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Überleitung: ITK vs Allgemeine Tätigkeitsmerkmale

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Re: Überleitung: ITK vs Allgemeine Tätigkeitsmerkmale

Beitragvon bayernbatzi am 17.06.2017, 21:27

IT Zulage Bund geht ja auch erst ab EG 10.
Wenn überhaupt ein AG das in Betracht zieht. Wie wir wissen geht viel, wenn man will. Rumjammern ist aber am einfachsten. Vielleicht lockt man so ein paar Ausländer an die sich dann unbedarfterweise ausbeuten lassen.
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Re: Überleitung: ITK vs Allgemeine Tätigkeitsmerkmale

Beitragvon tTt am 17.06.2017, 21:30

Meine Behörde wendet sie nicht an bzw hat mir unmissverständlich zu verstehen gegeben, dass ich als (einfacher) Fachinformatiker dafür nicht in Frage komme :evil:
Zuletzt geändert von tTt am 17.06.2017, 21:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Überleitung: ITK vs Allgemeine Tätigkeitsmerkmale

Beitragvon bayernbatzi am 17.06.2017, 21:36

Die Not ist scheinbar eben nicht groß genug...
Wenn du dann kündigst wird wieder gejammert und das Spiel geht von vorne los.
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Re: Überleitung: ITK vs Allgemeine Tätigkeitsmerkmale

Beitragvon tTt am 17.06.2017, 22:30

Fachabteilung sieht/kennt die Not, aber die Personalabteilung sieht das etwas anders. Mir wurde ein Versuch zur Nachbesserung von der Fachabteilung versprochen, um mich möglichst im Haus zu halten. Bin gespannt, wer gewinnt (Fachabteilung oder Personalabteilung). Ich vermute Personalabteilung setzt sich durch, aber ich sehe das dank langfristiger EG12 bei anderer Behörde "entspannt" und warte auf das Angebot. Ich glaube nicht so recht dran.
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Re: Überleitung: ITK vs Allgemeine Tätigkeitsmerkmale

Beitragvon Turbo76 am 18.06.2017, 08:43

Ein Nachtrag noch (kein Nachtreten ;)):
Faunus hat geschrieben:Unser Arbeitsleben ist nun mal in Bereiche aufgeteilt und wenn viele ihren PC selbst mehr oder weniger am Laufen halten,

In jeder mittleren bis größeren Organisation, haben die User nicht die Rechte, um mehr zu sein als ein User. Sie können keine Programme ausführen, die Einstellungen im Browser nicht nennenswert ändern, nicht in der Registry rumfummeln etc. Diese Rechte sind meist gruppengebunden, d.h. selbst wenn jemand mit Talent aus der Personalabteilung sich kümmern könnte, darf er nicht. Updates u.a. werden über Softwareverteilung (von der IT) verteilt. Wäre dem nicht so, wäre die IT all die Weil damit beschäftigt verhunzte Systeme wieder zum laufen zu bekommen oder Software zu supporten, die nicht zu den Unternehmensstandards gehört, weil jeder seinen eigenen Kram draufschmiert.
Sowas ist einfach vorprogrammiert, wenn man Mitarbeiter hat, die nicht wissen wie sie die Bildschirmauflösung ändern, die Dateien nur über das Programm öffnen können (nicht über den Explorer), ihre Zeitung auf die Tastatur legen und sich wundern, warum die Kiste nicht hochfährt oder sich beklagen, sie würden "Junkie"-Mails bekommen (ohne Schmarrn).
Soll heißen: eingeschränkte Berechtigungen sind Standard. Ich kenne das nur von sehr kleinen uva. mutigen! Kommunen, wo die IT vom Bauhof übernommen wird, die das nicht so handhaben
lohnt es sich, eine Person speziell dafür einzustellen, die sich nun um alle Rechner und die Problemlösungen kümmert.

Das ist dann aber kein Handwerker mehr. Wer sich um alle Rechner kümmert, kann auch alle zum Stillstand bringen.
Einem Kollegen mit Rechten, eigentlich topfit in der Materie, wurde mal ein neues Tool in die Hand gegeben, mit der Lizenz zum Anschauen. Er fährt unwissentlich den Server runter und geht in ein Meeting. Im Nachgang natürlich kein Drama, sondern eine Story fürs Lagerfeuer.
Aber zum einen bekam der unmittelbar Veranwortliche fast einen Herzstillstand, weil er das Problem (döseliger Kollege) auch nicht so schnell eingrenzen konnte (man fährt für gewöhnlich im laufenden Betrieb keine Server runter, schon garnicht ohne angemessene Vorwarnung). Die User drehten durch, der Support war nervlich am Ende und es dauert tw. recht lang bis so ein Server runter und wieder rauf fährt. Wäre mir (gehobener Rechteinhaber) auch einmal fast passiert, als ich gefragt wurde, ob ich ein Update vornehmen will. Das reflexhafte "OK" drücken wie daheim, muss man einfangen, gerade nochmal quietschend vor der Klippe abgebremst. Keine Ahnung, wieviele ich damit abgeschossen hätte, aber ich will es auch garnicht rausfinden.
So ein Chaos verursacht ein Buchhalter mit EG6 selten :).

Wie ich schon irgendwo sagte: Dabei geht immer Arbeitszeit und damit Geld verloren, nicht nur von denen, die es wieder richten müssen, sondern jeder der dran hängt. Termine/Stichtage können unter Umständen nicht eingehalten werden, laufende Arbeiten entschwinden im Nirvana, Bürger, die sich extra freigenommen haben, stehen genervt vor den Sachbearbeitern etc.pp. Wenigstens in Teilbereichen, wenn nicht überall, steht die Kiste.
Diese Verantwortung und Außenwirkung fließt meiner Meinung nach zuwenig in die Bezahlung hinein. Tatsächlich fällt immer erst dann auf, wie wichtig eine funktionierende IT-Struktur ist, wenn irgendwas nicht läuft. Das Problem haben aber alle IT'ler, egal ob pW oder öD: unwillkommener Kostenfaktor bis was passiert oder nicht funktioniert.
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Re: Überleitung: ITK vs Allgemeine Tätigkeitsmerkmale

Beitragvon tTt am 18.06.2017, 10:15

Turbo76 hat geschrieben:So ein Chaos verursacht ein Buchhalter mit EG6 selten :).

Wie ich schon irgendwo sagte: Dabei geht immer Arbeitszeit und damit Geld verloren, nicht nur von denen, die es wieder richten müssen, sondern jeder der dran hängt. Termine/Stichtage können unter Umständen nicht eingehalten werden, laufende Arbeiten entschwinden im Nirvana, Bürger, die sich extra freigenommen haben, stehen genervt vor den Sachbearbeitern etc.pp. Wenigstens in Teilbereichen, wenn nicht überall, steht die Kiste.
Diese Verantwortung und Außenwirkung fließt meiner Meinung nach zuwenig in die Bezahlung hinein. Tatsächlich fällt immer erst dann auf, wie wichtig eine funktionierende IT-Struktur ist, wenn irgendwas nicht läuft. Das Problem haben aber alle IT'ler, egal ob pW oder öD: unwillkommener Kostenfaktor bis was passiert oder nicht funktioniert.

Ich möchte die die Verantwortung als ITler nicht kleinreden, aber auch ein Buchhalter kann mit einem Zahlendreher eine ganze Bilanz verhunzen und für Chaos sorgen. Oder ein paar Nullen zu viel bei ner Überweisung und es ist viel Geld futsch.
Ebenso ist die Bewertung von Arbeit oder das Treffen von Entscheidungen von/mit Menschen und deren Folgen auch nicht minder verantwortungsvoll.
Immer wenn Menschenleben dran hängen.

Da ist aus meiner Sicht die Verantwortung über ein paar Systeme eigentlich einfacher. Aber jeder Ausfall bzw. Entscheidung der IT hat direkte Auswirkungen auf den laufenden Betrieb der Behörde.
Da eine einheitliche Regelung zu finden, ist aus meiner Sicht einfach schwierig.

Wobei ich zustimme: Die Verantwortung der IT wird, egal ob öD oder pW, immer unterschätzt bzw. nur dann mal gewürdigt, wenn man die Kuh vom Eis geholt hat und den völligen Crash verhindert hat.

Manch ein IT-ler soll angeblich schon Systeme "aus versehen" runter gefahren haben um sich dann passend zu profilieren.
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Re: Überleitung: ITK vs Allgemeine Tätigkeitsmerkmale

Beitragvon Turbo76 am 18.06.2017, 16:09

@tTt
Meine Kenntnisse sind da auch nur oberflächlich. Zuerst werden die Rechnungen sachlich-rechnerisch geprüft, nach Kostenstellen aufgeteilt, dann gehts zum Buchhalter, wenn der das nicht selbst übernimmt. Buchungen und Überweisungen sind meines Wissens getrennt, sprich werden von verschiedenen Personen ausgeführt. Da gilt ein wie auch immer geartetes Vieraugenprinzip. Wer schlußendlich Überweisungen ausführt, sprich kontrolliert, bekommt dann auch eine höhere EG. als der 6er Buchhalter. Genauso wie die, die den Haushalt aufstellen.
So war bisher mein Einblick, lasse mich natürlich gern eines Besseren belehren.
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Re: Überleitung: ITK vs Allgemeine Tätigkeitsmerkmale

Beitragvon tTt am 18.06.2017, 16:28

Ich habe auch keine Ahnung, was genau die Tätigkeiten eines Buchhalters sind, ich wollte aber deren Tätigkeiten bzw. Verantwortung nicht schmälern.
Und eine EG6 ist beim Fachinformatiker ja im öD wirklich einfachste Tätigkeit iFv. 1st-Level Support mit Anleitung ohne Entscheidungsspielraum.
Ob die Tätigkeiten auf diesem Level auch wirklich vergleichbar sind, müsste auch geklärt werden, sonst werden Äpfel mit Birnen verglichen.
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Re: Überleitung: ITK vs Allgemeine Tätigkeitsmerkmale

Beitragvon TV-Ler am 19.06.2017, 09:29

Turbo76 hat geschrieben:
lohnt es sich, eine Person speziell dafür einzustellen, die sich nun um alle Rechner und die Problemlösungen kümmert.

Das ist dann aber kein Handwerker mehr. Wer sich um alle Rechner kümmert, kann auch alle zum Stillstand bringen.

Klar ist das ein Handwerker? Was denn sonst? Der macht ganz gewöhnlichen Standardkram.
Was die Verantwortung angeht: Auch ein Elektriker kann mit einem Fehlgriff ein ganzes Gebäude (oder mehr) von der Stromversorgung trennen ... keine EDV, die halbe Belegschaft bleibt in den Fahrstühlen stecken ...
... der Elektriker bleibt dennoch ein ganz gewöhnlicher Handwerker.
Tipp (Jaaa, ich halte mich auch nicht in allen Fällen daran):
Wollen wir dem TE helfen: Posten
Wollen wir es nicht: Lassen

Übrigens: Es ist bereits alles gesagt, aber es haben noch nicht alle alles gesagt ;-)
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Re: Überleitung: ITK vs Allgemeine Tätigkeitsmerkmale

Beitragvon Draco am 19.06.2017, 11:23

Ich muss immer wieder feststellen, dass gerade EDVler immer glauben, dass ihre Tätigkeit besonders wichtig und daher als besonders hoch einzuschätzen sei. In diesem Zusammenhang fühlen sie sich dann unterbezahlt. Insbesondere kann man dies bei Fachinformatikern feststellen, die glauben, dass ihre Tätigkeiten alle gründliche und umfassende Fachkenntnisse erfordern, wenn sie verschiedene Handlungsfelder haben und über Lösungsmöglichkeiten eigenständig nachdenken müssen. Dem ist aber nicht so.
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