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E9a Selbstständige Leistungen vs. Techniker

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Re: E9a Selbstständige Leistungen vs. Techniker

Beitragvon M.R.M am 13.11.2017, 19:33

atatat hat geschrieben:
M.R.M hat geschrieben:1. siehe Antwort an Spid
2. Ein rechtmäßiger Antrag nach §29 führt doch maximal in die nächsthöhere EG, andere
Fallkonstellationen sind mir noch nicht bekannt.
3. Davon (Irrtum) muss ich ausgehen wenn es um 2 oder 3 EG hochgeht bei gleicher
unveränderter Tätigkeit.

Oder?

zu 2.) ja? warum?


weil du hier folgendes geantwortet hast:

atatat hat geschrieben:
M.R.M hat geschrieben:M.R.M hat geschrieben:
2.In welchem Fall ist ein Antrag von EG6 auf EG8/EG9a zu stellen bei unveränderter Tätigkeit?
Immer wenn die neue EGO zu einer höheren EG führt als die in die man übergeleitet wurde.
M.R.M
 
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Re: E9a Selbstständige Leistungen vs. Techniker

Beitragvon Spid am 13.11.2017, 19:37

Ein Antrag nach §29b TVÜ-VKA kann nur in eine höhere Entgeltgruppe führen, das muß aber nicht zwangsläufig die nächsthöhere Entgeltgruppe sein.
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Re: E9a Selbstständige Leistungen vs. Techniker

Beitragvon M.R.M am 13.11.2017, 20:14

Wir sind schon ein gutes Stück weiter, Danke schon mal dafür!

Doch hab ich noch abschließende Fragen:
Wenn die Ausbildungs- und Prüfungspflicht besteht, hätte die geforderte Ausbildung dann nicht auch als Anforderung in der Stellenausschreibung stehen müssen?
Wenn der MA die in der Stellenausschreibung geforderte Ausbildung, z.B. technische Handwerksausbildung, vorweisen kann, ist dann die Anforderung in Person nicht erfüllt?
Kann man sich dann noch auf die fehlende Verw. Ausbildung berufen, gerade wenn der MA im sonstigen Innen- und Außendienst tätig ist?
Wenn ja, muss dem MA die Möglichkeit zum Nachholen der Verw.Prüfung gegeben werden?
Fällt das nicht unter der allgemeinen Auffangfunktion?
Und zum Schluss: Ist ein Fachwirt-Abschluss im eingesetzten Tätigkeitsbereich nicht als gleichwertig anzuerkennen?(In diesem Falle Fachwirt für Gebäudemanagement beim Einsatz im Gebäudemanagement)

Ist viel verlangt, aber ich bin guter Dinge das ich hier die richtigen Antworten bekomme.

Danke im voraus!!
M.R.M
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Re: E9a Selbstständige Leistungen vs. Techniker

Beitragvon M.R.M am 13.11.2017, 20:28

Spid hat geschrieben:Ein Antrag nach §29b TVÜ-VKA kann nur in eine höhere Entgeltgruppe führen, das muß aber nicht zwangsläufig die nächsthöhere Entgeltgruppe sein.


Wie gesagt, ich kann aktuell keine Fallkonstellation bilden, die einen korrekt eingruppierten MA von EG6 auf EG8 oder gar EG9a/b/c gebracht hätte. Aber wäre mal interessant so eine Konstellation aufgezeigt zu bekommen.
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Re: E9a Selbstständige Leistungen vs. Techniker

Beitragvon Spid am 13.11.2017, 20:47

Jede Fallkonstellation, bei der vorher die Ausbildungs- und Prüfungspflicht galt, nun aber nicht mehr; Vermessungstechniker, Laboranten, Zeichner, Bauaufseher, techn. Assistenten... da kann es durch die EGO zu Verbesserungen von mehr als einer Entgeltgruppe kommen.
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Re: E9a Selbstständige Leistungen vs. Techniker

Beitragvon Spid am 13.11.2017, 20:56

M.R.M hat geschrieben:Wir sind schon ein gutes Stück weiter, Danke schon mal dafür!

Doch hab ich noch abschließende Fragen:
Wenn die Ausbildungs- und Prüfungspflicht besteht, hätte die geforderte Ausbildung dann nicht auch als Anforderung in der Stellenausschreibung stehen müssen?
Wenn der MA die in der Stellenausschreibung geforderte Ausbildung, z.B. technische Handwerksausbildung, vorweisen kann, ist dann die Anforderung in Person nicht erfüllt?
Kann man sich dann noch auf die fehlende Verw. Ausbildung berufen, gerade wenn der MA im sonstigen Innen- und Außendienst tätig ist?
Wenn ja, muss dem MA die Möglichkeit zum Nachholen der Verw.Prüfung gegeben werden?
Fällt das nicht unter der allgemeinen Auffangfunktion?
Und zum Schluss: Ist ein Fachwirt-Abschluss im eingesetzten Tätigkeitsbereich nicht als gleichwertig anzuerkennen?(In diesem Falle Fachwirt für Gebäudemanagement beim Einsatz im Gebäudemanagement)

Ist viel verlangt, aber ich bin guter Dinge das ich hier die richtigen Antworten bekomme.

Danke im voraus!!
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Die Stellenausschreibung ist völlig unbeachtlich. Die Ausbildungs- und Prüfungspflicht gilt doch gerade auch für den sonstigen Innendienst und Außendienst. Wenn er seinen Handwerksberuf ausübt, würde er damit nicht der Ausbildungs- und Prüfungspflicht unterliegen. Dann wäre er aber nach Teil A Abschnitt I Ziff. 2 eingruppiert, was nicht mit dem
festgestellten Tätigkeitsmerkmal zusammenpasst. Dem TB ist alsbald Gelegenheit zur Ablegung der Prüfung zu geben, ab dem Ersten des vierten Monats nach Beginn der maßgeblichen Tätigkeit ist eine Zulage zu zahlen. Ein Fachwirt ist eine Weiterbildung und keine dreijährige Berufsausbildung.
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Re: E9a Selbstständige Leistungen vs. Techniker

Beitragvon M.R.M am 13.11.2017, 22:42

Danke für die knackige Antwort. Ja das wurde auch vorgeschlagen, worauf man auf den Techniker aufsprang.

Ist natürlich in Bezug auf die Tätigkeiten im Gebäudemanagement die Frage warum die
Verw.-Ausbildung mehr Sinn wie die Fachwirt Ausbildung macht, wenn nicht einmal 20 % entsprechende Tätigkeiten sind. Wenn der Arbeitgeber die Karte spezielle Kenntnisse in einem Fachgebiet akzeptieren würde, wäre es für alle Beteiligten in diesem Fall sicher einfacher.
Aber in diesem Fall friert die Hölle wohl eher zu..
Denke der MA kommt um eine Klage letztlich nicht vorbei, und geht zum AL1.
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Re: E9a Selbstständige Leistungen vs. Techniker

Beitragvon Spid am 14.11.2017, 08:39

Der Ausnahmetatbestand nach Vorbemerkung Nr. 7 Abs. 5 lit. c) wird wohl kaum erfüllt sein. Es muß sich dabei um sehr spezielle Fachkenntnisse in einem Fachgebiet handeln in einer Tätigkeit, die nicht üblicherweise in Kommunen zu finden ist. Das sehe ich durchs Gebäudemanagement nun eher nicht gegeben.
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Re: E9a Selbstständige Leistungen vs. Techniker

Beitragvon M.R.M am 14.11.2017, 10:41

Wie wäre in dem Fall das der MA den AL1 nachholen würde die Zulagehöhe sein?
Da die A-u.PPflicht seit dem 01.01.17 besteht nach dem 4 Monat stufengleich?
M.R.M
 
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Re: E9a Selbstständige Leistungen vs. Techniker

Beitragvon Spid am 14.11.2017, 10:49

Die Zulage ist beidseitig dynamisiert. Das Zieltabellenentgelt hebt dabei zunächst auf den Ersten des vierten Monats nach Beginn der maßgeblichen Tätigkeit ab und wird von diesem Zeitpunkt ab berechnet.
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