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Maximal Stufe 2 als Doktorand in Forschungseinrichtung?

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Re: Maximal Stufe 2 als Doktorand in Forschungseinrichtung?

Beitragvon Spid am 19.12.2017, 08:31

20 Tage sind jedenfalls richtig, da AG und AN sie arbeitsvertraglich vereinbart haben und der gesetzliche Mindesturlaub nicht unterschritten wird. Sollte der Einwurf jedoch darauf zielen, daß sich die 20 Tage aus dem Beschäftigungsumfang von 65% der Arbeitszeit vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer ergeben, Solist eine solche Annahme grundfalsch, da es beim Urlaubsanspruch auf die Arbeitstage pro Woche ankommt und nicht auf den Umfang der Arbeitszeit.
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Re: Maximal Stufe 2 als Doktorand in Forschungseinrichtung?

Beitragvon rlx am 19.12.2017, 08:43

Vielen Dank für die Aufklärung Spid :-)
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Re: Maximal Stufe 2 als Doktorand in Forschungseinrichtung?

Beitragvon merrychristmas123 am 20.12.2017, 12:36

Ja, genau so wurde argumentiert. Und es offenbar auch wasserdicht.

Außerdem wurde bei der Diskussion auch angedeutet, dass Doktoranden ja ohnehin nicht die Zeit hätten 20 Tage frei zu nehmen.:-D

Meinen Kollegen mit Uni-Vertrag wurden aber eben immer 30 Tage zugestanden, die wohlbemerkt auch keine Vollzeitverträge haben (sowie allen anderen Doktoranden, die an der Uni arbeiten, die ich kenne). Insofern ist es wohl eine Ausnahme: Man hat einen 50 % oder 65 % Vertrag, man verpflichtet sich natürlich Vollzeit zu arbeiten, aber die Uni macht einem sozusagen ein Zugeständnis, indem sie einem "wenigstens" die vollen Urlaubstage gibt.

Trotzdem ist halt Bitter, aber man lernt fürs leben.


Ja, du hast recht. Falls ich jemals wieder im öffentlichen Dienst arbeiten sollte (oder sich mein Vertrag an einem solchen Tarifvertrag orientieren sollte), bin ich jetzt jedenfalls ausreichend sensibilisiert :-).
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Re: Maximal Stufe 2 als Doktorand in Forschungseinrichtung?

Beitragvon timiditas am 20.12.2017, 15:37

merrychristmas123 hat geschrieben:...man verpflichtet sich natürlich Vollzeit zu arbeiten...


Ganz so ist es nicht. Den Vertrag über 50 % / 65 % hat man i. d. R. für Aufgaben in Forschung, Lehre und Selbstverwaltung der Hochschule. Die Uni stellt dem Doktoranden den Arbeitsplatz, Infrastruktur usw. zur Verfügung und er kann in seiner "Freizeit" an seiner Qualifikation arbeiten - für die Doktorarbeit wird der aus Haushaltsmitteln bezahlte Doktorand nicht bezahlt. Man muss dann halt zusehen, dass man die o. g. Aufgaben in der regulären Arbeitszeit schafft und rechtzeitig aufschreien, wenn zuviele Dinge auf den Doktoranden abgewälzt werden. Wieviel länger man dann jeden Tag in der Uni bleibt, um zu promovieren, liegt im eigenen Ermessen und hat nichts mit Verpflichtung zu tun. Und natürlich kann es vorkommen, dass einen eine Lehrveranstaltung auch mal einen ganzen Tag bindet. Dafür ist dann an einem anderen Tag nichts und man hat Zeit für seine Forschung...
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Re: Maximal Stufe 2 als Doktorand in Forschungseinrichtung?

Beitragvon atatat am 20.12.2017, 15:48

timiditas hat geschrieben:
merrychristmas123 hat geschrieben:...man verpflichtet sich natürlich Vollzeit zu arbeiten...


Ganz so ist es nicht.
Ganz so einfach ist das nicht, es gibt(gab) auch Stellen bei denen explizit ein gewissen Prozentsatz für die "Doktorarbeit" einem zu stehen.
Bei vielen Landesstellen von Professuren ist es so (gewesen, aktuell kA) , dass man 20% seiner Zeit zur beruflichen Weiterbildung (sprich Promotion) nutzen durfte.
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Re: Maximal Stufe 2 als Doktorand in Forschungseinrichtung?

Beitragvon timiditas am 20.12.2017, 16:00

Mein Vertrag sah damals (BAT-Zeiten) so aus, dass ich mit 20 h/Woche für die Uni arbeite und die Promotion mein Privatvergnügen ist, für das die Uni "Gelegenheit gibt" in Form von Arbeitsplatz und z. T. Arbeitsmitteln. Und das war auch bei allen meinen Doktorandenkollegen so, die aus dem Haushalt finanziert waren. Die Verträge aus Drittmitteln enthielten die verschiedensten Konstellationen - je nach Mittelgeber.
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Re: Maximal Stufe 2 als Doktorand in Forschungseinrichtung?

Beitragvon atatat am 20.12.2017, 16:06

timiditas hat geschrieben:Und das war auch bei allen meinen Doktorandenkollegen so, die aus dem Haushalt finanziert waren.

Nun, das kann so sein, kann aber auch so sein, das ihr nicht gelesen/verstanden habt, dass ihr 20% für "euch" habt.
Ich hatte mal ne Landesstelle, da hatte ich diese 20%.
Und ja, Papier ist geduldig, was man draus gemacht hat, .... nun Promoviert habe ich dann später "nebenbei".
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Re: Maximal Stufe 2 als Doktorand in Forschungseinrichtung?

Beitragvon timiditas am 20.12.2017, 16:20

Einer der Professoren sagte immer. Was Ihr nur habt. Ihr habt eine halbe Stelle. Der Tag hat 24 h. Eine halbe Stelle macht also 12 h...

@Atatat: Qualifikationsstellen gab es damals an unserer Hochschule im Haushalt quasi nicht. Wollte der Prof. einen Doktoranden, nahm er, wenn vorhanden, eine freie Planstelle für den wissenschaftlichen Assistenten, halbierte diese und stellte zwei wissenschaftliche Mitarbeiter ein. Nebeneffekt: Der Mittelbau hat sich so ganz von allein abgeschafft, weil die Stellen nach Freiwerden automatisch niedriger bewertet waren... Die Promotion hatte ich Gott sei Dank schon vor Vertragsablauf fertig - später hätte mir die Zeit gefehlt. Offenbar war und ist das an jeder Uni verschieden.
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Re: Maximal Stufe 2 als Doktorand in Forschungseinrichtung?

Beitragvon atatat am 20.12.2017, 16:40

timiditas hat geschrieben:Einer der Professoren sagte immer. Was Ihr nur habt. Ihr habt eine halbe Stelle. Der Tag hat 24 h. Eine halbe Stelle macht also 12 h...
Jaja, der Tag hat 24h und wenn es nicht reicht nimm die Nacht hinzu....
:)
timiditas hat geschrieben:@Atatat: Qualifikationsstellen gab es damals an unserer Hochschule im Haushalt quasi nicht.
Das war bei uns zum einem im altem HRG hinterlegt, (bin schon bisserl älter) Befristungsgrund: Qualifikationsvertrag gemäß Nachwuchsförderung und daraus ergab sich "automatisch" ein Anteil der für selbständiges wissenschaftliches Arbeiten man freigestellt war und zum anderem wurde es natürlich (wie fast überall) nach der Regelung s.o. durchgezogen.
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