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Fahrer von selbstfahrenden Arbeitsmaschinen

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Fahrer von selbstfahrenden Arbeitsmaschinen

Beitragvon Williwillswissen am 10.10.2017, 20:55

Hallo zusammen,
selbst nachdem ich in diesem Forum nun schon fast jeden Thread zum Thema EGO durchgelesen und versucht zu verstehen habe, bin ich mir nicht sicher, ob sich in meinem Fall der "Antrag auf Höhergruppierung nach § 29b Abs. 1 TVÜ-VKA" rechnet?

Hier die Informationen:

- gelernter KFZ-Schlosser mit 3 1/2 Jahren Ausbildung
- seit 1997 beim Städtischen Bauhof einer Stadt in NRW
- 2001 als Kraftfahrer Eingruppiert von E4 nach 4 Jahren in die E5
- 2004 wurde eine Stelle als Kehrmaschinenfahrer frei und mit mir besetzt
- heutiger Stand ist E5 Stufe 6 (Stufenaufstieg war vor 1 oder 2 Jahren)
- neben der Kehrtätigkeit wird zusätzlich Winterdienst auf verschiedenen Arbeitsmaschinen ausgeführt

liebe Grüße und Danke im Voraus
Williwillswissen
 
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Re: Fahrer von selbstfahrenden Arbeitsmaschinen

Beitragvon Spid am 10.10.2017, 21:21

Ich denke nicht, daß ein Antrag nach §29b TVÜ-VKA hier überhaupt gestellt werden kann.
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Re: Fahrer von selbstfahrenden Arbeitsmaschinen

Beitragvon Williwillswissen am 10.10.2017, 21:39

Hallo Spid,

nachdem ich die meisten Antworten deinerseits auf ähnliche Fragen gelesen habe, macht es micht stutzig das du "denkst" es sei nicht Möglich. Das du nicht "weis" schreibst lässt mich doch ein wenig hoffen ;)

Übrigens in der EGO des TvÖD-NRW findet sich bei EG7 abschnitt b folgendes:

.
.
2. Fahrer von selbstfahrenden Arbeitsmaschinen, die diese auch bedienen und die auf verschiedenen Arbeitsmaschinen regelmäßig wechselnd eingesetzt werden (multifunktionaler Einsatz).
.
.
Williwillswissen
 
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Re: Fahrer von selbstfahrenden Arbeitsmaschinen

Beitragvon Spid am 10.10.2017, 22:49

Dazu fehlt es ausweislich der Sachverhaltsschilderung sowohl am regelmäßig wechselnden Einsatz auf verschiedenen Arbeitsmaschinen, da ein solcher nur im Winterdienst stattfindet und somit weniger als die Hälfte der auszuübenden Tätigkeit ausmacht, als auch am Einsatz im erlernten oder verwandten Beruf, der in Abschnitt b) zur E7 im Eingruppierungsverzeichnis TVÖD NRW ausdrücklich gefordert ist.
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Re: Fahrer von selbstfahrenden Arbeitsmaschinen

Beitragvon Williwillswissen am 10.10.2017, 23:12

Die Berufserfahrung beträgt ca. 13 Jahre. (da gab es doch mal was wegen Berufsanerkennung nach Jahren der gleichen Tätigkeit)

Unter EG6 welches Bestandteil von EG7 ist, ist noch folgendes zu lesen:

", sowie Beschäftigte mit einer der Tätigkeit eines solchen Beschäftigten gleichwertigen Tätigkeit."


Auch stellt sich mir die Frage welche Lehrberufe denn dort "Abschnitt b) zur E7 im Eingruppierungsverzeichnis TVÖD NRW" gefordert sein könnten? Ich kenne den Beruf des Kehrmaschinenfahrers als Lehrberuf nicht.

Woraus schließt sich deine Aussage daß die "regelmäßig wechselnde Tätigkeit" aus mind. 50% der Tätigkeit bestehen muss?

Und danke :), für deine Mühe, auch wenn es am Ende für mich negativ ausgehen könnte.
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Re: Fahrer von selbstfahrenden Arbeitsmaschinen

Beitragvon Spid am 11.10.2017, 06:33

Williwillswissen hat geschrieben:Die Berufserfahrung beträgt ca. 13 Jahre. (da gab es doch mal was wegen Berufsanerkennung nach Jahren der gleichen Tätigkeit)


Nein.

Unter EG6 welches Bestandteil von EG7 ist, ist noch folgendes zu lesen:

", sowie Beschäftigte mit einer der Tätigkeit eines solchen Beschäftigten gleichwertigen Tätigkeit."


Ausweislich Vorbemerkung Nr. 3 des Eingruppierungsverzeichnisses handelt es sich bei den fett gedruckten Überschriften um allg. Tätigkeitsmerkmale, auf die eine Eingruppierung gestützt werden kann. Diese allg. Tätigkeitsmerkmale bauen aufeinander auf, die Verzeichnistätigkeiten hingegen nicht. Die einzelnen Abschnitte sind jeweils geschlossene Gebilde.

Auch stellt sich mir die Frage welche Lehrberufe denn dort "Abschnitt b) zur E7 im Eingruppierungsverzeichnis TVÖD NRW" gefordert sein könnten? Ich kenne den Beruf des Kehrmaschinenfahrers als Lehrberuf nicht.


Gärtner oder Straßenbauer, die in ihrem erlernten Beruf selbstfahrende Arbeitsmaschinen fahren; Berufskraftfahrer

Woraus schließt sich deine Aussage daß die "regelmäßig wechselnde Tätigkeit" aus mind. 50% der Tätigkeit bestehen muss?


Vorbemerkung 1 zum Eingruppierungsverzeichnis
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Re: Fahrer von selbstfahrenden Arbeitsmaschinen

Beitragvon Miau! am 11.10.2017, 06:37

Williwillswissen hat geschrieben:Das du nicht "weis" schreibst lässt mich doch ein wenig hoffen ;)

Das liegt auch daran, dass Spid weiß, dass "weiß" nach alter und neuer Regelung "weiß" geschrieben wird.
Von meinem Desktop-PC gesendet.
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Re: Fahrer von selbstfahrenden Arbeitsmaschinen

Beitragvon Williwillswissen am 11.10.2017, 16:53

Miau! hat geschrieben:
Williwillswissen hat geschrieben:Das du nicht "weis" schreibst lässt mich doch ein wenig hoffen ;)

Das liegt auch daran, dass Spid weiß, dass "weiß" nach alter und neuer Regelung "weiß" geschrieben wird.


Somit steht ja dann wohl fest das ich mit EG5 zu hoch Eingruppiert bin, mein Wissen reicht einfach nicht für eine höhere Gruppierung aus...
das Schicksal eines "einfachen Arbeiters" in einer nordrheinwestfälischen Kommune.

Nichts für ungut Miau!
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Re: Fahrer von selbstfahrenden Arbeitsmaschinen

Beitragvon Williwillswissen am 11.10.2017, 17:28

So wie ich Spid verstanden habe besteht also keine Möglichkeit durch "Antrag auf Höhergruppierung nach § 29b Abs. 1 TVÜ-VKA" in die E7 zu kommen, zumindest nicht mit den von mir gegebenen Informationen.

Spid du schreibst:
"Vorbemerkung 1 zum Eingruppierungsverzeichnis"
Wie müsste eine Solche Tätigkeit dann aussehen und gibt es diese als Beispiel?
Ein 50%+50% Job wird es doch wohl nicht zwingend sein um den Erfordernissen der Anforderung "regelmäßig wechselnd" zu entsprechen?

Alternativ, wie sieht es denn mit einem Antrag nach EG6 aus?
Williwillswissen
 
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Re: Fahrer von selbstfahrenden Arbeitsmaschinen

Beitragvon Spid am 11.10.2017, 17:58

Williwillswissen hat geschrieben:So wie ich Spid verstanden habe besteht also keine Möglichkeit durch "Antrag auf Höhergruppierung nach § 29b Abs. 1 TVÜ-VKA" in die E7 zu kommen, zumindest nicht mit den von mir gegebenen Informationen.

Spid du schreibst:
"Vorbemerkung 1 zum Eingruppierungsverzeichnis"
Wie müsste eine Solche Tätigkeit dann aussehen und gibt es diese als Beispiel?
Ein 50%+50% Job wird es doch wohl nicht zwingend sein um den Erfordernissen der Anforderung "regelmäßig wechselnd" zu entsprechen?


Du mißverstehst das wohl. Du hast angegeben, daß Du Winterdienst auf verschiedenen Arbeitsmaschinen auszuführen hast. Diese Tätigkeit dürfte - da maximal in 3-4 Monaten im Jahr zu leisten - wohl kaum mindestens die Hälfte der auszuübenden Tätigkeit ausmachen. Bei der mutmaßlichen Haupttätigkeit fehlt der Hinweis auf wechselnde Arbeitsmaschinen. Mithin ist aufgrund des Hälftigkeitsgrundsatzes das inrede stehende Tätigkeitsmerkmal nicht erfüllt.

Alternativ, wie sieht es denn mit einem Antrag nach EG6 aus?


Ich sehe keines der Tätigkeitsmerkmale der E6 erfüllt. Ich halte Dich in E5 für entsprechend Deiner auszuübenden Tätigkeit eingruppiert.

Ein Antrag nach §29b TVÜ-VKA braucht übrigens weder eine Begründung noch die Angabe einer Zielentgeltgruppe. Da - sofern Du in der Sachverhaltsschilderung keine Zulagen oder sonstige Zahlungen unterschlagen hast - bei einer Höhergruppierung keinesfalls finanzielle Nachteile zu erwarten sind, solltest Du Dir aber durchaus überlegen, den Antrag dennoch zu stellen, auch wenn dies nach den tatsächlichen Umständen nicht möglich ist. Kommunale AG sind nicht gerade dafür bekannt, tarifliche Eingruppierungsregelungen richtig anzuwenden. Auch wenn der Antrag nicht in eine höhere Entgeltgruppe führt, wird der AG diesen möglicherweise zum Anlass nehmen, über Deine Eingruppierung zu Deinen Gunsten zu irren.
Spid
 
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