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Antrag auf Eingruppierung nach EGO soll zurückgezogen werden

Antrag auf Eingruppierung nach EGO soll zurückgezogen werden

Beitragvon HWI92 am 18.02.2018, 10:32

Hallo Community,

ich hoffe, ihr könnt mir helfen. Ich hatte letzte Woche ein Vorstandsgespräch wegen meines Antrags auf Eingruppierung nach neuer EGO und bin mit dem Ergebnis mehr als unzufrieden. 
Folgende Situation:

Eingestellt wurde ich im August 2016 als Privatkundenberater (lt. AV: Beschäftigter der Sparkasse). Am 1.8.16 erhielt ich die Information, dass ich zuerst in die Personalreserve eingeschlüsselt werde, solang es keine feste Geschäftsstelle für mich gibt. Eingruppiert wurde ich zu dem Zeitpunkt in der 6/2. (Per 1.8. dann 6/3)
Zum 1.10.17 habe ich eine feste Stelle als Privat- und Gewerbekundenberater bekommen. (Offiziell nur PKB, weil es keine GK-Stelle gibt, allerdings bin ich der einzige in unserer Geschäftsstelle, der Geschäftskunden betreut.)

Ende letzten Jahres wurde dann ein Antrag auf Gehaltserhöhung gestellt, der vom Vorstand mit der Begründung abgelehnt wurde, dass man ja noch keine Vertriebszahlen von mir gesehen hätte.

Daraufhin habe ich am 27.12. den Antrag auf Eingruppierung mit dem Ziel 9a gestellt.

Der Vorstand hat mir nun folgendes Angebot gemacht:

Wenn ich den Antrag belasse, gewährt man mir maximal eine EG 7/3, keine weitere Höhergruppierung.
Wenn ich denn Antrag zurückziehe, dann gewährt man mir ab März diesen Jahres die 8/3.

Könnt Ihr mir einen Tipp geben, wie ich mich jetzt verhalten sollte?

Ich habe mir schon überlegt, die 7/3 zu akzeptieren und dann rückwirkend zum 1.10. einen Antrag auf Eingruppierung wg. Tätigkeitswechsel zu stellen mit dem Ziel der 8/3 und der Forderung binnen einen Jahres (quasi nach einer „Einarbeitungszeit“ auf der Stelle) die 9a/3 zu fordern.

Alle anderen Berater, die den Antrag gestellt haben wurden von der 8 in die 9a eingruppiert.

Vielen Dank schon mal!
HWI92
 
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Re: Antrag auf Eingruppierung nach EGO soll zurückgezogen we

Beitragvon Spid am 18.02.2018, 10:42

Ein Antrag nach §29b TVÜ-VKA ist eine einseitige Willenserklärung mit unmittelbarer Wirkung und ist einer Rücknahme nicht zugänglich. Wenn am 01.10.17 eine andere auszuübende Tätigkeit übertragen wurde, wirkt der Antrag ohnehin nur auf das Überleitungsergebnis, mithin auf die Zeit vom 01.01.17 bis zum 30.09.17. Mit der Tätigkeitsänderung zum 01.10.17 erfolgte die Rückkehr in die Tarifautomatik und seitdem bist Du entsprechend Deiner auszuübenden Tätigkeit eingruppiert, ein Antrag ist dafür weder vorgesehen noch erforderlich. Der AG gewährt keine Eingruppierung, ihm kommt dabei keinerlei Ermessen oder Entscheidung zu.
Spid
 
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Re: Antrag auf Eingruppierung nach EGO soll zurückgezogen we

Beitragvon HWI92 am 18.02.2018, 16:41

Hallo Sid, danke für deine Antwort.
Es ist eben leider nicht der Fall, dass ich entsprechend meiner Tätigkeit am 1.10. eingruppiert wurde. Ich bin weiterhin in der 6/3 ohne Veränderung.
Deswegen scheint der Antragsweg für mich der erste Schritt zu sein, abgesehen von jeglichen Rechtswegen.
Bei uns wird auch ganz klar gesagt, dass das alles SOLL-Eingruppierungen sind und man, wenn man erfolgreich ist, da auch eingruppiert werden kann.
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Re: Antrag auf Eingruppierung nach EGO soll zurückgezogen we

Beitragvon Spid am 18.02.2018, 16:50

Du scheinst - trotz meiner Ausführungen - immer noch der irrigen Auffassung zu sein, dem AG käme bei der Eingruppierung irgendeine Bedeutung zu. TB sind entsprechend ihrer auszuübenden Tätigkeit aufgrund der tariflichen Regelungen eingruppiert und werden nicht etwa durch den AG eingruppiert, dieser äußert lediglich eine Rechtsmeinung, der nicht mehr Erheblichkeit beikommt als Deiner oder meiner Rechtsmeinung und die die Eingruppierung in keinster Weise berührt. Es gibt auch keine „Soll-Eingruppierungen“, sofern der TVÖD Anwendung auf das Arbeitsverhältnis Anwendung findet, ergibt sich zwingend genau eine Eingruppierung. Ein Antrag nach §29b TVÜ-VKA hat genau die Rechtsnatur und in Deinem Fall die Wirkung, die ich beschrieb - und nur die von ihm erfassten Fälle machen für die Eingruppierung einen Antrag überhaupt erforderlich, da in allen übrigen Fällen Satz 2 meines Beitrages gilt.
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