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Auslagerung einfach möglich?

Auslagerung einfach möglich?

Beitragvon Fuchs322 am 15.02.2018, 18:07

Hallo zusammen,
nach eine Reihe gehaltlicher Geltendmachungen/Anträgen nach § 29b TVÜ-VKA Ende letzten Jahres wird in unserer Sparkasse relativ offen über eine mögliche Auslagerung des gesamten Bereichs gesprochen, falls die Mitarbeiter an ihren Anträgen festhalten. Meine Frage, kann sich eine Sparkasse mit einer Auslagerung des gesamten Bereichs/eines Teilbereichs so einfach der Verpflichtung entledigen, fehlerhafte Eingruppierungen (wg. Eingruppierungsirrtum) korrigieren zu müssen oder könnte hier ggf. auch eine Rechtsmissbräuchlichkeit vorliegen? Müsste immer eine Sozialauswahl erfolgen? Wenn ja, auch mit anderen von der Auslagerung nicht betroffenen Mitarbeitern (andere Abteilungen/Unternehmensbereiche) unserer Sparkasse?
Vielen Dank!
Fuchs322
 
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Re: Auslagerung einfach möglich?

Beitragvon Lars73 am 15.02.2018, 18:38

Die unternemerische Entscheidung kann der Arbeitgeber treffen. Allerdings sind dabei die Rechte der Mitarbeiter zu beachten.

Wenn die Auslagerung als Betriebsübergang erfolgt bleibt der bisherige Arbeitsvertrag bestehen. Daneben kann der Beschäftigte ggf. widersprechen. Dann bleibt es beim Arbeitsverhältnis mit dem bisherigen Arbeitgeber. Für die dann nötigen betriebsbedingten Kündigungen muss eine Sozialsauswahl erfolgen. Auch die dann ggf. angestrebten Änderungskündigungen sind nicht trivial.

Wenn man die Aufgabe entfallen lässt und ggf. zukünftig einkauft berührt dies das Arbeitsverhältnis nicht. Auch dann müsste der Arbeitgeber schauen ob er Kündigungen oder Änderungskündigungen durchgesetzt bekommt.
Lars73
 
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