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Verletzung des Briefgeheimnisses?

über den Öffentlichen Dienst im Allgemeinen

Re: Verletzung des Briefgeheimnisses?

Beitragvon mathiasla am 01.06.2017, 06:57

Wie immer im Verwaltungshandeln, wer schreibt der bleibt.

Vorgang aktenkundig machen und dem Leiter der entsprechenden Abteilung melden, ggf. noch deinem Abteilungsleiter.

3 Ecken - 1 Elfer oder auch 3 aktenkundige Vorgänge mit Belehrung - 1 Abmahnung.

Bei unwiederbringlichem Vertrauensverlust wäre auch eine fristlose Kündigung denkbar.
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Re: Verletzung des Briefgeheimnisses?

Beitragvon paßkale am 02.06.2017, 07:27

Bei uns wird Post häufig mit dem Hinweis "persönlich/vertraulich" sogar intern im Briefumschlag verschickt. Blöd nur, dass im Adressfeld dann steht: "auf dem Dienstweg".
Dann traut sich immer kein Vorgesetzter die Post zu öffnen
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Re: Verletzung des Briefgeheimnisses?

Beitragvon Brit2 am 02.06.2017, 11:29

Manchmal wird Post auch aus Versehen und nicht wegen Neugierde oder vorsätzlichem Verletzten von Briefgeheimnis geöffnet. In Ordnung ist es zwar nicht, dennoch Welten entfernt von böser Absicht.
Das ganze Thema Datenschutz ist eh weitgehend doppelzüngig. Wo kein Kläger, da kein Richter. Ggf gar Weisung von ganz oben. Bei uns auch nicht anders.
Unvergessen für mich die rotzfreche Antwort Verwaltungsleitung face-to-face vor einer Weile. Noch krasser die Antwort, als ich meinte, notfalls den Gesamtbetriebsrat einzuschalten.
Wie meinte die Dame, als ich im Personalgespräch auf mein Mobbingtagebuch gespeichert im persönlichen HD lokal auf PC hinwies und dass ich Wert darauf lege, dass ausser mir keiner Zugriff und Schreibrechte hat? "Och wissen Sie, wenn ich Zugriff haben will, kriege ich alles und Sie erfahren es nichtmal"
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Re: Verletzung des Briefgeheimnisses?

Beitragvon Phlegmatiker am 02.06.2017, 11:38

Brit2 hat geschrieben:Manchmal wird Post auch aus Versehen und nicht wegen Neugierde oder vorsätzlichem Verletzten von Briefgeheimnis geöffnet. In Ordnung ist es zwar nicht, dennoch Welten entfernt von böser Absicht.

Das ist für eine rechtliche Bewertung nicht von Belang. Dummheit schützt vor Strafe nicht.

Brit2 hat geschrieben:Das ganze Thema Datenschutz ist eh weitgehend doppelzüngig. Wo kein Kläger, da kein Richter. Ggf gar Weisung von ganz oben. Bei uns auch nicht anders.

Genau das meinte ich weiter oben. Es kann solche "Weisungen von oben" nicht geben. Sie sind illegal. Was der Chef wissen muss, das soll er über die regulären Kanäle in Erfahrung bringen.

Brit2 hat geschrieben:Unvergessen für mich die rotzfreche Antwort Verwaltungsleitung face-to-face vor einer Weile. Noch krasser die Antwort, als ich meinte, notfalls den Gesamtbetriebsrat einzuschalten.

Nicht drohen, meinen oder sagen, sondern machen. Klage einreichen. So schnell kann man gar nicht gucken, wie dann zurückgerudert werden wird.

Brit2 hat geschrieben:Wie meinte die Dame, als ich im Personalgespräch auf mein Mobbingtagebuch gespeichert im persönlichen HD lokal auf PC hinwies und dass ich Wert darauf lege, dass ausser mir keiner Zugriff und Schreibrechte hat? "Och wissen Sie, wenn ich Zugriff haben will, kriege ich alles und Sie erfahren es nichtmal"

Nicht auf Platte, sondern z.B. mit LibreOffice Portable auf USB-Stick speichern und nur einstecken, wenn er verwendet wird.
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Re: Verletzung des Briefgeheimnisses?

Beitragvon Juri am 06.06.2017, 08:48

Beitrag von Phlegmatiker am 02.06.2017, 12:38

Brit2 hat geschrieben:
Manchmal wird Post auch aus Versehen und nicht wegen Neugierde oder vorsätzlichem Verletzten von Briefgeheimnis geöffnet. In Ordnung ist es zwar nicht, dennoch Welten entfernt von böser Absicht.


Das ist für eine rechtliche Bewertung nicht von Belang. Dummheit schützt vor Strafe nicht.


Doch, da § 202 StGB ein Vorsatzdelikt ist.
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Re: Verletzung des Briefgeheimnisses?

Beitragvon Phlegmatiker am 06.06.2017, 09:21

Du hast Recht!

Ich habe das zu sehr in Hinsicht auf die unverschämte Sekretärin und andere Vorgesetzte gesehen, wo ich unterstelle, dass es dort kein Versehen oder Unaufmerksamkeit gegeben hat.
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Re: Verletzung des Briefgeheimnisses?

Beitragvon atatat am 07.06.2017, 11:29

Phlegmatiker hat geschrieben:
Brit2 hat geschrieben:Wie meinte die Dame, als ich im Personalgespräch auf mein Mobbingtagebuch gespeichert im persönlichen HD lokal auf PC hinwies und dass ich Wert darauf lege, dass ausser mir keiner Zugriff und Schreibrechte hat? "Och wissen Sie, wenn ich Zugriff haben will, kriege ich alles und Sie erfahren es nichtmal"

Nicht auf Platte, sondern z.B. mit LibreOffice Portable auf USB-Stick speichern und nur einstecken, wenn er verwendet wird.

Nur so am Rande und offtopic:
Natürlich kann man auf der lokalen Platte seine Daten so ablegen, dass auch die Sekräterin und der Administrator diese nicht (unbemerkt) einsehen können.
Ein verschlüsselter USB Stick ist natürlich auch eine Variante.
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Re: Verletzung des Briefgeheimnisses?

Beitragvon Phlegmatiker am 07.06.2017, 15:22

\\rechnername\c$\Users\Username\Documents
\\rechnername\d$\Users\Username\Documents
\\rechnername\e$\Users\Username\Documents
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Re: Verletzung des Briefgeheimnisses?

Beitragvon atatat am 07.06.2017, 16:17

Keine Ahnung was du damit sagen willst, falls das dein Backdoor sein sollte:

Rechte Maustaste - Eigenschafte - Sicherheit ....
ggfl. Vererbung deaktivieren
Sich als alleinigen Besitzer und Berechtigten setzen.
(Offline beim Booten von mit entsprechendem Tool kann da dann der Admin aber noch dran.)
daher on the Top:
Allgemein - Erweitert - Inhalt verschlüssel

.... für Details bitte Tante Google
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Re: Verletzung des Briefgeheimnisses?

Beitragvon Phlegmatiker am 07.06.2017, 16:59

Das gibt (vermutlich) einen Eintrag in das Mobbing-Tagebuch, weil du Dinge voraussetzt, die (vermutlich) nicht Teil der Arbeitsplatzbeschreibung waren.

Ein Admin/Domänenadmin interessiert sich für deine Sicherheitsvorkehrungen einen *****.
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