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Tarifverhandlungen am 24.04.2017 Zusatzversorgung

über den Öffentlichen Dienst im Allgemeinen

Tarifverhandlungen am 24.04.2017 Zusatzversorgung

Beitragvon vblopfer am 25.04.2017, 19:08

Am Montag den 24.04.2017 wurde ja mal wieder über die "ungültigen" Startgutschriften verhandelt. Hat hier einer schon Informationen?

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Re: Tarifverhandlungen am 24.04.2017 Zusatzversorgung

Beitragvon Momo07 am 27.04.2017, 13:45

Man wird wohl bis zum Sommer warten müssen, bis es überhaupt was an
Ergebnissen zu berichten gibt, so eine ganz aktuelle mündliche "Buschtrommel" (vom 27.04.17) aus dem Funktionärslager der Gewerkschaften.

Man habe vereinbart, dass es zum jetzigen Zeitpunkt (Tarifgespräch vom
24.04.17) noch nichts zu berichten gebe.
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Re: Tarifverhandlungen am 24.04.2017 Zusatzversorgung

Beitragvon vblopfer am 28.04.2017, 08:23

Danke, Momo07!

Was die da wohl wieder "ausklabüstern"..............................
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Re: Tarifverhandlungen am 24.04.2017 Zusatzversorgung

Beitragvon Momo07 am 19.05.2017, 07:27

Aus gut informierter Quelle ist mir ein Zeitschriften - Beitrag der dbb-tarifunion Mitglieder Zeitschrift "tacheles" vom Mai 2017 "zugeflogen".

Dieser Artikel beschreibt übersichtlich den Verhandlungsstand. Von Interesse sind insbesondere die beiden allerletzten Absätze des "tacheles Artikels":

"Im Alternativmodell 1 zu § 2 BetrAVG sollte dabei unterstellt werden, dass der Kürzungsfaktor in den Varianten 5 sowie 2,5 und 0 angewandt wird.

Im Alternativmodell 2 zu § 18 Abs. 2 BetrAVG wurden die Varianten 2,5 Prozentpunkte beziehungsweise ein je nach Eintrittsalter in den öffentlichen Dienst ansteigender Anteilssatz von 2,25 bis 2,5 Prozentpunkten pro Pflichtversicherungsjahr unterstellt. Um zugleich die Kostenfragen der Alternativmodelle abschätzen zu können, sind die verantwortlichen Aktuare beauftragt worden, mögliche Auswirkungen auf die Finanzierung bei den Zusatzversorgungseinrichtungen versicherungsmathematisch zu simulieren.

Nach weiterer Prüfung haben sich die Tarifvertragsparteien nunmehr aus Gründen der Rechtssicherheit darauf verständigt, die weiteren Gespräche ausschließlich auf der Basis der Variation des Anteilssatzes nach dem Modell des § 18 Abs. 2 BetrAVG zu führen.

Nach den Vorgaben der Rechtsprechung des BGH schien das Modell des variierten Unverfallbarkeitsfaktors im Ergebnis aus systematischer Sicht als zu unsicher. Bei den Gesprächen wurden darüber hinaus auch noch einmal die Kostenfolgen
für die Zusatzversorgungseinrichtungen betrachtet. Die Tarifvertragsparteien gehen davon aus, bis zur nächsten Verhandlungsrunde, die für Anfang Juni 2017 vorgesehen ist, alle restlichen Punkte soweit geklärt zu haben, um dann zu einer Einigung kommen zu können."


D.h. meines Erachtens:

Man verabschiedet sich also von der unseligen Verquickung von § 2 BetrAVG (mit dem willkürlichen Anzug von 7,5 Prozentpunkten) und § 18 BetrAVG (BetrAVG=Betriebsrentengesetz) und konzentriert die Überlegungen nun auf Variationen des jährlichen Anteilssatzes von 2,25 Prozentpunkten auf bis zu höchstens 2,5 Prozentpunkten pro Pflichtversicherungsjahr in der Zusatzversorgungskasse.

Vergleicht man die Überlegungen zum Alternativmodell 2 der Tarifparteien mit den Überlegungen aus einem aktuellen kritischen "Standpunkt" (Januar 2017)

http://www.startgutschriften-arge.de/3/ ... z_2016.pdf

bzw. dem NZS Artikel 17/2015, 641-650

http://www.startgutschriften-arge.de/11 ... 15_641.pdf

so fallen schon Ähnlichkeiten zu Überlegungen gewisser kritischer Begleiter der Zusatzversorgung auf.
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Re: Tarifverhandlungen am 24.04.2017 Zusatzversorgung

Beitragvon Momo07 am 20.05.2017, 05:15

aus dem Kreis der Tarifparteien verlautet:

Das nächste Tarifgespräch "Zusatzversorgung" findet statt am Do 08. Juni 2017 in Frankfurt/M.
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Re: Tarifverhandlungen am 24.04.2017 Zusatzversorgung

Beitragvon vblopfer am 21.05.2017, 16:30

Hallo Momo07,

zuerst einmal vielen Dank für die Infos.

Wenn das nur über die 2,25 bis 2,5 % zu einer Lösung kommt habe ich da natürlich nichts davon. Mit den Unverfallbarkeitsfaktor inkl. minus 7,5 %-Punkte (§ 2...) komme ich auf 60,36 %, vorher war es mit § 18.... 53,44 %. Die 2,5 % (Eintrittsalter 30 Jahre, 1948 vom "Band gelaufen") ergeben bei mir etwa 59,XX %. Dafür bekommen ja Andere jetzt evtl. einen Zuschlag die bei § 2.... damals nichts bekommen haben. Die Kröte bei mir ist einfach die Näherungsrente. Ich hatte mir damals im Vorfeld der neuen VBL-Regelung von der BfA/DR noch mit viel Papierseiten den Rentenanspruch zum VBL-Stichtag "schwarz auf weiss" geben lassen. Zwischen beiden Zahlen "liegen Welten". RA Mathies hat da ja am 19.05.2017 in Hamburg ja noch eine gewisse Hoffnung aufkommen lassen. Das galt auch für die nur per anno 1%ige Anpassung der VBL-Renten und auch die Nichtanpassung der Startgutschriften bis zum Rentenbeginn. Viele werden es dann nicht mehr erleben können.............. Das ist evtl. der heimliche Wunsch der Zusatzversorgunskassen.......

PS: Ich bin ein Handwerksmeister, hatte auch 35 Jahre eine Meisterstelle im ö.D.
1.) 3,5 Jahre Lehre
2.) 1,5 Jahre Grundwehrdienst (gggrrrr)
3.) 5,0 Jahre vorgeschriebene Gesellenzeit
4.) 2 Jahre Techniker/Meisterschule mit Prüfung zum Meister und Techniker
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Re: Tarifverhandlungen am 24.04.2017 Zusatzversorgung

Beitragvon Momo07 am 22.05.2017, 06:39

<vblopfer> schreibt in seinem aktuellen Beitrag:
Die Kröte bei mir ist einfach die Näherungsrente. Ich hatte mir damals im Vorfeld der neuen VBL-Regelung von der BfA/DR noch mit viel Papierseiten den Rentenanspruch zum VBL-Stichtag "schwarz auf weiss" geben lassen. Zwischen beiden Zahlen "liegen Welten".

Es ist zwar richtig, dass zwischen der bis zum 31.12.2001 bereits erdienten DRV - Rente und der zum 65. LJ hochgerechneten gesetzlichen Rente "Welten liegen können.

Mir erscheint aber, dass <vblopfer> erneut den gleichen Gedankenfehler wie in seinem früheren Beitrag macht

(siehe viewtopic.php?f=10&t=12044&start=10#p80253)

<vblopfer> schrieb damals:
"Die tatsächliche Rente 2001 würden meine VBL-Rente kräftig erhöhen".

<vblopfer> hat den Begriff der Näherungsrente missverstanden.

Die Näherungsrente ist eine pauschale Größe, die die echte gesetzliche Rente zum regulären Renteneintritt mit 65 LJ + 0 Monate annähert. Die damalige Rentenauskunft der DRV zum 31.12.2001 gibt nur den niedrigeren bereits erdienten Rentenstand der DRV - Rente zu jenem Zeitpunkt an. Zieht man in der Startgutschriftberechnung von der persönlichen Nettogesamtversorgung irregulärerweise nicht die fiktive gesetzliche (Näherungs-)Rente zum regulären Renteneintritt ab, sondern lediglich die reale bereits erdiente DRV - Rente zum 31.12.2001, erhält man selbstverständlich eine "höhere" Voll-Leistung. Das wäre aber ein unzulässiger Apfel-mit-Birnen-Vergleich, denn die Bezugszeitpunkte wären unterschiedlich, nämlich einmal der 31.12.2001, das andere Mal der korrekte Bezugszeitpunkt:Renteneintritt mit 65. LJ.
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