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Wechsel von Kommune zum Bund

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Wechsel von Kommune zum Bund

Beitragvon ViktoriaR am 27.04.2017, 09:27

Hallo!
Ich hätte da eine Frage, eventuell kann sie jemand von euch beantworten. ;)

Derzeit arbeite ich in einer Kommune (Verwaltungsfachwirtin, Entgeltgruppe 9c Stufe 4).
Ich habe eine unbefristeten Vertrag und 16 Jahre Berufserfahrung.

Nun werden hier in der Nähe beim Bund öfters Stellen ausgeschrieben, welche schon interessant sind und ich habe nun informationshalber dort angefragt, in welche Stufe ich eingestuft würde, wenn ich tatsächlich eine Zusage zu einer angebotenen E11 Stelle bekommen würde.

Man teilte mir nun mit, dass ich lediglich in Stufe 1 eingestellt werden würde.
Gibt es tatsächlich keine Möglichkeit in einer höhere Stufe zu kommen ua wegen der Berufserfahrung und bereits durchlaufenen Stufen?

Leider wäre nämlich der Wechsel auf E11 Stufe 1 erst in 6 Jahren meine derzeitige Vergütung erreicht und erst in 10 Jahren tatsächlich eine höhere Vergütung.

Lieben Gruß
ViktoriaR
 
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Re: Wechsel von Kommune zum Bund

Beitragvon Pädi07 am 27.04.2017, 10:15

Es kommt darauf an, wie alt du jetzt bist, aber in der jeweiligen Endstufe ist die Differenz 54000 in 9c zu 63000 in der 11. Und schon in der Stufe 5 hast du mit 60000 zu 54000 ein deutliches Plus. Je nachdem, wie viele Jahre du alterstechnisch also in den Stufen 5 und 6 in E11 verbringst, sehe ich einen klaren Vorteil im Wechsel! Nicht zu vernachlässigen sind damit zusammenhängende Vorteile bei späterer Rente und Betriebsrente!
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Re: Wechsel von Kommune zum Bund

Beitragvon Fireball84 am 27.04.2017, 11:07

Einfach versuchen eine befristete Zulage auszuhandeln, welche die vorübergehenden Einbußen ausgleicht und sich aufgrund der Stufenerhöhung nach und nach reduziert. Wenn der AG dich will, nimmt er auch so etwas in Kauf. ;-)
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Re: Wechsel von Kommune zum Bund

Beitragvon Pädi07 am 27.04.2017, 13:47

Wenn der AG wirklich will, könnte er auch Stufen vorweggewähren... aber da ist fireballs Idee wohl die wahrscheinlichere
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Re: Wechsel von Kommune zum Bund

Beitragvon IT-Nic am 28.04.2017, 06:20

Hallo Viktoria

ViktoriaR hat geschrieben:Leider wäre nämlich der Wechsel auf E11 Stufe 1 erst in 6 Jahren meine derzeitige Vergütung erreicht und erst in 10 Jahren tatsächlich eine höhere Vergütung.


Es ist leider noch schlimmer. Ich habe das für meine (ähnliche) Situation einmal genauer durchgerechnet. Und zwar habe ich nicht nur geschaut, ab wann man eine höhere Vergütung bekommt, sondern ab wann man insgesamt auf ein Plus kommt. Man muss nämlich berücksichtigen, dass man in den 10 Jahren ja auch eine ganze Zeit weniger Vergütung erhält, die man dann nach 10 Jahren erst einmal wieder aufholen muss.

Das Ergebnis war, dass es insgesamt 20 Jahre dauert, bis man insgesamt mehr davon hat.
(Kann bei Dir auch nach 17 Jahren schon soweit sein).
Viele Grüße,
IT-Nic
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Re: Wechsel von Kommune zum Bund

Beitragvon Nisaaru am 28.04.2017, 07:54

Da haben die Behörden des Bundes Ermessen. Es gibt eine Erlass des BMI der erlaubt, zunächst "virtuell" und Beibehaltung der erreichten Stufe in der bisherigen Entgeltgruppe einzustellen und dann 1 Sekunde später höherzugruppieren. Geht aber nur im direkten Wechsel von einem anderen öffentlichen Arbeitgeber, was hier aber vorliegt. Warum die Dienststelle das nicht macht, müsste erfragt werden.
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Re: Wechsel von Kommune zum Bund

Beitragvon Patrick1981 am 28.04.2017, 10:51

Hallo, habe auch von der Kommune zum Bund gewechselt, vorher 9b Stufe 4, jetzt 11 Stufe 4. Eine Anerkennung der bisher zurückgelegten Zeiten ist möglich, liegt aber im Ermessen des Arbeitgebers.
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Re: Wechsel von Kommune zum Bund

Beitragvon Engineer am 28.04.2017, 11:24

Ich stimme Patrick1981 zu. Da du den AG wechselst, liegt es im Ermessen deines neuen AG. Wobei bei 16 Jahren Berufserfahrung, wenigstens die Stufe 2 möglich sein sollte. Ich kenne es aus dem eigenen Haus, dass hier neue Kräfte (egal wie viel Berufserfahrung) grundsätzlich in Stufe 1 eingestuft werden, weil die sich hier im Hause tot sparen wollen und müssen. Darunter leidet die Qualität (viele Kräfte nur Berufsanfänger, weil "ältere" nicht weniger verdienen möchten) und Arbeitsstimmung (wenn "ältere" den Job wechseln und dann weniger verdienen müssen) extrem.
Mein Tipp: Versuche noch einmal wegen der Stufe 2 nachzufragen/verhandeln.

Grüße Engineer
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Re: Wechsel von Kommune zum Bund

Beitragvon atatat am 30.04.2017, 07:41

Wie ja die Mitschreiber schon erwähnten hast du im Kern keinen Anspruch auf eine höhere Stufe als die Stufe 1.
Da deine Berufserfahrung keine einschlägige Berufserfahrung sein kann.
Der AG könnte aber nach §16 Abs. 2 Satz 3 jeden Einzustellenden in eine Stufe zu stecken, die der Berufserfahrung (ohne einschlägig zu sein) entspricht. Muss allerdings hierfür ein Problem bei der Deckung des Personalbedarfes haben (Wo kein Kläger, da kein Gericht, wenn da der Rechnungshof o.ä. nicht genau hinschaut...)
Alternativ kann §16 Abs 3 angewendet werden. Und genau dass sollte man bei einem Vorstellungsgespräch/ vor dem Wechsel konkret fragen:
"Wenn sie mich wollen, dann gehe ich davon aus, dass sie §16 Abs 3 anwenden und mich in Stufe x einstellen."
Wobei hier das X entweder der aktuellen Stufe der niedrigeren EG entspricht (was ja ein ordentlicher Sprung ist) oder aber der Stufe entspricht, die man monetär derzeit hat. (was ja nicht so vermessen klingt und eher akzeptiert werden kann.)
Sprich bei dir E11S3.

Also einfach bewerben und wenn die dann im Vorstellungsgespräch diese Randbedingung klären.

Wenn die Verwaltung nicht darauf eingeht, dann ist es ihnen halt nicht wichtig genug dich zu bekommen. Denn tarifrechtlich könnten sie, behaupten allerdings oftmals, es ginge nicht. Und da sollen die dir dann mal den §16.3 erklären.
atatat
 
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Re: Wechsel von Kommune zum Bund

Beitragvon ViktoriaR am 05.05.2017, 08:15

Vielen lieben Dank für eure Antworten.

Ich hatte dort bei der Dame die mir geantwortet hat auch nochmal nachgefragt. Aber sie sagt ganz klar, dass es bei Stufe 1 bleiben würde. Schade.

Natürlich wenn man auf die Endstufen schaut hätte ich dort mehr. Allerdings würde ich Stufe 5 (bei der ich dann tatsächlich etwas mehr raushätte als jetzt) erst in 10 Jahren erreichen. Das ist natürlich eine Hausnummer. Wer weiß was in den 10 Jahren ist.

Ist natürlich jammern auf hohem Niveau. :) Trotzdem schade. Wäre mal eine Option gewesen eine andere Behörde kennenzulernen ohne einen weiteren Arbeitsweg zu haben und zusätzlich die Möglichkeit auf eine E11 Stelle die leider in meiner Kommune so gut wie nie ausgeschrieben wird.
ViktoriaR
 
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