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Wechsel freie Wirtschaft zum öffentlichen Dienst

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Wechsel freie Wirtschaft zum öffentlichen Dienst

Beitragvon fröschchen am 12.04.2017, 19:29

Hallo zusammen,

Ich bin neu hier und habe ein Anliegen...
Ich arbeite bei einem Unternehmen in der freien Wirtschaft. Ich mache oft, wegen dem hohen Arbeitspensums viele Überstunden.
Nun habe ich mich, aus verschiedenen Gründen bei einem Amt beworben und eine Stelle als Angestellter in Aussicht gestellt bekommen.
Mich würde interessieren wie es wirklich arbeitstechnisch und pensummäßig bei einem Amt aussieht. Gibt es hier vielleicht "Wechsler" die beide Seiten kennen? Also sowohl in der freien Wirtschaft und bei einem Amt gearbeitet haben/arbeiten? Wie sind/waren eure Erfahrungen? Würdet ihr wieder so entscheiden? Falls es nicht zu privat ist: Wieso oder wieso nicht?

Vielen Dank für Eure Antworten.
Ein Unentschlossener
fröschchen
 
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Re: Wechsel freie Wirtschaft zum öffentlichen Dienst

Beitragvon Neu im ÖD am 12.04.2017, 20:15

Was für eine Stelle? Bauamt? Finanzabteilung? Etc.
Neu im ÖD
 
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Re: Wechsel freie Wirtschaft zum öffentlichen Dienst

Beitragvon fröschchen am 13.04.2017, 03:16

Hallo Neu im ÖD,

ich bin bei einem Bauunternehmen und habe mich auf eine Stelle als technischer Sachbearbeiter bei einem Tiefbauamt beworben.
fröschchen
 
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Re: Wechsel freie Wirtschaft zum öffentlichen Dienst

Beitragvon Kat am 13.04.2017, 05:39

Wie überall gibt es auch im öD sone und solche Stellen. Auf manchen ist es sehr ruhig, andere machen Überstunden ohne Ende, haben ständigen Personalwechsel usw. Das kann man pauschal nicht sagen. Die Arbeitsverdichtung nimmt auch im öD immer mehr zu, da überall Personal eingespart wird.
Kat
 
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Re: Wechsel freie Wirtschaft zum öffentlichen Dienst

Beitragvon Miau! am 13.04.2017, 05:43

fröschchen hat geschrieben:Mich würde interessieren wie es wirklich arbeitstechnisch und pensummäßig bei einem Amt aussieht.

Dazu schrieb bereits vor längerer Zeit ein User:

afo hat geschrieben:Also, bei und ist das so:
6:00 Uhr Dienstbeginn
Zeitung lesen bis
6:45 dann Kaffee kochen
7:00 -8:00, manchmal 9:00, Frühstück
Im Internet surfen bis gegen 11:00
halbe Stunde arbeiten, dann
11:30 Mittagspause
ab 12:00 kurzer Spaziergang an der frischen Luft, z.B. zum Bäcker und Kuchen für den Nachmittag holen
12:30 bis 13:00 Kaffeepause
13:00 bis maximal 14:00 Uhr bisschen arbeiten, Internet lesen und so...
14:00 bis 15:00 Kaffee und Kuchen
15:00 bis 15:27 Post machen
genau 15:27 ausstechen an der Zeiterfassung, sonst bekommen wir ja 45 min. Pause abgezogen. So haben wir Mo-Do je 45 min. Pluszeit und können Freitag um 12 Feierabend machen. Müssen wir auch, sonst wird ja die 30minütige Pause angerechnet.

Soweit der Tagesablauf in meiner Behörde. Inzwischen ist das aber nichts Besonderes mehr, weil es ja schon immer so ist.
Dieser Beitrag wurde maschinell erstellt und ist ohne Unterschrift gültig.
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Re: Wechsel freie Wirtschaft zum öffentlichen Dienst

Beitragvon frodobeutlin100 am 13.04.2017, 05:53

;-) das ist aber nicht überall so ;-)
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Re: Wechsel freie Wirtschaft zum öffentlichen Dienst

Beitragvon frodobeutlin100 am 13.04.2017, 05:58

wegen dem hohen Arbeitspensums viele Überstunden. ...

der Dativ ist dem Genitiv sein Tod ....

im Übrigen gilt .. es kommt drauf an ... auf die Behörde - auf die jeweilige Personalsituation - auf die Vorgesetzten - auf die Zielvorgaben etc. pp.

insgesamt wirst du aber auf jeden Fall geregeltere Arbeitszeiten haben, wirst dann aber auch mit weniger Geld und weniger Fortkommensmöglichkeiten zufrieden sein müssen - der entscheidende Vorteil bei einer Kommune ist aber, das die Behörde vielleicht innerhalb der Kommune umzieht, ansonsten aber "Standortgarantie" besteht ..
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Re: Wechsel freie Wirtschaft zum öffentlichen Dienst

Beitragvon Dakmer am 13.04.2017, 06:40

@fröschchen: Also, tot macht sich hier niemand. Es gibt 40-h-Woche. Viele Überstunden sind nicht so gern gesehen. Mehr als 10 h am Tag darf man nicht arbeiten. Es ist alles geregelter. Manche arbeiten aber so uneffektiv, dass sie Burn out bekommen.

@Miau: danke für die schöne Beschreibung meines Arbeitstages. HiHi.
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Re: Wechsel freie Wirtschaft zum öffentlichen Dienst

Beitragvon Onza am 13.04.2017, 06:50

Ob du im ÖD klar kommst, hängt stark von deinem Naturell ab.

Meine Erfahrung als Wechsler:

Du musst lernen, mit der Langsamkeit klar zu kommen. Leistung wird nicht belohnt.

Mein größtes Problem war (ist) es, Kollegen zu ertragen, die in der freien Wirtschaft schon nach einem Monat wegen Leistungsmangel draußen gewesen wären.

Schwierige Arbeitsbedingungen gibt es oft. Es ist aber selten die Menge an Arbeit, die belastet, sondern die Länge der Entscheidungswege. Für viele, die "von draußen" kommen, ist es ein Kulturschock. Man kann sich aber daran gewöhnen.

Aber: Es hat auch seine guten Seiten. Keine Angst um den Arbeitsplatz in schwierigen Lebensphasen - manchmal unbezahlbar!

Onza
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Re: Wechsel freie Wirtschaft zum öffentlichen Dienst

Beitragvon archibau am 13.04.2017, 07:25

Bei uns ist das sehr geregelt.
39h/Woche, Gleitzeit mit Kernzeiten.
Überstunden sind soweit möglich zu vermeiden.
Alles über 20 Überstunden wird am Quartalsende gekappt. Eine Übernahme der Stunden ist nur in Ausnahmefällen möglich und sollte nicht die Regel sein - es wird erwartet, dass Überstunden rechtzeitig vor Quartalsende abgebummelt werden, entweder durch Gleittage oder durch früheres Gehen.

Ich habe tendenziell sogar mehr zu tun als im früheren Job, jedoch fühlt sich das ganze viel entspannter an.
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