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Sabbatjahr...gesetzliche oder tarifliche Regelung?

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Sabbatjahr...gesetzliche oder tarifliche Regelung?

Beitragvon Greg am 10.01.2017, 14:52

Hallo Leute.
Ich (Beschäftigter nach TVöD VKA) habe Interesse an einem Sabbatjahr. Bei meinem Arbeitgeber hat dies jedoch noch keiner beantragt. Ich bin jetzt dabei mich darüber zu Informieren.

Kann mir jemand dazu etwas berichten?

Gibt es gesetzliche oder tarifliche Regelung dazu?

Lieben Gruß
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Re: Sabbatjahr...gesetzliche oder tarifliche Regelung?

Beitragvon atatat am 10.01.2017, 15:13

Google mal nach unbezahlten Urlaub, was anderes ist das ja wohl nicht.
Da gibt es Situationen in denen er dir gewährt werden muss (Pflege o.ä.).

Aber bedenke, nicht nur, dass du kein Geld kriegst, du musst auch noch Geld mitbringen für Krankenkasse etc.
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Re: Sabbatjahr...gesetzliche oder tarifliche Regelung?

Beitragvon DaHuaba am 10.01.2017, 15:23

In größeren Behörden ist das wohl, analog zum Beamtenrecht, durchaus mit "Ansparmodellen" möglich. D.h. z.B. drei Jahre auf ein Drittel des Gehalts verzichten, im vierten Jahr dann Sabatical einlegen. Hat natürlich alles Auswirkungen auf die Rentenkasse.
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Re: Sabbatjahr...gesetzliche oder tarifliche Regelung?

Beitragvon Draco am 10.01.2017, 16:49

Drei Jahre auf ein Drittel des Gehalts verzichten, im vierten Jahr dann Sabatical einlegen ist aber ein schlechtes Geschäft......
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Re: Sabbatjahr...gesetzliche oder tarifliche Regelung?

Beitragvon smogman am 10.01.2017, 18:11

Man verzichtet eigentlich auch vier Jahre auf ein Viertel des Gehalts und hat dann im vierten Jahr frei. Bei einem Drittelverzicht müsste man im dritten Jahr frei haben.

"Ein Rechtsanspruch könnte sich jedoch aus § 11 Abs. 1 TVöD ergeben. Dann allerdings müsste der Beschäftigte in der Freistellungsphase mindestens ein Kind unter 18 Jahren oder einen nach ärztlichem Gutachten pflegebedürftigen sonstigen Angehörigen tatsächlich betreuen oder pflegen und dürften dringende dienstliche bzw. betriebliche Gründe der Teilzeit in Form des Sabbaticals nicht entgegenstehen. Des Weiteren wäre die Gesamtlaufzeit auf höchstens 5 Jahre begrenzt.

Im Übrigen steht die Gewährung eines Sabbaticals im Ermessen des Arbeitgebers. Nachdem § 10 Abs. 6 TVöD die Möglichkeit eines Langzeitkontos und damit eines Sabbaticals als "Kann"-Regelung vorsieht, ist der Arbeitgeber, ähnlich wie es bei der Bewilligung von Sonderurlaub gem. § 28 TVöD nach der Rechtsprechung des BAG der Fall ist, darin nicht frei, sondern an das Gebot "billigen" Ermessens gebunden. Wo es nach billigem Ermessen geboten wäre, für die Zeit der Freistellungsphase einen aus privaten Gründen beantragten unbezahlten Sonderurlaub zu bewilligen, gilt das Gleiche für ein Sabbatical mit entsprechender Dauer und Lage der Freistellungsphase. Wenn nicht dringende betriebliche Interessen entgegenstehen, empfiehlt sich eine großzügige Handhabung entsprechender Anträge. Der Nutzen für den Arbeitgeber besteht u. a. in Mitarbeiterbindung, Erhöhung der Motivation, Verhinderung von Burnout, Gewinnen von Fachkräften, Optimierung der Organisation sowie Personalentwicklung als Chance der Vertretung." (Quelle: haufe)
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Re: Sabbatjahr...gesetzliche oder tarifliche Regelung?

Beitragvon DaHuaba am 11.01.2017, 06:19

smogman hat geschrieben:Man verzichtet eigentlich auch vier Jahre auf ein Viertel des Gehalts und hat dann im vierten Jahr frei. Bei einem Drittelverzicht müsste man im dritten Jahr frei haben


So stimmts natürlich.
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