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Welche Funtionsstufen Sachbearbeiter Leistungsgewährung

Tarifvertrag der Bundesagentur für Arbeit

Re: Welche Funtionsstufen Sachbearbeiter Leistungsgewährung

Beitragvon Slider26 am 05.01.2017, 07:51

Kat hat geschrieben:
acer12 hat geschrieben:
Paschulke hat geschrieben:Alle Sachbearbeiter sowie Fachassistenten die in der Leistungssachbearbeitung eines Jobcenters tätig sind und ferner einen Arbeitsvertrag mit der Agentur geschlossen haben, erhalten zweimal die Funktionsstufe 1.

Bei einem Sachbearbeiter = Tätigkeitsebene IV Stufe ? + 2 x 170,-€
Bei einem Leistungssachbearbeiter = Tätigkeitsebene V Stufe ? + 2 x 60,-€

Inwieweit die kommunalen Träger mitziehen, kann ich nicht sagen. Normal wird bei der Stadt der TVÖD 9 gezahlt für einen Leistungssachbearbeiter. Ob hier auf TVÖD 10 hochgestuft wurde oder monatlich eine Zulage gewährt wird kann ich nicht sagen.


Bei einer Kommune bekommste keine E10 für diese Tätigkeit. Als Bearbeiter E8, als Sachbearbeiter E 9. Auch als Widerspruchssachbearbeiter bekommste nur eine E9. Ich glaube Teamleiter bekommen eine E10.


Stimmt. wobei hier sogar die SBs gerade erst runtergestuft wurden von ursprünglich Vb/IVb BAT auf jetzt glatte Vb BAT, also TVÖD von EG 9b auf EG 9a. Habe ich gerade erst in einer Stellenausschreibung gelesen.



Der reine SB (mit Studium) ist E9b?

Müsste das nicht per se E9c sein?
Slider26
 
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Re: Welche Funtionsstufen Sachbearbeiter Leistungsgewährung

Beitragvon Kat am 05.01.2017, 08:44

Hier nicht. Hier waren das immer Vb/IVb-Stellen. Habe ja selbst auf so einer Stelle jahrelang gesessen.

Habe allerdings auch gedacht, daß die Stellen auf 9c hochkommen mit der neuen EGO. Stattdessen hat man sie runtergestuft. Finde ich unverständlich.
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Re: Welche Funtionsstufen Sachbearbeiter Leistungsgewährung

Beitragvon Fatjoe am 05.01.2017, 11:17

Also in den angrenzenden Städten außerhalb des Kreises (NRW) wo ich beschäftigt bin ist ein SB in der LSB (,,gehobener Dienst'') nach EG9C ausgeschrieben. Unser Kreis hat es damit nicht so eilig und gibt in der Stellenausschreibung weiterhin EG 9 an.
Koordinatoren/Experten werden in den angrenzenden Städten (sofern diese Stellen dort vorhanden sind) mit EG 10 vergütet, TL mit EG 11.

Dann wünsche ich den Städten die das ganze auf 9a runterstufen, viel Erfolg bei der Personalgewinnung. ;-)
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Re: Welche Funtionsstufen Sachbearbeiter Leistungsgewährung

Beitragvon KardinalXYZ am 16.01.2017, 19:04

Wie sieht es denn bei den paps aus? Auch nur 9a?
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Re: Welche Funtionsstufen Sachbearbeiter Leistungsgewährung

Beitragvon vbba am 30.01.2017, 15:39

KardinalXYZ hat geschrieben:Wie sieht es denn bei den paps aus? Auch nur 9a?


E9a ist m.E. sowohl für Integrationsfachkräfte als auch für Sachbearbeiter/innen Humbug, wenn in der gemeinsamen Einrichtung eine Tätigkeit ausgeübt wird, die von der BA als TE IV eingestuft wird. Die entsprechenden Tätigkeits- und Kompetenzprofile der BA schließen eine Bewertung der dazugehörigen Tätigkeit mit E9a aus.

Das mache ich z.B. bei den Sachbearbeiter/-innen an der Formulierung "hoher Schwierigkeitsgrad" fest. Im SGB II erfordert der hohe Schwierigkeitsgrad "umfassende" und nicht nur "vielseitige" Fachkenntnisse. Zur Prüfung vorrangiger Ansprüche sind Kenntnisse in allen weiteren Leistungsgesetzen sowie Unterhaltsrecht, Arbeitsrecht etc. erforderlich. Diese müssen eigenständig als sachverhaltsrelevant erkannt und geprüft werden. Oder nehmen wir mal die Einkommensermittlung bei Selbständigen. Identifizierung, Bezifferung und Geltendmachung von Erstattungsansprüchen wäre auch ein schönes Beispiel.

Bei Integrationsfachkräften ("PaP") komme ich zum selben Ergebnis. Hier spielen vor allem die zahlreichen Integrationsleistungen eine Rolle, deren passgenauer Einsatz ebenfalls umfassende Fachkenntnisse voraussetzt. In hohem Maße sind Ermessensentscheidungen zu treffen, was Wahl der Förderinstrumente, Entscheidung über Höhe und Dauer von Förderungen sowie die sinnvolle Verknüpfung von Eingliederungsleistungen angeht.

Bei der BA wird zwischen "Fundierten Kenntnissen" und "Grundkenntnissen" unterschieden. Auf die Aufgaben bezogen ist das, was die BA mit "fundiert" meint, als Äquivalent zum Begriff "umfassend" aus dem TVöD zu betrachten. In Verbindung mit Rechts- und Verfahrenskenntnissen leite ich daraus ab, dass die Anforderungen an die Tätigkeit mindestens einer E9b entsprechen.

Sind diese Tätigkeiten auch "besonders verantwortungsvoll" und somit der E 9c zuzuordnen?
(Mein Dank gilt den Tarifparteien auch hier für die schwammige Formulierung, der ein paar Beispiele gut getan hätten. Aber Rechtsanwälte und Justiz wollen ja auch beschäftigt werden...)

Nach meiner Einschätzung haben die Entscheidungen der genannten Mitarbeitenden erhebliche und unmittelbare Auswirkungen auf die Existenzsicherung bzw. die berufliche Entwicklung bzw. perspektivisch auf ein hilfeunabhängiges Leben der betroffenen Menschen.

Daneben werden sehr hohe Geldsummen bewegt bzw. bei Fehlern versenkt. Der mir bislang höchste bekannte Unterschlagungsfall in einem Jobcenter belief sich immerhin auf eine halbe Mio. Euro - vermutlich würde ich jedoch die betreffende Mitarbeiterin nicht als "besonders verantwortungsvoll" einstufen. Eine halbe Mio. Euro ist übrigens auch in etwa der durchschnittliche volkswirtschaftliche Effekt, der mit einer dauerhaften bedarfsdeckenden Integration eines ansonsten hilfebedürftigen Menschen einhergeht. So gesehen hat sich eine Integrationsfachkraft schon amortisiert, wenn sie alle 8 Jahre mal einen Hartzer aus dem System in die Arbeitswelt katapultiert und der dann auch dort verbleibt.
Welches hohe Maß an Beratungskompetenz dies erfordert, sollte sich jeder Befürworter einer E9a mal vor Augen führen.

Deshalb sind die Tätigkeiten "besonders verantwortungsvoll" und fallen unter E9c.

Und: Nein, ich arbeite nicht im Jobcenter und habe kein Eigeninteresse an der Bezahlung der dort beschäftigten Menschen. Ich sehe aber deutlich, was dort jeden Tag geleistet wird bzw. was den Bach runtergeht, wenn dort nicht geleistet wird, was geleistet werden müsste.
vbba
 
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