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Frage zu Eingruppierung mit Vertreterzulage §14

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TVöD Sozial- und Erziehungsdienst

Frage zu Eingruppierung mit Vertreterzulage §14

Beitragvon questionmark am 12.11.2017, 14:35

Guten Tag!
Ich habe eine Frage zu meiner Eingruppierung, bei der ich mir hier Hilfe erhoffe.
Seit 2012 bin ich im Gesundheitsamt als Sachgebietsleiterin Hygiene/Umweltmedizin tätig. Ich habe ein abgeschlossenes Studium als Diplom-Biologin (Hauptfach Mikrobiologie) und zusätzlich bin ich Dipl.-Ing. (FH) für Umwelttechnik und Recycling. Die Stelle war als Facharztstelle ausgeschrieben, aber bereits in der Ausschreibung stand: "bei Eignung auch Biologen" und in meiner Stellenbeschreibung steht unter erforderlicher Quali "abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (z. B. Medizin mit Facharzt Hygiene und Umweltmedizin (...); Biologie mit Schwerpunkt Mikrobiologie".
Eingruppiert wurde ich nach altem TVöD mit einer E9, mit der Begründung, ja keine Ärztin zu sein. Ich wurde dann als "Gesundheitsaufseher, der dauerhaft mehr als 5 andere Gesundheitsaufseher unter sich hat" bewertet. Mein Antrag auf tarifgerechte Eingruppierung wurde abgelehnt. 2014 "drohte" ich (da ich ein anderes Angebot hatte) mit Kündigung. Nach langen Verhandlungen erhielt ich dann die E11 (ohne Erklärung, wie das nun begründet wird) mit einer übertariflichen Zulage zur E13. Damit war und bin ich finanziell auch zufrieden. Auf meinen Lohnzetteln erscheint die Zulage als "Vertreterzulage nach §14". Mich beschäftigt nun, dass ich, sollte ich mal eine Stelle mit einer E13 erhalten, die Zeit nicht als Erfahrung anerkannt bekäme, da ich ja offiziell nur die E11 habe und außerdem empfinde ich es immer noch ein bisschen unfair, da ich ja die höherwertige Tätigkeit keineswegs vertretungsweise ausübe, sondern dauerhaft und dies auch gut und kompetent. Zudem bin ich der Meinung, dass ich spätestens nach neuem TVöD nicht "hilfsweise" als Gesundheitsaufseher oder sonstwie eingruppiert werden dürfte/müsste, sondern nach allgemeinem Teil und hier mit wissenschaftlichem Hochschulstudium mindestens die E13 ganz offiziell bekommen müsste.
Sehr Ihr das auch so oder bin ich auf dem Holzweg? Fehlen noch Informationen? Ich überlege, einen erneuten Antrag zu stellen, möchte aber auch nicht undankbar erscheinen bzw. umsonst Staub aufwirbeln.
Danke vielmals schon im Voraus für Eure Sicht auf diesen Fall!!!
Viele Grüße vom Fragezeichen
questionmark
 
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Registriert: 12.11.2017, 14:06

Re: Frage zu Eingruppierung mit Vertreterzulage §14

Beitragvon Spid am 12.11.2017, 15:09

Der erreichte Abschluß ist und war kein hinreichendes Kriterium für die Eingruppierung. Maßgeblich ist in erster Linie die nicht nur vorübergehend auszuübende Tätigkeit. TB sind und waren grundsätzlich entsprechend ihrer auszuübenden Tätigkeit eingruppiert, war oder ist in einem Tätigkeitsmerkmal eine Voraussetzung in der Person genannt, führt und führte dies bei Nichterfüllung in die Eingruppierung in die nächstniedrigere Entgeltgruppe. Eine Zulage nach §14 TVÖD kommt nur bei einer vorübergehenden Übertragung einer auszuübenden Tätigkeit infrage.
Spid
 
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