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Vertretung

Beitragvon Maffay70 am 31.08.2017, 19:18

Ich wurde dazu verdonnert, eine längere Krankheitsvertretung zu übernehmen, von der ich nicht begeistert bin. Bin in die EG 8 eingruppiert, die Vertreterstelle EG 9a. Die Krankheit wird sich über 6-8 Wochen hinziehen, danach soll ich generell die Vertreterin sein. Habe ich eine Möglichkeit, diese abzulehnen und wenn nicht, welche EG steht mir während der mehrwöchigen Krankenvertretung zu und auch danach bei genereller Vertretung?
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Re: Vertretung

Beitragvon Spid am 31.08.2017, 19:21

Eine vorübergehende Übertragung einer höherwertigen Tätigkeit hat keinerlei Auswirkungen auf die Eingruppierung und ist grundsätzlich vom Direktionsrecht des AG gedeckt.
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Re: Vertretung

Beitragvon nadinini am 05.09.2017, 10:21

Also ablehnen sehe ich auch als schwierig an. Natürlich kann man immer das Gespräch suchen und auch erklären warum man es eigentlich nicht möchte. Aber wie Spid schon sagt, liegt es letzten Endes in der Entscheidung des Arbeitgebers.

Du verbleibst in der Entgeltgruppe. Sollte die Übertragung jedoch länger als einen Monat anhalten hast du gemäß §14 TVöD das Recht auf eine Zulage. Diese gibts dann auch Rückwirkend ab dem ersten Tag. Zumindest bei der vorübergehenden Übertragung von Höherwertigen Tätigkeiten.
§14(3)2 TVöD sagt für diesen Fall: "Für Beschäftigte, die in eine der Entgeltgruppen 1 bis 8 eingruppiert sind, beträgt die Zulage 4,5 v.H. des individuellen Tabellenentgelts der/des Beschäftigten"

Solltest du dann dauerhaft die Vertreterin werden, und diese Stelle ist als 9a bewertet, steht dir natürlich die 9a zu.
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Re: Vertretung

Beitragvon MartinMartin am 05.09.2017, 11:26

nadinini hat geschrieben:Solltest du dann dauerhaft die Vertreterin werden, und diese Stelle ist als 9a bewertet, steht dir natürlich die 9a zu.


Hi nadinini kannst du da bitte noch einmal genauer ausführen, ich bin da bisher noch unsicher ob meines Verständnisses.

Die Übertragung der Vertretung ist dann zwar dauerhaft, jedoch ist die Tätigkeit nicht dauerhaft. Wenn die Arbeit der Vertretung z. B. 30% der Tagesarbeitszeit ist (gemittelt über ein Zeitraum von z. B. einem Jahr) wäre es doch nicht höhergruppierungsrelevant, da der überwiegende Arbeitsanteil (70%) ja weiterhin die Tätigkeiten der Stufe 8 (?) sind.
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Re: Vertretung

Beitragvon Lars73 am 05.09.2017, 16:17

Tatsächlich muss man bewerten was die Stelle einschließlich Vertretung ergibt. Dabei muss man beachten, dass das Heraushebungsmerkmal von E8 zu E9a im allgemeinen Verwaltungsbereich nur einen Anstrieg von 33,3% zu 50% der erforderlichen selbstständige Leistungen.

Allerdings sind Zeiten für Abwesenheitsvertretungen meist nur wenige Prozente der Gesamtarbeitszeit. Auch werden nicht unbedingt alle Aufgaben vertreten.
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Re: Vertretung

Beitragvon nadinini am 11.09.2017, 09:28

@MartinMartin

oben wurde doch angegeben, dass die Vertreterstelle mit 9a bewertet ist. Sollte man also die Vertreterstelle übernehmen steht einem doch auch diese zu.
Soweit ich das sehe gehts ja nicht darum in Frage zu stellen ob die Vertreterstelle mit 9a richtig bewertet ist, sonder das der Fragesteller aktuell in der 8 eingruppiert ist und was sich aktuell daraus ergibt.
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