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Unbefristet, aber befristeter Ansatz?

Tarifvertrag der Bundesagentur für Arbeit

Unbefristet, aber befristeter Ansatz?

Beitragvon CNN am 21.03.2017, 07:22

Hallo,

ich bin unbefristet bei der BA. Ich habe heute Morgen im internen Stellenanzeiger eine Stelle gesehen, die mich interessiert und die für mich passender ist (weil ich Vorerfahrungen in dem Bereich habe). Diese Stelle ist aber befristet bis 31.12.2017.

Falls ich die Stelle bekomme, stellt sich mir folgende Frage: Ich habe einen unbefristeten BA-Vertrag. Was passiert zum 01.01.2018? Meine jetzige Stelle wäre dann ja längst neu besetzt.

Würde mir dann die BA irgendeine andere Stelle im Bereich der zuständigen RD zuweisen?

Danke für Aufklärung.
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Re: Unbefristet, aber befristeter Ansatz?

Beitragvon frodobeutlin100 am 21.03.2017, 07:48

es ist möglich befristet eine andere bzw. höherwertige Tätigkeit zu übertragen ... wird bei der BA gerne gemacht .. die dann frei Stelle kann für eine befristete Einstellung einer Aushilfskraft genutzt werden ... das heißt Du könntest nach Ablauf der befristeten Tätigkeit an den alten Arbeitsplatz zurück kehren ...
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Re: Unbefristet, aber befristeter Ansatz?

Beitragvon vbba am 21.03.2017, 07:49

Konkret kann das nur deine Dienststelle beantworten.

Es gibt die Möglichkeit der befristeten Umsetzung (falls gleiche Dienststelle) oder Abordnung (falls andere Dienststelle). Voraussetzung dafür wäre, dass bis Dezember 2017 jemand anderes befristet deine bisherigen Aufgaben übernimmt.
Über die konkrete Verwendung ab 2018 wird dir (nach meiner Einschätzung und Erfahrung) vor Herbst niemand verbindlich etwas sagen, du hättest aber die Rückkehroption auf deine alte Stelle.

Ob so ein Modell in Frage kommt, hängt vor allem von den Aufgaben ab. In einem Bereich mit hoher Fluktuation (je nach RD z.B. TE IV im Jobcenter oder TE V im OS) ist das sicher einfacher darstellbar, als auf anderen Ebenen.

Der Befristungsgrund wäre auch interessant.
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Re: Unbefristet, aber befristeter Ansatz?

Beitragvon CNN am 22.03.2017, 17:02

Danke euch beiden für die Infos.

Ich bin als Arbeitsvermittlerin (TE IV) in einem JC in NRW tätig. Ich möchte mit meinem Freund zusammenziehen, der in einer andere Stadt (ebenfalls in NRW, aber 100 km entfernt) arbeitet.

Die dortige AA (gleiche RD, andere Dienststelle) sucht eine Integrationsberaterin als Elternzeitvertretung bis 31.12.17. Darauf will ich mich nun bewerben. Ich spekuliere natürlich, dass sich langfristig in der neuen AA bzw. im dortigen JC was für mich ergibt.

Ich hätte wenig Lust, Anfang 2018 dann auf meinen alten Posten zurückzuwechseln (was ich notgedrungen aber täte und dann pendeln würde, bis ich was anderes hätte).
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Re: Unbefristet, aber befristeter Ansatz?

Beitragvon vbba am 24.03.2017, 07:27

Der sichere und saubere Weg wäre dann, sich auf eine unbefristete Stelle im Jobcenter deiner Wahl zu bewerben.

Die Fluktuation im Bereich der AV in den NRW-Jobcentern ist so hoch, dass es (mindestens durchschnittliche Eignung vorausgesetzt) kein Problem sein sollte, hier innerhalb weniger Monate zum Zuge zu kommen.

Meinst du mit Integrationsberaterin eine Stelle im Inga-Team der Agentur? Da ist es natürlich nicht so einfach, einen Fuß in die Türe zu bekommen. Traumhafte Betreuungsrelationen, zusätzliche Funktionsstufe, gute Entwicklungsmöglichkeiten. Kann ich verstehen, dass du bereit bist, dafür ein gewisses Risiko einzugehen...

Aber wie bereits geschrieben- eine verbindliche Zusage für die Zeit ab 2018 wird dir hier im Vorfeld niemand geben.
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Re: Unbefristet, aber befristeter Ansatz?

Beitragvon CNN am 24.03.2017, 12:40

Ja, ich meine die Stelle als Inga-Beraterin. Ich denke, dass das attraktiver ist als mein jetziger Job im JC, zumal ich mir in der AA eher Aufstiegsschancen ausrechnen als im JC, was irgendwie immer so ein "Anhängsel" ist (hinsichtlich Personalentwicklung etc.).

Das ist jedenfalls mein Eindruck nach 5 Jahren im Job.

Ich bin übrigens ausgebildete Fallmanagerin (DGCC-zertifiziert) und Lernbegleiterin. Von daher rechne ich mir da durchaus Chancen aus. :-)
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Re: Unbefristet, aber befristeter Ansatz?

Beitragvon vbba am 27.03.2017, 06:35

Deine persönliche Qualifikation habe ich nicht in Frage gestellt. Es ist wegen der Attraktivität der Stellen nur bei weitem nicht so viel Fluktuation im Inga-SGB III wie im Integrationsbereich SGB II.

Wäre ja quasi der Umzug vom Plattenbau in einen schicken Bungalow. :-)
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Re: Unbefristet, aber befristeter Ansatz?

Beitragvon CNN am 27.03.2017, 10:50

vbba hat geschrieben:Wäre ja quasi der Umzug vom Plattenbau in einen schicken Bungalow. :-)

Perspektivisch sollte es schon das Schloss sein, aber für die Zwischenzeit täte ein Bungalow schon ganz gut nach 5 Jahren Ghetto...
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Re: Unbefristet, aber befristeter Ansatz?

Beitragvon vbba am 27.03.2017, 12:08

Das Schloss ist aber auch mehr als 100 km entfernt, wobei Nürnberg recht schön ist.

Gibt immer wieder interessante Projektstellen dort, also warum nicht...
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Re: Unbefristet, aber befristeter Ansatz?

Beitragvon Paschulke am 29.03.2017, 22:10

Wow..."ausgebildete Fallmanagerin (DGCC-zertifiziert) und Lernbegleiterin und 5 Jahre im "Ghetto"...dann wird es natürlich höchste Zeit diesem Moloch an renitenten sowie arbeitsunwilligen Sozialschmarotzern aus Mordor den Rücken zu kehren. Denn schließlich warten im Königsreich Inga die Reichen und Schönen unter den Vermittlungsbedürftigen.

Ich weiß manchmal nicht was und wen die BA da in den eigenen Reihen ausbildet. Gut ist dat nich....Ehrlich.
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