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Verletzung des Briefgeheimnisses?

über den Öffentlichen Dienst im Allgemeinen

Re: Verletzung des Briefgeheimnisses?

Beitragvon atatat am 07.06.2017, 17:17

Phlegmatiker hat geschrieben:Ein Admin/Domänenadmin interessiert sich für deine Sicherheitsvorkehrungen einen *****.
Richtig, sofern NTFS als Dateisystem angelegt ist und nicht Win2000 genutzt wird und nicht EFS vom Admin abgeschaltet wurde, ich nicht mein Password an die Tastatur geklebt habe, ...., wird er sich nicht für die Sicherheitsvorkehrungen interessieren, weil er ja nicht mehr an die Dateiinhalte rankommt.
Eine noch sicherer Alternative sind natürlich andere Verschlüsselungstools, um sie für die Mobbingdateien zu nutzen.
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Re: Verletzung des Briefgeheimnisses?

Beitragvon Phlegmatiker am 07.06.2017, 17:34

*Seufz*

Ich setze voraus, dass ein verkommener Administrator an solchen Taten beteiligt wäre und nicht nur die/der Vorgesetze ohne IT-Kenntnisse.

Ein Admin kann einen Keylogger auf dein System pushen (über C$ und dann RPC), er kann den Virenscanner lahmlegen, er kann die Netzwerkverbindung zu Servern unterbrechen und deine nicht gesicherte Arbeit ins Nirvana verschwinden lassen, er kann einen USB-Keylogger zwischen Tastatur und USB-Rechneranschluss stecken, er kann den DC dazu bringen seine Passwort-Hashes hervorzuwürgen (Passwörter sind "Werder2017", "Liebling1984" und für die verkannten genialen Computergenies "Qwertz123456" oder er kann Pass-the-Hash-Attacken fahren.

Er kann Logfiles und deren Timestamps (sofern nicht Dilettant oder kryptografisch gesichert) manipulieren. Mein Squid-Log sagt z.B., dass User "atatat" um 18:18 eine pornografische Seite (Heiße Omas über 80) aufgerufen hat, etc etc pp.

Ich weiß, dass du alles weißt und deshalb bringen alle deine "Sicherheitsvorkehrungen": nix

Beste Lösung fürs Mobbingtagebuch: das eigene Tagebuch.
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Re: Verletzung des Briefgeheimnisses?

Beitragvon atatat am 07.06.2017, 19:03

Da hast du natürlich recht, gegen hoch-kriminelles Verhalten vom aktiv beteiligten Sysadmin ist man natürlich nicht gefeit.
Aber ich bin von dem Schutz eines "normal" Users mit Bordmitteln vor den neugierigen Blicken einer Sekretärin ausgegangen, die dem ahnungslosen Admin betört und einflötet, dass das sie mal kurz auf wichtige Dokumente des Users X zugreifen muss, da der Oberboss es benötigt.
Und das Tagebuch musste natürlich zu hause im Safe einschließen, da dort die Sekretärin ja auch Zugriff hat :)
Den Haustürschlüssel hat sie ja schon längst nachmachen lassen. :(
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Re: Verletzung des Briefgeheimnisses?

Beitragvon Phlegmatiker am 07.06.2017, 19:17

So gesehen: Ja, hast Recht.

Und ich hatte die Chefin vor Augen, die sagt: "Ich kann jederzeit unerkannt und heimlich auf ihre Daten zugreifen".

So über das Netzwerk auf die c$-Freigabe geht ohne administrative Rechte nicht und ich sehe die Chefin auch nicht vor meinem inneren Auge, wie sie vor Dienstbeginn oder nach Dienstzeitende vor dem Rechner kniet mit einem Laptop und einem USB-SATA-Adapter und sich die Daten so kopiert.

Denn würde sie sich an dem Rechner anmelden, dann würde ja ihrer Anwendername im Login-Fenster stehen und hätte sich damit schon kompromittiert.
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Re: Verletzung des Briefgeheimnisses?

Beitragvon krokosnuz am 08.06.2017, 09:55

Ich würde sie einfach sachlich, aber bestimmt darauf hinweisen. Gleich mit Paragrafen zu drohen, bringt doch keinem was und vergiftet nur die Arbeitsatmosphäre.
Das könnte bei der weiteren Zusammenarbeit ziemlich unangenehm werden.
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Re: Verletzung des Briefgeheimnisses?

Beitragvon 1910Vanadis am 09.06.2017, 10:31

Ich meine bei uns gibt es eine DV, dass selbst so gekennzeichnete Post in der Poststelle zu öffnen ist! Da ich aber vermeide, im Büro persönliche Sachen zu bekommen, bin ich mir nicht zu 100% sicher. Müsste mal nachschauen.

Ich erinnere mich aber, dass es mal eine Riesendiskussion zum Thema gab. Ich finde es unmöglich.
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Re: Verletzung des Briefgeheimnisses?

Beitragvon Phlegmatiker am 09.06.2017, 10:53

Wird der Absender auch darüber informiert, dass als "vertraulich" gekennzeichnete Post auch von anderen Leuten geöffnet wird als dem beabsichtigten Empfänger - oder wird er im Glauben gelassen, dass "vertrauliche/persönliche" Post auch wirklich nur ihn erreicht?
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