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Antrag auf Höhergruppierung ein taktischer Fehler?

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Antrag auf Höhergruppierung ein taktischer Fehler?

Beitragvon marcelwigald am 11.10.2017, 17:50

Guten Tag zusammen,
ich bin momentan bei einer Kommune in Bayern in EG10 Erfahrungsstufe 4 beschäftigt. Am 15.06.2017 würde ich in die Erfahrungsstufe 5 kommen. Jetzt wurde mir der Wechsel auf eine neu geschaffene Stelle angeboten, die zwar zunächst in EG10 ausgeschrieben wurde, zu der aber noch keine Stellenbewertung vorliegt. Diese Stelle hat laut meinem Chef eine Chance in EG11 eingruppiert zu werden.

Meine Frage lautet folgendermaßen: Angenommen ich trete die neue Stelle zum 01.11.17 an und die Stelle wird VOR meinem Wechsel zu Erfahrungsstufe 5 am 15.06.2017 erstmalig bewertet und in EG11 eingruppiert, komme ich dann in EG11 Erfahrungsstufe 5 oder zählt das Datum des Stellenbewertungsantrags und ich komme in EG11 Erfahrungsstufe 4 und muss erneut 4 Jahre in dieser Stufe bleiben, bevor ich in Erfahrungsstufe 5 komme?

In diesem Falle wäre eine zu frühe Stellenbewertung mit Höhergruppierung ja schädlich für mich, denn 5 Jahre EG10 Erfahrungsstufe 5 wäre ja mehr Geld als 4 Jahre EG11 Erfahrungsstufe 4 + 1 Jahr EG11 Erfahrungsstufe 5. Das rechnet sich dann erst nach 6 oder 7 Jahren.

Danke für eure Hilfe.

Grüße
Marcel
marcelwigald
 
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Re: Antrag auf Höhergruppierung ein taktischer Fehler?

Beitragvon Lars73 am 11.10.2017, 17:54

Ist der 15.06.2018 gemeint?
Grundsätzlich kommt es auf die wirksamme Übertragung der Tätigkeit an. Selbst wenn die Bewertung erst später abgeschlossen ist. Eine Verzögerung der Bewertung nutzt nichts. Ggf. müsste man sich mit dem Arbeitgeber darauf einigen, dass die Aufgaben erst zum 16.06.2018 wirksam übertragen werden oder ggf. bis dahin vorrübergehend übertragen werden.

Wenn die Höhergruppierung vor dem Stufenaufstieg erfolgt hätte es die von dir beschriebende Folge.
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Re: Antrag auf Höhergruppierung ein taktischer Fehler?

Beitragvon Spid am 11.10.2017, 18:05

TB sind grundsätzlich entsprechend ihrer auszuübenden Tätigkeit eingruppiert, bei einer Tätigkeitsänderung nach dem 31.12.2016 ist ein Antrag dazu weder vorgesehen noch erforderlich - und beeinflusst auch in keinster Weise den Zeitpunkt der Eingruppierung. Auch der Zeitpunkt, zu dem der AG sich seine Rechtsmeinung zur Eingruppierung gebildet hat, ist dafür unbeachtlich.
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Re: Antrag auf Höhergruppierung ein taktischer Fehler?

Beitragvon marcelwigald am 11.10.2017, 18:12

Lars73 hat geschrieben:Ist der 15.06.2018 gemeint?
Grundsätzlich kommt es auf die wirksamme Übertragung der Tätigkeit an. Selbst wenn die Bewertung erst später abgeschlossen ist. Eine Verzögerung der Bewertung nutzt nichts. Ggf. müsste man sich mit dem Arbeitgeber darauf einigen, dass die Aufgaben erst zum 16.06.2018 wirksam übertragen werden oder ggf. bis dahin vorrübergehend übertragen werden.

Wenn die Höhergruppierung vor dem Stufenaufstieg erfolgt hätte es die von dir beschriebende Folge.


Ja der 15.06.2018 meinte ich, sorry. Ok, dann sollte ich das auf jeden Fall vereinbaren, sonst schade ich mir selbst, bzw. mein Dienstherr mir. Danke für die Hilfe.
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Re: Antrag auf Höhergruppierung ein taktischer Fehler?

Beitragvon marcelwigald am 11.10.2017, 18:14

Spid hat geschrieben:TB sind grundsätzlich entsprechend ihrer auszuübenden Tätigkeit eingruppiert, bei einer Tätigkeitsänderung nach dem 31.12.2016 ist ein Antrag dazu weder vorgesehen noch erforderlich - und beeinflusst auch in keinster Weise den Zeitpunkt der Eingruppierung. Auch der Zeitpunkt, zu dem der AG sich seine Rechtsmeinung zur Eingruppierung gebildet hat, ist dafür unbeachtlich.


D.h. es kann nie eine Höhergruppierung dieser Stelle geben, es sei denn, es ändert sich etwas an den Tätigkeitsmerkmalen? Dann hätte mich mein Dienstherr ja mit der Aussicht auf eine spätere EG11 Eingruppierung hinters Licht geführt?
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Re: Antrag auf Höhergruppierung ein taktischer Fehler?

Beitragvon Spid am 11.10.2017, 18:19

Stellen werden nicht höhergruppiert, TB sind es, wenn ihre auszuübende Tätigkeit die Tätigkeitsmerkmale einer höheren Entgeltgruppe erfüllt. Sofern Du einen Dienstherrn hast, bist Du im falschen Unterforum. Es ist durchaus möglich, daß der AG hinsichtlich der Eingruppierung irrt. Ein solcher Irrtum wäre für die Eingruppierung aber unbeachtlich.
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Re: Antrag auf Höhergruppierung ein taktischer Fehler?

Beitragvon marcelwigald am 11.10.2017, 19:14

Lars73 hat geschrieben:Grundsätzlich kommt es auf die wirksamme Übertragung der Tätigkeit an. Selbst wenn die Bewertung erst später abgeschlossen ist. Eine Verzögerung der Bewertung nutzt nichts. Ggf. müsste man sich mit dem Arbeitgeber darauf einigen, dass die Aufgaben erst zum 16.06.2018 wirksam übertragen werden oder ggf. bis dahin vorrübergehend übertragen werden.


Nochmal eine kurze Frage dazu:
Das heisst, dass wenn ich die Stelle zum 01.11.2017 annehmen sollte wo ich mich in Stufe 4 befinde, und man dann plötzlich 2019 feststellt, dass die Tätigkeitsmerkmale eigentlich EG11 entsprechen, ich trotzdem in EG11 Stufe 4 lande, obwohl ich 2019 schon 1 Jahr Stufe 5 habe, mir diese Tätigkeiten aber 2017 übertragen wurden, wo ich noch in Stufe 4 war?
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Re: Antrag auf Höhergruppierung ein taktischer Fehler?

Beitragvon Spid am 11.10.2017, 19:32

Du wärest dann nie in Stufe 5 gewesen, da TB entsprechend ihrer auszuübenden Tätigkeit eingruppiert sind und nicht durch den AG eingruppiert werden.
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Re: Antrag auf Höhergruppierung ein taktischer Fehler?

Beitragvon Dailysteeple am 12.10.2017, 14:51

Stehe vor einem ähnlichen Problem. Ich komme im März in eine höhere Stufe. Unser Arbeitgeber behandelt das aber anders. Entscheidend ist das Datum des Antrags auf Stellenbewertung. Wenn ich also vor März keinen Antrag stelle besteht auch nicht die Gefahr, davor höhergruppiert zu werden und die Stufe zu verlieren. Andererseits kann allerdings der Arbeitgeber auch die Stelle durch die Kommission bewerten lassen. Dann stehst du dumm da.
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Re: Antrag auf Höhergruppierung ein taktischer Fehler?

Beitragvon Spid am 12.10.2017, 14:56

Bullshit.
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