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Erfahrungsstufen fehlen - was tun?

Erfahrungsstufen fehlen - was tun?

Beitragvon BeraterX am 29.12.2017, 16:04

Hallo,

ich bin seit 2009 Kundenberater und habe Anfang 2016 die Eingruppierung 9/2 nach 2 Jahren in 8/2 erhalten. Seit 2017 bekomme ich nun einen Garantiebetrag in 9/2. Ich wurde nach Abschluss meiner Banklehre in Tvöd 3/2 angestellt.

Ich frage mich nun, da auch relativ frisch ausgelernte Mitarbeiter/innen nun bei Ausübung von Beratungstätigkeiten nach einem Jahr in 9/2 eingestuft werden, ob es für mich Möglichkeiten gibt, diesbezüglich etwas zu machen?

Eigentlich ist der öffentliche Dienst doch auch darauf ausgelegt, dass man mit mehr Erfahrung auch besser eingestuft wird oder nicht?
Denn zuvor hieß es immer, dass sich an den Erfahrungsstufen nichts machen lässt. Von Kollegen habe ich aber anderes gehört. Die sind mittlerweile besser eingruppiert als ich, haben aber erst viel später eine Beratertätigkeit übertragen bekommen.

Um Auskunft wäre ich sehr dankbar!
Zuletzt geändert von BeraterX am 29.12.2017, 16:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: was tun?

Beitragvon BeraterX am 29.12.2017, 16:33

hinzufügen möchte ich noch, dass ich zu anfangs den Service unterstützt habe, im ersten Jahr ein Ziel von 50 % des Vollzeitberaters hatte.
Sparkassenfachwirt bin ich und betreue zugeordnete Kunden.
Meine Frage nach Höhergruppierung wurde immer dahingehend abgelehnt, dass sie mich nicht sofort von 3 in 8 oder 9 (lt. der Personalstelle die Bandbreite eines Beraters) höhergruppieren können. Dadurch kam es aber immer wieder zu Rückstufungen bei den Erfahrungsstufen.
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Re: Erfahrungsstufen fehlen - was tun?

Beitragvon BeraterX am 02.01.2018, 10:50

hat keiner eine Info für mich, was ich tun kann?
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Re: Erfahrungsstufen fehlen - was tun?

Beitragvon atatat am 02.01.2018, 10:56

Was du machen kannst:
1) AG Wechseln und besser verhandeln.
2) Stufenlaufzeitverkürzungs/Zulagen erbetteln.
3) Tarifsystem verstehen und sich danach ausrichten
4) Den Lügen von Personalstellen ("da können wir nichts machen") nicht glauben. Denn zu 98% wäre die korrekte Aussage: Wir wollen KANN Regelungen nicht anwenden.
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Re: Erfahrungsstufen fehlen - was tun?

Beitragvon Lars73 am 02.01.2018, 11:10

atatat hat geschrieben:4) Den Lügen von Personalstellen ("da können wir nichts machen") nicht glauben. Denn zu 98% wäre die korrekte Aussage: Wir wollen KANN Regelungen nicht anwenden.


Welche Kann-Regelung im Tarifvertrag hätte hier denn zu einen anderen Ergebnis geführt?
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Re: Erfahrungsstufen fehlen - was tun?

Beitragvon atatat am 02.01.2018, 11:38

Lars73 hat geschrieben:
atatat hat geschrieben:4) Den Lügen von Personalstellen ("da können wir nichts machen") nicht glauben. Denn zu 98% wäre die korrekte Aussage: Wir wollen KANN Regelungen nicht anwenden.


Welche Kann-Regelung im Tarifvertrag hätte hier denn zu einen anderen Ergebnis geführt?
Einstellung von Anfang an auf eine EG9 Stelle z.B.
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Re: Erfahrungsstufen fehlen - was tun?

Beitragvon Spid am 02.01.2018, 11:49

Hm, welche tarifliche Kann-Regelung sieht denn eine Einstellung in E9 vor, wenn eine auszuübende Tätigkeit mit der Wertigkeit E3 vorliegt?
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Re: Erfahrungsstufen fehlen - was tun?

Beitragvon BeraterX am 02.01.2018, 12:10

Das wurde jetzt eventuell missverstanden. Es war schon immer eine höherwertige Stelle. Die Tätigkeiten wurden voll ausgeübt. Nur die Eingruppierung wurde nicht so vorgenommen.
Danke für die Antworten... Im Nachhinein hat man also keine Möglichkeit mehr, aufgrund der vorherigen falschen Eingruppierung etwas einzufordern? Ich hatte vor Jahren schon Kontakt mit dem Betriebsrat. Die meinten damals ja, ich habe recht, was die Eingruppierung betrifft. Ich müsste aber dann über den Anwalt verhandeln und das wollte ich natürlich nicht unbedingt, wenn ich weiterhin dort arbeite.
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Re: Erfahrungsstufen fehlen - was tun?

Beitragvon Spid am 02.01.2018, 12:16

Es kommt nicht auf die ausgeübte, sondern auf die auszuübende Tätigkeit an. Sofern die auszuübende Tätigkeit schon zuvor die Tätigkeitsmerkmale einer höheren Entgeltgruppe erfüllte, muß der AG seine Rechtsmeinung dazu auch rückwirkend korrigieren. Der Sachverhalt ist einer Eingruppierungsfeststellungsklage grundsätzlich zugänglich. Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis dürften zwar überwiegend aufgrund der tariflichen Ausschlußfrist verfallen sein, die Eingruppierung und die damit verbundene Stufenzuordnung wäre davon aber nicht betroffen, eine höhere Stufe als die bisher angenommene wäre also durchaus erstreitbar.
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Re: Erfahrungsstufen fehlen - was tun?

Beitragvon BeraterX am 02.01.2018, 12:28

Hallo Spid,
was ist denn die auszuübende Tätigkeit eines Beraters? Ich war ja zeitweise auch Geschäftsstellenleiter einer kleinen Filiale und ebenfalls in 5? Das sollte doch eigentlich auch schon vor der Entgeltordnung eine höherwertigere Tätigkeit mit mindestens Gruppe 8 sein oder nicht?
Externe werden bei uns ja auch entsprechend der in der Stellenausschreibung genannten Vergütung eingestellt. Bei einem Stellenwechsel gabs aber nicht diese Eingruppierung der neuen Stelle.
Konkret: nach der Ausbildung 1 Jahr Schalter mit kleineren Beratungen, danach Kundenberater ohne zugeordnete Kunden, dann Geschäftsstellenleiter. Erst kurz vor dem endgültigen Inkrafttreten der Entgeltordnung wurde ich dann in 9 eingruppiert, aber natürlich mit Verlust von vielen Jahren bei den Erfahrungsstufen. Ich bin seit 10 Jahren tätig und in Stufe 2, das kann doch nicht im Sinne des TvöD sein?
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