. Die restlichen 4 dürfen sich dann über den 1/2 Jahresgehalt "freuen" oder gleich gehen.

Lasst mal die Kirche im Dorf. Trotz "Fachkräftemangel" selektiert die Industrie/Wirtschaft sehr wohl und die hier genannten Gehälter gehören zum oberen Bereich. Der Durchschnitt sieht anders aus.


« Last Edit: 06.12.2018 22:24 von Faunus »