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Abordnung von Kommune zu Bund während der Elternzeit

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Abordnung von Kommune zu Bund während der Elternzeit

Beitragvon Erdbeermund am 12.09.2017, 12:20

Hallo!
Habe folgendes Anliegen:

Ich bin momentan noch bei meinem kommunalen AG bis April 2019 in Elternzeit.
Da mein Mann und ich aber seit Beginn meiner Elternzeit (seit 2010) aufgrund des Arbeitsortes vom Ehemann ca. 80km weiter südlich verzogen sind, versuchte ich hier mein Glück auf eine Stelle, da wir es finanziell wahrscheinlich nicht bis 2019 ohne zusätzliches Gehalt aushalten mit unseren Zukunftswünschen ;)

Eine Bundesbehörde hat mir somit eine befristete Stelle für 2 Jahre angeboten und bei meinem AG eine Abordnung beantragt.
Nach nun 3 Wochen habe ich mal nachgehakt.

Mein AG sagt inoffiziell, dass diese Abordnung schwierig wird, WEIL!:
-Wenn ich in der Zeit längerfristig krank werde, müsste ja mein (alter) AG das Entgelt fortzahlen und würde dies nicht vom Bund wiederbekommen.

Dazu habe ich aber nichts gefunden!?
In den "Bestimmungen für die Auszahlungen und den rechnungsmäßigen Nachweis der Besoldungen und Vergütungen bei Versetzung und Abordnung (Versetzung/Abordnung NachwBest)" steht lediglich, dass mein AG mir zwar das Gehalt - welches ich beim Bund erhalten würde - überweist, sich dieses aber i. d. R. vierteljährlich beim Bund wieder holt. Ganz grob umschrieben...

Von Entgelt-Fortzahlung im Krankheitsfall steht dort nichts. Ich verstehe das so, dass dann doch genauso mein AG diese Fortzahlung tätigt und sich auch diese beim Bund wiederholt.

Oder sehe ich das falsch?

Ich bin kurz davor zu sagen: Wissen sie was? Einen Auflösungsvertrag bitte! -.-
Nach der Ausbildung (mittl. Dienst als Beamte) war ich eh "nur" 5 Jahre angestellt. So viel würde ich im Worst Case nicht verlieren bis auf die 5 Jahre... oder!? Ich meine, falls ich nach den 2 Jahren wirklich komplett ohne da stehen würde?

Ich sag mal so: in 99,9% werde ich beim aktuellen AG nicht mehr einsteigen, da mir die Fahrerei zu teuer und/oder zu lang wird.
Sollte ich nach 2 Jahren ohne Anstellung raus kommen, bekämen wir das auch noch hin.
Ich finde es jetzt nur ärgerlich, dass mir gefühlt Steine in den Weg gestellt werden. Die o. g. Bestimmung sind ja auch nur "Empfehlungen". Die Kollegin vom Bund war auch verwundert, warum das jetzt so ein Problem darstellt, da die dort öfter Abordnungen auf Zeit machen und mein AG das wohl in den letzten Jahren nie bekommen hat.

LG
Erdbeermund
 
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Re: Abordnung von Kommune zu Bund während der Elternzeit

Beitragvon Kaiser80 am 12.09.2017, 13:07

Wird ein Beamter oder Angestellter einer Gemeinde usw. an eine Dienststelle der Bundesverwaltung abgeordnet, so sind die Auszahlung und der rechnungsmäßige Nachweis der Bezüge zwischen der Gemeinde usw. und der zuständigen Bundesdienststelle von Fall zu Fall zu regeln.
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Re: Abordnung von Kommune zu Bund während der Elternzeit

Beitragvon mathiasla am 12.09.2017, 13:25

Das Elterngeld wird vom Bund bereitgestellt und vom Land ausgezahlt, damit hat dein kommunaler Arbeitgeber nichts zu tun.
Willst du in der Elternzeit Teilzeit beim Bund arbeiten oder willst du dich am Ende ganz versetzen lassen?
Eigentlich brauchst du keine Abordnung, wenn man die Stelle beim Bund als Zuverdienst zum Elterngeld betrachtet.
Du könntest genauso gut Pizzen ausfahren in der Elternzeit.
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Re: Abordnung von Kommune zu Bund während der Elternzeit

Beitragvon Kaiser80 am 12.09.2017, 13:33

mathiasla hat geschrieben:Das Elterngeld wird vom Bund bereitgestellt und vom Land ausgezahlt, damit hat dein kommunaler Arbeitgeber nichts zu tun.
Willst du in der Elternzeit Teilzeit beim Bund arbeiten oder willst du dich am Ende ganz versetzen lassen?


Es ging der TE um die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall und den Zuschuss nach §23(?? oder 22) TVÖD und nicht ums Elterngeld. Mit Elterngeld hat mal per se kein AG etwas zu tun.

M.e. ist die Entgeltfortzahlung ein "Bezug", ebenso der Krankengeldzuschuss. Die Erstattungsregelungen sind im Einzelfall zwischen den "Behörden" zu regeln. I.d.R. erfolgt der Abrechnung aber 1:1.

Ich wurde aus der SV-Schiderung aber auch nicht schlau, ob es den um eine tarifliche Beschäftigung oder um ein Beamtenverhältnis ging... Aber dann wäre ja die Frage überflüssig
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Re: Abordnung von Kommune zu Bund während der Elternzeit

Beitragvon mathiasla am 12.09.2017, 13:57

das Problem stellt sich doch gar nicht, der TE ist in der Elternzeit er bekommt Elterngelt und erarbeitet sich einen Zuverdienst.

Die Frage wäre doch eher, ob der Zuverdienstarbeitgeber Lohnfortzahlung im Krankheitsfall leisten muss.

Das die Stelle nun eine Bundesstelle ist, ist unerheblich. Wie gesagt, würde der TE Pizza ausfahren, wäre das Problem doch das Gleiche.

Nur das beim Pizzadienst Niemand über eine Abordnung nachdenkt, meines Erachtens braucht man im vorliegenden Fall keine Abordnung.
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Re: Abordnung von Kommune zu Bund während der Elternzeit

Beitragvon Kaiser80 am 12.09.2017, 14:07

mathiasla hat geschrieben:das Problem stellt sich doch gar nicht, der TE ist in der Elternzeit er bekommt Elterngelt und erarbeitet sich einen Zuverdienst.

Die Frage wäre doch eher, ob der Zuverdienstarbeitgeber Lohnfortzahlung im Krankheitsfall leisten muss.

Das die Stelle nun eine Bundesstelle ist, ist unerheblich. Wie gesagt, würde der TE Pizza ausfahren, wäre das Problem doch das Gleiche.

Nur das beim Pizzadienst Niemand über eine Abordnung nachdenkt, meines Erachtens braucht man im vorliegenden Fall keine Abordnung.


Die Abordnung soll ja das Ziel der Versetzung haben und ist ja von der TE und der Bundesbehörde gewollt.

Deshalb geht dein Beispiel mim Pizzadienst am Problem der TE vorbei, selbst wenn es ja stimmt.
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Re: Abordnung von Kommune zu Bund während der Elternzeit

Beitragvon mathiasla am 12.09.2017, 14:58

Von Abordnung mit dem Ziel der Versetzung steht beim TE aber Nichts, ggf. müsste sich Erdbeermund dazu nochmal äußern.
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Re: Abordnung von Kommune zu Bund während der Elternzeit

Beitragvon Erdbeermund am 18.09.2017, 10:24

So, auch mal wieder am PC x-D

Richtig: Es geht überhaupt erstmal gar nicht um Versetzung (und schon mal gar nicht um Elterngeld ;-) ). Es geht vorerst um eine Abordnung (auf Zeit).
Die Frage war nur, dass mein (aktueller) AG (die Kommune) sich "Sorgen" darum macht, dass sie zahlen müsste, wenn ich länger krank werden würde und nicht die abordnende Stelle (Bund).
Ich denke, die wissen das selbst nicht so genau, denn so wie ich es raus gehört habe, hat mein AG schon ewig keinen Abordnungs-Antrag erhalten....

Nunja, grundsätzlich habt ihr Recht bzgl. Zuverdienst. Das wäre natürlich auch eine Möglichkeit!? Und dafür brauche ich dann keine Abordnung? Würde dann die Bundesbehörde einen Teilzeitvertrag machen!? Hm..

Heute sind die Kollegen bei der Bundesbehörde leider nicht da. Erst am Donnerstag wieder.
Ich werde dann noch einmal nachfragen.

Danke erstmal für Eure Gedanken zu dem Thema.
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Re: Abordnung von Kommune zu Bund während der Elternzeit

Beitragvon Lars73 am 18.09.2017, 10:38

"Das wäre natürlich auch eine Möglichkeit!?"
M.E. wäre dies eine nahliegende Möglichkeit.

"Und dafür brauche ich dann keine Abordnung?"
Nein, dafür wäre keine Abordnung erforderlich.

"Würde dann die Bundesbehörde einen Teilzeitvertrag machen!?"
Grundsätzlich spricht nichts dagegen. M.E. wäre der Aufwand sogar geringer für die Behörde.
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Re: Abordnung von Kommune zu Bund während der Elternzeit

Beitragvon Erdbeermund am 25.09.2017, 09:23

So... jetzt ist das Faß übergelaufen.
Eine Abordnung wird von meinem AG nicht akzeptiert, aus genannten Gründen.

Eine Teilzeitbeschäftigung kommt für die Bundesbehörde in dem Fall nicht in Frage (ehrlich gesagt hab ich den Grund vergessen - fällt mir bestimmt wieder ein).
Ich gehe jetzt auf volles Risiko, weil ich keine Lust mehr auf den Quatsch bei meinem AG habe. Zumal ich selbst nach der Elternzeit dort eben wohl nicht mehr hingegangen wäre. Einfach wegen der Entfernung etc.

Meine Absicht - und das ist mit beiden Seiten erstmal schon abgesprochen - ist jetzt ein Auflösungsvertrag zum 31.10., damit ich zum 1.11. dann bei der Bundesbehörde anfangen kann. (Ja ich weiss, was ist in 2 Jahren, wenn ... - das Risiko gehe ich ein)

Nun meint die Kommune, dass ich diesen Auflösungsvertrag mit einem Zweizeiler beantragen soll und dies dem Personalrat wiederum vorgelegt wird bei der nächsten Sitzung.
Die BuBehörde meinte, dazu wäre der Personalrat gar nicht verpflichtet und das wäre ja ein Wunsch meinerseits.
Ich frage beim PRat nochmal nach und hoffe, dass jetzt alles richtig über die Bühne läuft.
Ich habe nur echt keinen Nerv mehr...
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