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Tarifrunde 2018 VKA und Bund

über den Öffentlichen Dienst im Allgemeinen

Re: Tarifrunde 2018 VKA und Bund

Beitragvon Spid am 10.01.2018, 21:19

Ja, mir fehlen auch die Worte, wenn ein Angelernter und ein Sachgebietsleiter annähernd das gleiche Entgelt erhalten - DDR 2.0, und man weiß ja, wie das ausgegangen ist.
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Re: Tarifrunde 2018 VKA und Bund

Beitragvon Bernd1976 am 10.01.2018, 22:17

Spid hat geschrieben:Ja, mir fehlen auch die Worte, wenn ein Angelernter und ein Sachgebietsleiter annähernd das gleiche Entgelt erhalten - DDR 2.0, und man weiß ja, wie das ausgegangen ist.


Ich glaube das der Vergleich mit der DDR so nicht passt, ich bin da aufgewachsen und ich kann mich erinnern, dass das Einkommen der Menschen nicht nur ausschlaggebend waren...

Warten wir es ab wie sich die Tariflandschaft noch weiterentwickelt aber wir haben alle mal klein angefangen....
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Re: Tarifrunde 2018 VKA und Bund

Beitragvon Motorhead am 11.01.2018, 09:07

Nein, im Ansatz waren einige Argumente sehr kapitalistisch, will sagen egozentrisch. Wer 15 Jahre buckelt hat also was besonderes verdient? Dieses Argument ist für mich weder in einem Tarifvertrag, noch z. B. in der Rentenversicherung angebracht, welche ja gerade wieder für die Gutverdiener Bonbons verteilt hat (abschlagsfreie Rente nach 45 Jahren).

Wir müssen uns einigen, welche Tätigkeiten, wie viel wert sind. Da kann man lange drüber streiten, welche Maßstäbe angesetzte werden. Das aber jemand mit höherer Ausbildung und Verantwortung DURCHWEG mehr verdienen sollte als ein Ungelernte sollte doch Konsens sein.

Aber auch hier ist das Kernproblem wieder mal diese unsägliche Stufengeschichte. Und diese ist wiederum reiner Sozialismus, im Sinne eines 15-Jahre-Planes:-)
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Re: Tarifrunde 2018 VKA und Bund

Beitragvon seeteufel1960 am 11.01.2018, 09:48

Hallo liebe Mitglieder,

ich wäre mal sehr froh wenn die Arbeitszeiten gesenkt würden, plus ein vernünftiges Lohnplus.

Gruß

W.
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Re: Tarifrunde 2018 VKA und Bund

Beitragvon TV-Ler am 11.01.2018, 09:54

Motorhead hat geschrieben:... in der Rentenversicherung angebracht, welche ja gerade wieder für die Gutverdiener Bonbons verteilt hat (abschlagsfreie Rente nach 45 Jahren).

Es ist halt die Frage, ob es sich bei einer abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren um ein Bonbon handelt, oder um eine Selbstverständlichkeit?
Und nur weil jemand auf 45 Jahre kommt (also nur wenige oder keine Ausfallzeiten hat), heißt das ja nicht zwangsläufig das es sich dabei um einen Gutverdiener handelt.
Tipp (Jaaa, ich halte mich auch nicht in allen Fällen daran):
Wollen wir dem TE helfen: Posten
Wollen wir es nicht: Lassen

Übrigens: Es ist bereits alles gesagt, aber es haben noch nicht alle alles gesagt ;-)
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Re: Tarifrunde 2018 VKA und Bund

Beitragvon Motorhead am 11.01.2018, 10:35

Sicherlich sind es nicht immer Gutverdiener (im Sinne von Ausbildung und entsprechende Einkünfte, NICHT Akademiker), aber doch in den allermeisten Fällen.

Maßstab für die Rentenversicherung darf aber doch nicht der Einzelfall sein, sondern die Systemtatik. Für den Neurentner ist es natürlich doof, wenn er bei Antragstellung nicht wirklich was dazu kann, ob 1 Arbeitnehmer oder 10 Arbeitnehmer seine Rente finanzieren müssen.
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Re: Tarifrunde 2018 VKA und Bund

Beitragvon Spid am 11.01.2018, 10:44

Der Kardinalfehler ist doch deutlich nicht die abschlagsfreie Rente nach x Beitragsjahren, sondern die Idee eines fixen Renteneintrittsalters.
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Re: Tarifrunde 2018 VKA und Bund

Beitragvon Motorhead am 11.01.2018, 11:18

Die Schieflagen sind erkennbar. Ich frage mich, ob denn angesichts des Renteneintrittsalters von 67 Jahren für etliche Beschäftigte die derzeitige Praxis der Altersteilzeit noch sachgerecht ist. Vielleicht bedarf es hier auch einer sozialen Komponente:-)

Davon abgesehen, bin ich verwundert, wie viel Kollegen bei der Altersteilzeit die Variante von 100 auf = nehmen und nicht den gleitenden Übergang. Aber das sehe ich in 20 Jahren vielleicht auch anders.
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Re: Tarifrunde 2018 VKA und Bund

Beitragvon Kaiser80 am 11.01.2018, 11:53

Spid hat geschrieben:Der Kardinalfehler ist doch deutlich nicht die abschlagsfreie Rente nach x Beitragsjahren, sondern die Idee eines fixen Renteneintrittsalters.


Ein variables Renteneintrittsalter kann m.E. auch nur bedeuten, dass mit Erreichen einer Altersgrenze (k.A. 58,60,63) ein Rentenbeginn unter Berücksichtigung (versicherungs-)mathematischerAbschläge (oder eben Zuschläge) möglich ist. Da gibt's klügere Köpfe als mich, die dass rechnen können, da es zu viele Faktoren gibt (Grundsicherung, Hinzuverdienstgrenzen, KV/PV Beiträge...)

Ein ähnlicher Vorschlag wurde von der FDP ins Spiel gebracht und fand im gesamten Wahlkampf kaum Erwähnung. Scheint ja kaum einen zu interessieren...oder unser bestehendes System funktioniert.
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Re: Tarifrunde 2018 VKA und Bund

Beitragvon Spid am 11.01.2018, 11:56

Warum sollte Alter überhaupt eine Rolle spielen? Meiner Meinung nach kann es nur um Beitragsjahre gehen.
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