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Teizeitkraft Vertretung einer Vollzeitkraft

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Re: Teizeitkraft Vertretung einer Vollzeitkraft

Beitragvon shannen_dfan am 07.05.2018, 09:42

Ok also kann ich dies ablehnen. Das war grundsätzlich meine Frage. Das hilft mir schon. Wollt nur abgesichert sein wenn in das Gespräch gehe.

Danke
shannen_dfan
 
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Re: Teizeitkraft Vertretung einer Vollzeitkraft

Beitragvon TV-Ler am 07.05.2018, 10:28

shannen_dfan hat geschrieben:Ok also kann ich dies ablehnen. Das war grundsätzlich meine Frage. Das hilft mir schon. Wollt nur abgesichert sein wenn in das Gespräch gehe.

Die von Fragender02 angeführte Passage:
Fragender02 hat geschrieben:"Teilzeitkräfte sind nur aufgrund arbeitsvertraglicher Regelungen oder mit ihrer Zustimmung zu Bereitschaftsdienst, Rufbereitschaft, Überstunden und Mehrarbeit verpflichtet."

basiert auf § 6 Abs. 5 TVöD:

"Die Beschäftigten sind im Rahmen begründeter betrieblicher/dienstlicher Notwendigkeiten zur Leistung von Sonntags-, Feiertags-, Nacht-, Wechselschicht-,
Schichtarbeit sowie – bei Teilzeitbeschäftigung aufgrund arbeitsvertraglicher Regelung oder mit ihrer Zustimmung – zu Bereitschaftsdienst, Rufbereitschaft,
Überstunden und Mehrarbeit verpflichtet."


Deine Aussage
shannen_dfan hat geschrieben:Dieser Satz steht in meinem Vertrag.

ist mit einiger Wahrscheinlichkeit falsch, da ein solcher Satz im Arbeitsvertrag keinen Sinn ergibt.

Wenn in deinem Arbeitsvertrag Überstunden oder Mehrarbeit nicht erwähnt werden, dann bist du gemäß § 6 Abs. 5 TVöD dazu nur mit deiner Zustimmung verpflichtet.

Wenn aber Überstunden und Mehrarbeit im Vertrag erwähnt werden, dann mit Sicherheit in einer Formulierung, die deine Zustimmung im jeweiligen Einzelfall entbehrlich macht.
Also etwa so "Die Beschäftigte ist bei betrieblicher Notwendigkeit verpflichtet, Mehrarbeit und Überstunden zu leisten."
Tipp (Jaaa, ich halte mich auch nicht in allen Fällen daran):
Wollen wir dem TE helfen: Posten
Wollen wir es nicht: Lassen

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Re: Teizeitkraft Vertretung einer Vollzeitkraft

Beitragvon shannen_dfan am 07.05.2018, 10:54

TV-Ler hat geschrieben:
shannen_dfan hat geschrieben:Ok also kann ich dies ablehnen. Das war grundsätzlich meine Frage. Das hilft mir schon. Wollt nur abgesichert sein wenn in das Gespräch gehe.

Die von Fragender02 angeführte Passage:
Fragender02 hat geschrieben:"Teilzeitkräfte sind nur aufgrund arbeitsvertraglicher Regelungen oder mit ihrer Zustimmung zu Bereitschaftsdienst, Rufbereitschaft, Überstunden und Mehrarbeit verpflichtet."

basiert auf § 6 Abs. 5 TVöD:

"Die Beschäftigten sind im Rahmen begründeter betrieblicher/dienstlicher Notwendigkeiten zur Leistung von Sonntags-, Feiertags-, Nacht-, Wechselschicht-,
Schichtarbeit sowie – bei Teilzeitbeschäftigung aufgrund arbeitsvertraglicher Regelung oder mit ihrer Zustimmung – zu Bereitschaftsdienst, Rufbereitschaft,
Überstunden und Mehrarbeit verpflichtet."


Deine Aussage
shannen_dfan hat geschrieben:Dieser Satz steht in meinem Vertrag.

ist mit einiger Wahrscheinlichkeit falsch, da ein solcher Satz im Arbeitsvertrag keinen Sinn ergibt.

Wenn in deinem Arbeitsvertrag Überstunden oder Mehrarbeit nicht erwähnt werden, dann bist du gemäß § 6 Abs. 5 TVöD dazu nur mit deiner Zustimmung verpflichtet.


Wenn aber Überstunden und Mehrarbeit im Vertrag erwähnt werden, dann mit Sicherheit in einer Formulierung, die deine Zustimmung im jeweiligen Einzelfall entbehrlich macht.
Also etwa so "Die Beschäftigte ist bei betrieblicher Notwendigkeit verpflichtet, Mehrarbeit und Überstunden zu leisten."


Im letzten Fall muss ich dann in der Urlaubsvertretung in Vollzeit übernehmen und habe dann kein Mitspracherecht?
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Re: Teizeitkraft Vertretung einer Vollzeitkraft

Beitragvon TV-Ler am 07.05.2018, 10:56

shannen_dfan hat geschrieben:Im letzten Fall muss ich dann in der Urlaubsvertretung in Vollzeit übernehmen und habe dann kein Mitspracherecht?

Richtig.
Tipp (Jaaa, ich halte mich auch nicht in allen Fällen daran):
Wollen wir dem TE helfen: Posten
Wollen wir es nicht: Lassen

Übrigens: Es ist bereits alles gesagt, aber es haben noch nicht alle alles gesagt ;-)
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Re: Teizeitkraft Vertretung einer Vollzeitkraft

Beitragvon shannen_dfan am 07.05.2018, 11:07

Und das ist rechtlich richtig. Dann würden Teilzeitkräfte ja total ausgebeutet werden und dürfen kein Privatleben oder weitere Verpflichtungen haben....
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Re: Teizeitkraft Vertretung einer Vollzeitkraft

Beitragvon Spid am 07.05.2018, 11:10

Inwiefern wäre das eine zulässige Schlußfolgerung?
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Re: Teizeitkraft Vertretung einer Vollzeitkraft

Beitragvon shannen_dfan am 07.05.2018, 11:14

Das schließe ich aus dieser Aussage wenn ich nicht Mitspracherecht habe wenn es um die Urlaubsvertretung geht und ich sozusagen immer Abrufbereit sein muss und ich meine anderen Verpflichtungen nicht mehr n dieser Zeit nachkommen kann.
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Re: Teizeitkraft Vertretung einer Vollzeitkraft

Beitragvon Spid am 07.05.2018, 11:43

Du hast doch den Arbeitsvertrag unterschrieben, in dem Du Dich zu Mehrarbeit verpflichtest. Das hättest Du ja wohl kaum tun müssen. Zudem gibt es keinerlei Verpflichtung, "immer abrufbereit" sein zu müssen. Es geht um die Verpflichtung, bei betrieblicher Notwendigkeit Mehrarbeit leisten zu müssen - ebenso wie Vollzeitbeschäftigte auch ohne arbeitsvertragliche Regelung bei betrieblicher Notwendigkeit zu Überstunden/Mehrarbeit verpflichtet sind. Es ist weder eine Benachteiligung noch eine Ausbeutung erkennbar.
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Re: Teizeitkraft Vertretung einer Vollzeitkraft

Beitragvon Miau! am 07.05.2018, 12:13

Spid hat geschrieben:Es ist weder eine Benachteiligung noch eine Ausbeutung erkennbar.

Verdammt! Nicht mal eine Diskriminierung? Wie unzeitgemäß! Bild
Von meinem Desktop-PC gesendet.
Miau!
 
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Re: Teizeitkraft Vertretung einer Vollzeitkraft

Beitragvon shannen_dfan am 07.05.2018, 12:52

"Die Beschäftigten sind im Rahmen begründeter betrieblicher/dienstlicher Notwendigkeiten zur Leistung von Sonntags-, Feiertags-, Nacht-, Wechselschicht-,
Schichtarbeit sowie – bei Teilzeitbeschäftigung aufgrund arbeitsvertraglicher Regelung zu Bereitschaftsdienst, Rufbereitschaft,Überstunden und Mehrarbeit verpflichtet."

Selbstverständlich habe ich meine Vertrag unterschrieben. Ich habe auch nichts dagegen mal Überstunden zu machen, aber wenn man auf einen Nebenjob angewiesen ist finanziell ist es schwierig diesen zu machen wenn die Kollegin 2-3 Wochen am Stück nicht da ist. Und man dann gesagt bekommt man muss Vollzeit da sein.

Finde dieses nicht gerechtfertigt. Man bekommt schon weniger Geld, obwohl man gerne Vollzeit arbeiten möchte sucht sich dann einen Nebenjob und bekommt solche Hindernisse gesetzt...
shannen_dfan
 
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