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Bürgerversicherung

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Re: Bürgerversicherung

Beitragvon was_guckst_du am 26.06.2017, 14:00

...subventionieren und finanzieren sind verschiedene Schuhe...
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Re: Bürgerversicherung

Beitragvon frodobeutlin100 am 26.06.2017, 14:05

was_guckst_du hat geschrieben:...subventionieren und finanzieren sind verschiedene Schuhe...


kommt doch auf das gleiche hinaus .. die PKV kalkuliert anhand der zu versichernden Risiken - ein Subventionierung für die GKV ist nicht Gegenstand der Kalkulation .. weil es nämlich einfach ein Märchen (der PKVen) ist, dass das Gesundheitssystem ohne PKV nicht funktionieren / zusammenbrechen würde ...
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Re: Bürgerversicherung

Beitragvon atatat am 26.06.2017, 14:22

Spid hat geschrieben:Du läßt bei Deiner Betrachtung das Allmendeproblem außer Acht - und das trägt wesentlich zur Kostensteigerung bei der GKV bei.
Ja, und bin mir dessen auch bewußt. Andererseits besteht dieses Problem arztseitig auch bei der PKV.
Und selbstbehalt Tarife im GKV sind ja auch schon die ersten Ansätze hier den Menschen auf Spur zu trimmen. Gepaart mit Arztrechnungen für den GKVler.
Aber das ist halt die Ausgabenseite...
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Re: Bürgerversicherung

Beitragvon was_guckst_du am 26.06.2017, 14:24

frodobeutlin100 hat geschrieben: die PKV kalkuliert anhand der zu versichernden Risiken - ein Subventionierung für die GKV ist nicht Gegenstand der Kalkulation


..das ist richtig!...allerdings beinhaltet die Kalkulation die Versicherung der Risiken zum 2,3 fachen Satz und bei entsprechender Begründung auch darüber hinaus und sie bietet i.d.R. einen erweiterten Lesitungskatalog...der Durchschnittsprivatversicherte wirkt sich daher für das Gesundheitssystem kostenmäßig positiver aus, als der Durchschnitts-GKVler (an dem möglicherweise noch 2-6 beitragsfreie Familienmitglieder hängen). Das ist Subvention durch die "Hintertür"...
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Re: Bürgerversicherung

Beitragvon atatat am 26.06.2017, 14:30

1,8 (GKV) vs. 2,3 (PKV) fachen Satz, so eine Sauerei.
Ich muss dann wohl mal bei meiner PKV anrufen und fragen, warum sie das GKV System subventionieren, dass sollen sie sein lassen und mir eine Beitragsreduktion anbieten.

Die Subvention die wir machen läuft via dem Gesundheitsfond, der durch unserer aller Steuern aufgefüllt und in die GKV reingepumpt wird.
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Re: Bürgerversicherung

Beitragvon was_guckst_du am 26.06.2017, 14:47

atatat hat geschrieben:
Die Subvention die wir machen läuft via dem Gesundheitsfond, der durch unserer aller Steuern aufgefüllt und in die GKV reingepumpt wird.


...und der ohne PKV noch größer wäre :-D
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Re: Bürgerversicherung

Beitragvon Spid am 26.06.2017, 14:54

atatat hat geschrieben:
Spid hat geschrieben:Du läßt bei Deiner Betrachtung das Allmendeproblem außer Acht - und das trägt wesentlich zur Kostensteigerung bei der GKV bei.
Ja, und bin mir dessen auch bewußt. Andererseits besteht dieses Problem arztseitig auch bei der PKV.
Und selbstbehalt Tarife im GKV sind ja auch schon die ersten Ansätze hier den Menschen auf Spur zu trimmen. Gepaart mit Arztrechnungen für den GKVler.
Aber das ist halt die Ausgabenseite...


Die dafür sorgt, daß man weniger oder mehr einnehmen muß, um die Ausgaben zu decken.
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Re: Bürgerversicherung

Beitragvon atatat am 26.06.2017, 15:04

was_guckst_du hat geschrieben:...und der ohne PKV noch größer wäre :-D
Ich behaupte das Gegenteil, ohne die Fluchtmöglichkeit der gutverdienenden Angestellten wäre er wesentlich kleiner :-D
Spid hat geschrieben:Die dafür sorgt, daß man weniger oder mehr einnehmen muß, um die Ausgaben zu decken.
Vollkommen richtig. Ist für mich aber hier ein ganz andere Fragestellung die man getrennt und unabhängig davon diskutieren kann.
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Re: Bürgerversicherung

Beitragvon Spid am 26.06.2017, 15:30

Nein, solange infrage gestellt wird - und das wird es in diesem Thread - wie die PKV trotz günstiger Beiträge noch die GKV quersubventionieren kann, ist die Ausgabenseite untrennbar mit der Thematik verbunden. Zudem stehen sowohl bei PKV als auch bei GKV die Ausgaben in einem direkten Verhältnis zu den Einnahmen.
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Re: Bürgerversicherung

Beitragvon Dienstbeflissen am 26.06.2017, 15:45

Ich würde die Schaffung einer Bürgerversicherung light befürworten, die lediglich eine notwendige, der genaue Umfang ist verhandelbar, Grundversorgung aller gewährleistet. Dies könnte zu wesentlich geringeren Beiträgen als aktuell erfolgen und spricht dem Bürger gleichzeitig mehr Mündigkeit zu, indem es ihm die Freiheit lässt, sich bei Bedarf entsprechend selbstständig privat zu versichern oder aber anderweitig vorzusorgen.

Gleichfalls sollten auch Kapitaleinkünfte, Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung etc., ab einem Freibetrag von monatlich 1500-2000€, in die Berechnung der Beitragshöhe, reduziert um den Anteil für die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, einfließen.
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