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Verweigerung Einarbeitung aufgrund Schwangerschaft

Verweigerung Einarbeitung aufgrund Schwangerschaft

Beitragvon schmetti am 23.02.2018, 10:03

Hallo,

ich hoffe mir kann jemand helfen.

Nach meiner Elternzeit bin ich im November 2017 auf eine andere Stelle wie vor der Schwangerschaft gesetzt worden, die als "gleichwertig" gilt.
Ich war vorher im Bereich Controlling - Marktpreisrisiko eingesetzt und habe nun die stelle Rechnungswesen/Meldewesen inne.
Da ich mit 100% zurückgekehrt bin, wehrte ich mich gegen den Part Rechnungswesen (Rechnungen erfassen, Kontoauszüge prüfen und ablegen), da dies meiner Meinung nach nicht den Anforderungen der bisherigen Controllingstelle entspricht.
Nach langem Hin und Her habe ich die Stelle -mangels jeglicher Alternative!- angenommen, da lediglich der Klageweg übrigblieb.

Wir haben Anfang Februar 2018 mit der gesamten Abteilung besprochen, dass ich Anfang März die erste Meldung per Februar mit Unterstützung meiner Kollegin in Angriff nehme, da wir die vergangen 2 Stichtage (einmal grob und einmal ausführlich) angeschaut haben.

Nun bin ich erneut schwanger und werde am 10.07. in Mutterschutz gehen, der letzte AT wäre der 29.06.2018.
Meine Schwangerschaft habe ich am 16.02. bekannt gegeben.
Daraufhin wurde nochmal eine Sitzung am 20.02. mit der ganzen Abteilung einberufen, in der mir mitgeteilt worden ist, dass keine weitere Einarbeitung in das Meldewesen mehr erfolgt und ich auch somit keine Meldungen erstellen darf. Ich soll mich auf das Tagesgeschäft konzentrieren, es würde der Sparkasse nichts bringen noch in mich Zeit zu investieren. Dabei sind 80% der Vorarbeit bereits geleistet und wir haben noch 4 Meldezeiträume bis ich gehe.
????
Ich fühle mich aufgrund meiner Schwangerschaft diskriminiert, denn hätte ich die Schwangerschaft erst in 2 Wochen bekannt gegeben, hätte eine endgültige Einarbeitung stattgefunden.
Wie seht ihr das?
Klar verstehe ich, dass es für die Sparkasse sich nicht rentiert Zeit zu investieren, aber wie sieht es rechtlich aus?
Und ich gehe noch einen Schritt weiter. Wenn ich nach der Elternzeit wiederkomme, kann mir die Sparkasse eine gleichwertige Stelle wie Meldewesen verweigern, weil ich die Funktion nie ausgeübt habe und das nur deshalb, weil mir einseitig seitens der Sparkasse die Zusammenarbeit verweigert wurde?

Danke und sorry für den langen Text.
Zuletzt geändert von schmetti am 23.02.2018, 10:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Verweigerung Einarbeitung aufgrund Schwangerschaft

Beitragvon Onza am 23.02.2018, 10:38

Mal eine Frage:

Was stört dich an der Vorgehensweise deines Arbeitgebers? Ist es das Gefühl, diskriminiert zu werden? Befürchtest du nachhaltige Nachteile für dich (z. B. finanziell, Karriere)?

Aktuell kann ich mich nicht in deine Sichtweise hineinversetzen und verstehe deine Beweggründe nicht.
Onza
 
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Re: Verweigerung Einarbeitung aufgrund Schwangerschaft

Beitragvon schmetti am 23.02.2018, 14:09

@Onza

ja ich frage mich, ob ich nach meinem Wiedereinstieg den Anspruch habe auf die gleiche Tätigkeit lt. Stellenbeschreibung, oder ob mir aufgrund der Tatsache, dass die Tätigkeit nicht ausgeübt worden ist, lediglich eine gleichwertige Stelle gemäß Stellenbeschreibung RW angeboten wird. Dies hat finanzielle Auswirkungen und selbstverständlich auch was den weiteren beruflichen Werdegang betrifft.
schmetti
 
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Re: Verweigerung Einarbeitung aufgrund Schwangerschaft

Beitragvon frodobeutlin100 am 23.02.2018, 14:39

Der Arbeitgeber ist berechtigt die Arbeit so zu verteilen wie er es für sinnvoll erachtet - die Einarbeitung und Aufgabenübertragung an eine Person die nur vorübergehend anwesend ist, macht in Augen des Arbeitgebers keinen Sinn - das steht ihm zu und das kann ich auch nachvollziehen - im Übrigen wäre der Arbeitgeber auch berechtigt nach Beendigung der Einarbeitung die Aufgaben anders zu verteilen ...
frodobeutlin100
 
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Re: Verweigerung Einarbeitung aufgrund Schwangerschaft

Beitragvon Onza am 26.02.2018, 10:02

@Schmetti:
Gut - unter diesem Gesichtpunkt kann ich die Eingangsfrage verstehen. Jedoch sehe ich wenig Möglichkeiten, den Vorgesetzten zu "zwingen".

Mein Vorschlag: Mit genau diesen Gedanken zum Vorgesetzten gehen und schon heute nachfragen, wie er deinen Job nach der Babypause sieht. Zeige dein Interesse an Weiterbildung und Verantwortung. Das kommt gut an und man geht nicht als Querkopf in die Babypause. Diese Strategie dürfte langfristig mehr bringen.
Onza
 
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