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Berufsrückkehr nach Elternzeit - Besonderheiten im TV-BA?

Tarifvertrag der Bundesagentur für Arbeit

Berufsrückkehr nach Elternzeit - Besonderheiten im TV-BA?

Beitragvon GrünerTee am 16.03.2018, 13:29

Hallo zusammen, ich hätte da eine bescheidene Frage:
Als Angestellter der BA wurde mir eine Personalentwicklung auf eine höherwertige Tätigkeit angeboten. Der Personalberater gab an, dass dies perspektivisch auf Dauer sei, da die Kollegin, welche mich während der PE auch einarbeiten soll ein Kind bekommt und anschließend in Elternzeit geht. Auf die Frage was denn wäre, wenn die Dame aus der Elternzeit zurück komme, wich der PB nur aus und meinte das diese Stelle aufgrund der besonderen Bedeutung für die BA in keinem Fall in Teilzeit ausgeübt werden könne und er davon ausgeht, dass besagte Kollegin wenn überhaupt so schnell, dann nicht in Vollzeit zurück käme.

Bevor ich mich auf diese PE einlasse, hätte ich gerne euren Rat. Gibt es einen Anspruch im Kosmos des TV-BA, der die Berufsrückkehr auf die alte Position ermöglicht oder ist es eher so, wie in der Wirtschaft, dass der AG der Mitarbeiterin eine gleichwertige Tätigkeit anbieten muss?

Hier soll niemand in die Glaskugel schauen und Prophezeiungen anstellen, aber ich würde mir gerne meine "Perspektive" ausrechnen, da mir die Stelle dauerhaft schon zusagen würde...

Danke
GrünerTee
 
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Re: Berufsrückkehr nach Elternzeit - Besonderheiten im TV-BA

Beitragvon Frank1 am 19.03.2018, 08:55

Da niemand was schreibt, schildere ich mal meine Erfahrung. Ob das auch die Rechtslage ist, weiß ich nicht...

Ich habe es erlebt, dass ein bestimmter Dienstposten 1 Jahr für abwesende Kollegen "freigehalten" wird. Nach Möglichkeit wird die Stelle vorübergehend mit PE-Kandidaten oder befristet Beschäftigten besetzt.
Wenn die Abwesenheit länger als 1 Jahr dauert, wird zwar nicht unbedingt die selbe Stelle, aber mindestens eine andere Planstelle für den Rückkehrer freigehalten. Damit meine ich, dass niemand anderes einen festen Ansatz auf so einer Stelle bekommen kann. Irgendwo muss der ja hin... Sofern keine andere freie Planstelle da ist, ist das natürlich die alte Stelle. Das sind die (personal-) haushalterischen Notwendigkeiten, die man aber als normaler Beschäftigter nicht durchschauen kann.

Die Erläuterungen eines Personalberaters sind nicht verbindlich. Vertrauen Sie dem Personalberater? Außerdem gibt es jede Menge Unwägbarkeiten, die eine Neubesetzung der gewünschten Stelle in der Zukunft verhindern können. Das sind z.B. neue kw-Vermerke oder neue geschäftspolitische Schwerpunkte mit Stellenverlagerungen, anderer "Personalversorgungsfall", etc...

Sie sollten sich nur auf das verlassen, was Sie mit der Personalstelle schriftlich vereinbart haben.

Davon unabhängig:
Was hält Sie denn davon ab, die PE zu machen, wenn das Aufgabengebiet interessant ist? Das ist immer ein Vorteil in einem zukünftigen Auswahlverfahren.
Frank1
 
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Re: Berufsrückkehr nach Elternzeit - Besonderheiten im TV-BA

Beitragvon GrünerTee am 31.03.2018, 09:18

Vielen Dank für ihre Antwort!
Eigentlich hält mich nichts von der PE ab, ich nehme quasi mit, was ich kriegen kann. Und an meinem Standort sind Personalentwicklungen inzwischen leider sehr rar geworden (wie wahrscheinlich anderswo auch...).
Ich habe mich jetzt dazu entschieden es zu machen. Nach Rücksprache mit Personalrat und Personalservice soll die Beauftragung unbefristet erfolgen. Könnte darin ein fader Beigeschmack liegen?
Ich meine die Aufgabe ist schon sehr anspruchsvoll und wenn ich sie gut mache, möchte ich natürlich auch irgendwann einen entsprechenden Abschluss meiner PE.
Dauer war im Gespräch mit dem PB auf 6 Monate besprochen, davon war nun nirgends mehr die Rede.
Es mag naiv klingen, aber es wundert mich schon sehr, dass ich über manche Aussagen keine schriftlichen Informationen erhalte...

Aber vielleicht ergeht das anderen ja auch so und das bei mir gesteuerte Prozedere ist gar nicht unüblich und ich mache mir unnötig Sorgen?

Viele Grüße und schöne Ostern!
GrünerTee
 
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Re: Berufsrückkehr nach Elternzeit - Besonderheiten im TV-BA

Beitragvon vbba am 03.04.2018, 06:31

GrünerTee hat geschrieben:Nach Rücksprache mit Personalrat und Personalservice soll die Beauftragung unbefristet erfolgen. Könnte darin ein fader Beigeschmack liegen?


Inwiefern? Unter einer "unbefristete Beauftragung" kann ich mir nichts vorstellen. Ich gehe davon aus, dass die Tätigkeiten auf Dauer übertragen werden sollen. Also alles gut.
vbba
 
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