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Kündigungsfrist - Beschäftigungszeit

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Kündigungsfrist - Beschäftigungszeit

Beitragvon Krafti17 am 04.01.2018, 17:36

Hallo,

ich benötige eine Antwort von jemanden, der sich in Sachen Kündigungsfrist gut auskennt und auf deren Antwort ich mich verlassen kann.

Ich habe im August 2011 meine Ausbildung zum Fachangestellten für Bürokommunikation in einer Kommunalverwaltung begonnen und im Jahr 2014 abgeschlossen.
Direkt im Anschluss bin ich in ein befristetes Arbeitsverhältnis übernommen worden und arbeite dort immer noch.

Nun möchte ich demnächst kündigen.
Der Knackpunkt könnte der befristete Vertrag sein. Diese habe ja Fristen, die für mich als derjenige, der kündigen will, schlechter sind als bei unbefristeten.
Die Kündigungsfrist beträgt demnach also nach dem TVÖD bei einer Beschäftigungszeit
mehr als 2 Jahre 3 Monate zum Quartalsende
mehr als 3 Jahre 4 Monate zum Quartalsende

Frage 1: Zählt meine Ausbildung zur Beschäftigungszeit?
Frage 2: Gibt es eine Möglichkeit, früher aus meinem Vertrag zu kommen?
Ich gehe fest davon aus, dass mein AG das beste für sich selbst rausholt, sprich mich nicht vorzeitig gehen lässt..

Ich bitte um fachliche Beratung.
Wenn ich nicht rechtzeitig herauskomme, wird mein geplanter Werdegang (Neue Ausbildung/Uni) zum echten Problem.

Danke für eure Hinweise/Tipps im Voraus.
Krafti17
 
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Re: Kündigungsfrist - Beschäftigungszeit

Beitragvon Spid am 04.01.2018, 17:52

Die Ausbildungszeit zählt nicht zur Beschäftigungszeit.
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Re: Kündigungsfrist - Beschäftigungszeit

Beitragvon Krafti17 am 04.01.2018, 18:01

Das bedeutet, meine Beschäftigungszeit beträgt trotzdem mehr als drei Jahre. Sprich 4 Monate zum Quartalsende?
Krafti17
 
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Re: Kündigungsfrist - Beschäftigungszeit

Beitragvon Brownyy am 04.01.2018, 18:10

Es besteht die Möglichkeit eines Auflösungsvertrages. Wenn dein Arbeitgeber mitspielt geht dies ohne Einhaltung dieser Kündigungsfrist zu jedem Zeitpunkt.
Brownyy
 
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Re: Kündigungsfrist - Beschäftigungszeit

Beitragvon Krafti17 am 04.01.2018, 19:28

Okay. Die Möglichkeit war mir bewusst und versuche ich natürlich.
Und sonst? Es handelt sich um ca. 2 Wochen wenn ich meinen gesamten Jahresurlaub an den Schluss lege.
Wenn man mir das auch verneint, was habe ich dann noch für Möglichkeiten?
Rechtsanwalt Arbeitsrecht?
Krankschreibung?
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Re: Kündigungsfrist - Beschäftigungszeit

Beitragvon Spid am 04.01.2018, 19:47

Zum Wunschtermin kündigen - sofern der AG nicht gegen die Kündigung klagt, wird die Kündigung wirksam.
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Re: Kündigungsfrist - Beschäftigungszeit

Beitragvon Krafti17 am 04.01.2018, 19:59

Okay. Ja, und das der AG klagt, ist bei einer E5 Stelle unwahrscheinlich oder?
Gibt es denn Gerichtsurteile oder anders gesagt, wie würde wahrscheinlich entschieden werden?
Ich meine, wegen einem Monat den ganzen Aufwand mit Klage ist unwahrscheinlich oder??

Gibt es eine Frist in der nach Kündigungseingang widersprochen werden muss?

Frage ist, wie sich das auf mein Arbeitszeugnis auswirkt.
Krafti17
 
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Re: Kündigungsfrist - Beschäftigungszeit

Beitragvon Spid am 04.01.2018, 20:09

Eine ungerechtfertigte Kündigung würde vom ArbGer wohl als solche festgestellt werden, was aber nicht zur Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses führt, sondern dem AG lediglich die Möglichkeit eröffnet, ggfs. Schadensersatz zu erstreiten. Im Gegensatz zum AN unterliegt der AG bei einer Kündigungsschutzklage keiner besonderen Frist. Wie klagefreudig oder nachtragend Dein AG ist, kann in Unkenntnis seiner Identität nicht beurteilt werden.
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Re: Kündigungsfrist - Beschäftigungszeit

Beitragvon Fabs am 04.01.2018, 20:19

Bleib mal entspannt, Krafti17.

Kein Arbeitgeber der ganz bei Trost ist wird wegen einer Kündigung im Bereich der unteren Entgeltgruppen klagen.

Sobald du das Thema ansprichst, wird sicherlich eine vernünftige Einigung für beide Seiten dabei herauskommen.

Ein Arbeitszeugnis muss der Wahrheit entsprechen und könnte beispielsweise im Auflösungsvertrag geregelt werden. Hier sind die Gerichte äußerst arbeitnehmerfreundlich.
-Frischling und Nachwuchspersonaler

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Re: Kündigungsfrist - Beschäftigungszeit

Beitragvon Krafti17 am 04.01.2018, 20:31

Danke für eure Antworten.

Ja, klingt alles schlüssig und entspannt mich etwas.

Was das Arbeitszeugnis angeht, werde ich dieses sowieso nochmal von einem Experten prüfen lassen. Ich denke das kann nie schaden. Gibt es dort kostenlose Möglichkeiten?

Inwiefern im Auflösungsvertrag regeln? Stehen dort dann Wortlaute drin? Erklär mal bitte :)
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