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Beurteilung von BA-Mitarbeitern

Tarifvertrag der Bundesagentur für Arbeit

Re: Beurteilung von BA-Mitarbeitern

Beitragvon atatat am 01.10.2016, 09:46

pW = privat Wirtschaft
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Re: Beurteilung von BA-Mitarbeitern

Beitragvon HPB am 01.10.2016, 12:24

Danke für die Aufklärung. Aber an einer Anstellung in der pW habe ich derzeit (noch) kein Interessen. Ich behaupte von mir, einigermaßen leistungsfähig und intelligent zu sein. Aber ich bin auch Realist. Daher weiß ich:

Leute wie mich (Master; BWL-Schwerpunkt; Projektmanagement- und Kommunikations-Fortbildungen) gibt es wie "Sand am Meer". Ich mache mir da keine Illusionen ob etwaiger Top-Karriereaussichten, die man angeblich als BWLer so hat (im wiwi-Treff-Forum etwa gibt es immer wieder völlig absurde Stories von angeblichen Einstiegsgehälter von 65.000 € + X; das ist realitätsfern für 99% der Absolventen).

Ich glaube, es mit einem unbefristeten BA-Vertrag (derzeit TE IV + 2 x FS I in Stufe 3) schon ganz gut getroffen zu haben. Das sind knapp 3800 € brutto, was für einen Single voll okay ist. Ich habe ehemalige Kommilitonen, die als Personalreferenten und Controller arbeiten. Die verdienen in KMUs auch nur unwesentlich mehr (oder sogar weniger). Und was die von ihren Arbeitsbedingungen berichten, ist auch nicht immer Sonnenschein.

Wie ich schon schrieb: Es gibt manches, was ich an der der BA kritisiere (Controlling-Übersteuerung, Forced Distribution, Hierarchiefixiert, Untermienierung des Selbst-Denkens auf unteren TEs), aber ich verkenne nicht die Vorteile: Gute Work-Life-Balance, auskömmliches Gehalt, gute Arbeits- und EDV-Infrastruktur und vor allem die Sicherheit des Arbeitsplatzers + die betriebliche Altersversorgung über VBL und Alte Leipziger).

Für 10.000 € mehr im Jahr würde ich derzeit nicht in die Wirtschaft wechseln wollen. Zumindest nicht solange, wie ich mir noch Aufstiegschancen innerhalb der BA verspreche (was ich ja tue).

Sollte ich in 2 Jahren gemerkt haben, dass ich trotz Anstregungen und Fortbildungen in der BA nicht höher gekommen bin, wäre das für mich der Wink mit dem Zaunpfahl, mich auch außerhalb der BA in der pW und z.B. bei Landes- und Bundesbehörden umzuschauen. Noch ist es aber nicht soweit.

Eine Bitte aber hätte ich an die stillen Mitleser: Gibt es hier Leute mit Bewertung B (oder gar A) im LEDi? Wenn ja, welche Erfahrungen bzgl. Aufstiegsoptionen habt ihr gemacht? Hat das die "Karriere" ermöglicht? Wurdet Ihr z.B. von Vorgesetzten auf lukrative Stellen aufmerksam gemacht oder für eine PE vorgeschlagen? Platt gefragt: Öffnet eine gute Beurteilung die Tür?
HPB
 
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Re: Beurteilung von BA-Mitarbeitern

Beitragvon yamato am 04.10.2016, 05:40

Ich habe zwar selbst auch ein B, strebe aber keine Karriere mehr an.
Ich kann daher nur von einem Kollegen berichten.
Dieser ist erst vom FA zum SB aufgestiegen aufgrund guter Beurteilungen und Förderung durch die direkten Vorgesetzten.
Dann hat er allerdings neben der SB Tätigkeit auch noch freiwillig zusätzliche Tätigkeiten übernommen, z.B. als Multiplikator für neue Software.
Nach, ich glaube zwei Jahren als SB wurde er zur PE in die RD geschickt, da es ihm dort aber überhaupt nicht gefiel ist er jetzt wieder da und auf einem SB Posten.
Für die Zukunft sehe ich da durchaus die Chance zum TL und mehr.

Beurteilungen waren immer mindestens B aber es war auch notwendig mehr zu tun als nur die eigenen Tätigkeit nach TUK. Vielleich sollten Sie einfach Ihre Möglichkeiten mal beim nächsten Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten ausloten.
yamato
 
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Re: Beurteilung von BA-Mitarbeitern

Beitragvon HPB am 07.10.2016, 05:01

@yamato: Danke für Ihre Darlegung. Dass ich noch mehr tun muss, um auf eine B-Beurteilung zu kommen, weiß ich. Ich bin auch bereit, deutlich mehr zu leisten. Das Problem ist, dass es - so nehme ich das jedenfalls wahr - schwer ist, sich zu profilieren, wenn keine hochwertigen Zusatzaufgaben frei sind.

Ich habe schon mehrfach bekundet, nicht ausgelastet zu sein und gerne ein paar Extra-Aufgaben übernehmen zu wollen. Ich betreue daher nun 4 Maßnahmen. Aber das ist eben keine hochwertige Tätigkeit, über die man groß Einsatz/Fachwissen zeigen kann. Das ist Routine. Und meine Kollegen sind ja auch nicht faul - alle lukrativen Dinge wie VerBIS-Fachbetreuung, Trainer-Einsätze, Multiplikatoren-Dinge, Stell-TL usw. sind abgedeckt.

Es mangelt mir so gesehen nicht am Wollen, sondern am Dürfen. Ich werde aber in der Tat beim nächsten LEDi-Gespräch mal direkt die Frage stellen, welche Entwicklungsmöglichkeiten denn überhaupt für mich gesehen werden. Wenn da nichts kommt, weiß ich dann ja, dass ich mich anderweitig bewerben sollte, um aufzusteigen.

Weitere Darlegungen dazu, wer welche Benotung hat und was er/sie dafür so tun musste, sind willkommen!
HPB
 
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