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Beurteilung von BA-Mitarbeitern

Tarifvertrag der Bundesagentur für Arbeit

Beurteilung von BA-Mitarbeitern

Beitragvon DreiD am 11.05.2016, 18:29

Hallo,
es stehen ja regelmäßig, ab dieses Jahr wohl jährlich, Mitarbeiter-Beurteilungen an.

Ich wollte mal fragen, ob sich jemand mal kritisch mit dem Bewertungsmodell der BA auseinandergesetzt hat?

Ich bin mit meiner bisher besprochenen Beurteilung nicht einverstanden und überlege dagegen noch energischer vorzugehen.
Davor wollte ich mal gucken, was Andere für Erfahrungen gemacht haben.

Vielen Dank für eure Rückmeldungen
DreiD
 
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Re: Beurteilung von BA-Mitarbeitern

Beitragvon normanno1 am 22.05.2016, 21:49

Hallo,

die BA hat bisher einen 2jährigen Beurteilungsrhytmus. Den halte ich bereits für relativ kurz. Ich habe jedenfalls noch nichts davon gehört.

Wie darf man die Fragestellung "kritisch auseinandergesetzt " verstehen? Warum sollte man sich kritisch damit auseinandersetzen? Entscheidend ist doch, was der Beurteiler daraus macht. Egal welches Beurteilungssystem du anwendest, ist deine Leistung schwach ist es auch die Beurteilung.

Wenn du mit der Beurteilung nicht zufrieden bist, wird es weniger am Beurteilungssytem, als vielmehr am Beurteiler liegen. Gegen eine Beurteilung energisch vorgehen? Dann schreib eine Gegendarstellung. Normalerweise bringt sowas i.d.R. aber meistens
normanno1
 
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Re: Beurteilung von BA-Mitarbeitern

Beitragvon HoMie02 am 23.05.2016, 08:02

Die BA hat den Beurteilungszyklus mit Wirkung 1.1.2016 umgestellt. Es trifft alle Mitarbeiter, Rechtskreis ist egal. Ein jährliches Mitarbeitergespräch gab es immer schon, alle 2 Jahre wurde aber benotet. Jetzt wird dies jedes Jahr gemacht, groß kommuniziert wurde dies allerdings nicht.
Falls man eine Beurteilung nicht ok findet, sollte man Argumente sammeln und mit der Führungskraft in Ruhe sprechen. Falls das nicht hilft dann ist der Gang zum Personalrat sicherlich hilfreich.
HoMie02
 
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Re: Beurteilung von BA-Mitarbeitern

Beitragvon Hase4JC am 04.07.2016, 06:13

Hallo ins Forum,
ich hänge mich mal frech dran.
Wir bekomme alle immer C bis D. War mir bisher egal, jetzt nicht mehr.
Ist einer von euch schonmal dagegen vorgegangen?
Was kann der Personalrat machen (war ich noch nicht, sehr GF-freundlich).
Vll. hatte der TE schon seine Beurteilung ?!
LG euer Hase
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Re: Beurteilung von BA-Mitarbeitern

Beitragvon atatat am 04.07.2016, 09:30

Hase4JC hat geschrieben:Wir bekomme alle immer C bis D. War mir bisher egal, jetzt nicht mehr.
Ist einer von euch schonmal dagegen vorgegangen?

In der REgel wird darauf geachtet, dass die Beurteilung eine gewisse Statische Verteilung erfüllt. Sprich wenn ihr alle CD habt, dann werden andere im Haus AB haben.
Hase4JC hat geschrieben:Was kann der Personalrat machen (war ich noch nicht, sehr GF-freundlich).

Dann wird es Zeit bei der nächsten Wahl jemanden anderes zu wählen oder den Job selber machen.
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Re: Beurteilung von BA-Mitarbeitern

Beitragvon grünspan am 04.07.2016, 19:43

Mein Vorgesetzter hat mir bei den Beurteilungen immer erklärt, dass er die von der BA für die Tätigkeit vorgegebene Standard-Werte ausgewählt hat. Mit dem Ergebnis einer C-Beurteilung. Zum einen mit der Begründung, dass bei Abweichungen nach unten oder oben er dies jeweils begründen müsse. Zum anderen würde man mit einer A- oder B-Beurteilung automatisch in ein Auswahlverfahren rutschen. Da ich keine Veränderung und keinen Stress wollte habe ich da auch immer mitgemacht.

Mich würde aber auch interessieren, welche Folgen die Bewertungen haben können.
Bei uns im Jobcenter sind die meisten wohl der Ansicht, dass es sich nur um ein Stück Papier handelt, dass dann halt zdA in der Personalakte landet ohne große Auswirkungen.

Mittlerweile denke ich etwas anders. Die Beurteilungen können ja ggf. auch ausschlaggebend bei externen oder internen Bewerbungen sein. Außerdem möchte ich, dass eine Beurteilung meine tatsächlichen Leistungen widerspiegelt.

Weiß denn jemand, wie die statistische Verteilung gestaffelt ist bzw. bezieht die sich auf den gesamten Mitarbeiterbestand oder auf die Mitarbeiter jeweils einer Tätigkeitsebene?
grünspan
 
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Re: Beurteilung von BA-Mitarbeitern

Beitragvon JD_MacKaye am 07.07.2016, 12:40

Hallo Grünspan,

ich wurde bei meiner letzten Beurteilung im Leistungsbereich genau so abgespeist wie du:
"Ich kann sie nicht mit B oder sogar A bewerten, da Sie dann gefördert werden müssten und dazu gibt es keinerlei Möglichkeiten, außerdem ist es den Kollegen gegenüber unfair, die sich ja auch bemühen".

Ich hatte zu diesem Zeitpunkt über Monate keinerlei Rückstände und habe meinen Kollegen fleißig geholfen ihre Rückstände abzubauen (Leiste Jobcenter).

Dieses Gespräch war für mich ein Schlag ins Gesicht und ein innerlicher Abschied aus dem Leistungsbereich.
Nur ein paar Monate später wurde eine PE in der AV an einem anderen Standort ausgeschrieben. Ich habe mich beworben und die Stelle bekommen. Da die PE erfolgreich lief bin ich nun schon 1 1/2 Jahre in der AV.
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Re: Beurteilung von BA-Mitarbeitern

Beitragvon Paschulke am 12.07.2016, 17:20

Ich glaube dies liegt auch an der Qualität des jeweiligen Teamleiters...Bei meinem ersten Beurteilungsgespräch teilte mir der damalige TL mit, dass ich sehr gute Arbeit leiste, dies aber in der Beurteilung nicht so widergespiegelt werden darf, da ich dann besser beurteilt wäre als langgediente Kollegen...und dies wäre ja unfair...daher als Einsteiger "D".
Glücklicherweise gabe es irgendwann einen Wechsel des TL. Der neue schätzte meine Arbeit ebenfalls, sodass ich eine "B"-Bewertung habe. Auf der einen Seite finde ich dies auch wertschätzend, auf der anderen Seite, was bringt das ganze Bewertungsgedöns am Ende?

Auch mir wurde gesagt, dass die Beurteilung A eigentlich niemand erhält, falls ja wäre er umgehend für andere Aufgaben vorgesehen...würde mich mal interessieren welche. TL und BL kann es ja nicht sein ;-) Daher verstehe ich diese ganze BA-Unsinnhaftigkeit nicht. Denn wer wechseln möchte oder sich zu höheren Aufgaben berufen fühlt, dann reicht doch ein Arbeitszeugnis durch den AG vollkommen aus. Aber typisch für die Agentur, immer schön sich selbst verwalten...
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Re: Beurteilung von BA-Mitarbeitern

Beitragvon yamato am 13.07.2016, 05:33

Wenn man berücksichtigt was die Bewertungen A - E bedeuten sollen, nämlich:
A = übertrifft erheblich die Anforderungen
B = übertrifft die Anforderungen
C = entspricht den Anforderungen in jeder Hinsicht
D = erfüllt die Anforderungen im Allgemeinen
E = erfüllt die Anforderungen in geringem Maße
Dann wird man ehrlicherweise zugeben müssen, dass die meisten MA tatsächlich unter C fallen. D.h. der MA schafft seine Arbeit in der vorgegebenen Zeit mit geringer Fehlerquote.
B wäre dann schon, der MA übernimmt Extraaufgaben, wie Einarbeitung neuer MA, interne Schulungen oder hilft anderen MA bei deren Arbeit.
A wie B zzgl. bildet sich überdurchschnittlich fort, unterstützt die Vorgesetzten bei organisatorischen Dingen u.ä.
Wieviele MA machen denn mehr als sie müssen ?
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Re: Beurteilung von BA-Mitarbeitern

Beitragvon yamato am 13.07.2016, 05:40

Paschulke hat geschrieben:Glücklicherweise gabe es irgendwann einen Wechsel des TL. Der neue schätzte meine Arbeit ebenfalls, sodass ich eine "B"-Bewertung habe. Auf der einen Seite finde ich dies auch wertschätzend, auf der anderen Seite, was bringt das ganze Bewertungsgedöns am Ende?


Bei einem guten Vorgesetzten kann einem ein A oder B sicherlich die Möglichkeit geben in eine Personalentwicklungsmaßnahme (PE) zu kommen, um z.B. vom FA zum SB oder vom SB zum TL zu werden.
Weiterhin kann einen der Vorgesetzte für eine Verkürzung der Stufenlaufzeit vorschlagen, so dass man früher in die nächste Erfahrungsstufe kommt.
Bei Bewerbungen innerhalb der BA oder auf andere Stellen im öD wird die neue Stelle auch auf die Bewertungen schauen.

Also unterschätzen würde ich das nicht.
PS: Laut der entsprechenden Weisung maximal 5% A und 25 % B innerhalb einer Bezugsgruppe, Abweichung möglich aber zu begründen
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