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[allg] Auswahlverfahren Beamte vs. Tarifbeschäftigte

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[allg] Auswahlverfahren Beamte vs. Tarifbeschäftigte

Beitragvon was_guckst_du am 09.06.2017, 08:33

Nach welchen Kriterien wir bei Euch das Auswahlverfahren bei internen Stellenausschreibungen für Beamte und Tarifbeschäftigte durchgeführt, wenn für die Tarifbeschäftigten kein vergleichbares Beurteilungsverfahren besteht?
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Re: Auswahlverfahren Beamte vs. Tarifbeschäftigte

Beitragvon frodobeutlin100 am 09.06.2017, 08:56

Für die Tarifbeschäftigten wird eine anlaßbezogene Beurteilung gefertigt (unter Zugrundelegung der Grundsätze der Beamtenbeurteilung) dann werden die Beurteilungen miteinander vergleichen

hat natürlich das Geschmäckle, das man es "passend" machen kann ...
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Re: Auswahlverfahren Beamte vs. Tarifbeschäftigte

Beitragvon was_guckst_du am 09.06.2017, 09:03

...genau das ist das "Problem" der anlaßbezogenen Beurteilung..

...zumal höchstrichterlich ausgeurteilt ist, dass die Beurteilungen der Beamten bis in die Tiefe - und ggfls. unter Heranziehung älterer Beurteilungen - auszudifferenzieren sind...

...da kann dann die "einfache" Anlaßbeurteilung des Tarifbeschäftigten nicht mehr mithalten...ein solches Verfahren ist höchst rechtsunsicher...
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Re: Auswahlverfahren Beamte vs. Tarifbeschäftigte

Beitragvon frodobeutlin100 am 09.06.2017, 09:26

bei uns wird seit Jahren über die Wiedereinführung der Regelbeurteilung für den Tarifbereich geredet (ja gab es mal !!!) so richtig voran kommt man aber nicht ...

man hat wohl Angst vor den Begehrlichkeiten, die eine gute bis sehr gute Beurteilung herrufen könnte .... (beruflicher Aufstig, Stellenwechsel) und ganz schlimm .. Konkurrenz zu den Beamten ....
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Re: Auswahlverfahren Beamte vs. Tarifbeschäftigte

Beitragvon Nisaaru am 09.06.2017, 09:58

Ich habe meinen dritten Dienstherren und noch NIE eine Regelbeurteilung bekommen.

Immer Anlassbeurteilungen, deren Erstellung von mir gegen Widerstände angeregt werden musste.

Lächelt und seid froh, es könnte schlimmer kommen. :-)

Die paar Jahre bis ich 50 bin schaffe ich auch noch so.
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Re: Auswahlverfahren Beamte vs. Tarifbeschäftigte

Beitragvon 2strong am 09.06.2017, 14:10

@ Nissaru
Echt? Was sind denn das für Vereine (gewesen), bei denen Du schaffst?
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Re: Auswahlverfahren Beamte vs. Tarifbeschäftigte

Beitragvon toomoon am 10.06.2017, 09:08

Hallo,
ich bin aktuell in so einem Auswahlverfahren als Beamter beteiligt.

Habe mich auf einen A12 Dienstposten (E11) beworben. Bewerbungsberechtigt waren A9-A12er und TB mit E10-E11.
Bei uns gibt es gebündelte Dienstposten A9 bis A11. Ich selber bin A10er. Neben mir hat sich noch ein A11 Kollege und ein TB beworben (E-10).

Der A11-Kollege (mein Büronachbar) ist 1,5 Jahre länger Beamter als ich. Mit meinen Zeiten als Angesteller ist unsere Berufserfahrung ungefähr gleich lang. In unserer Abteilung ist er 0,5 Jahre länger. Meine letzte Beurteilung ist einen Punkt besser als seine. Der Tarifbeschäftigte ist bisher nicht beurteilt worden und er hat eine Anlassbeurteilung bekommen. Er hat mit mir zusammen in der jetzigen Behörde angefangen und ist E10. Er hat genauso viele Punkte, wie ich bekommen. Jetzt sind wir gespannt, wer das Rennen macht. Mir ist bewusst, dass mein verbeamteter Kollege das höhere Amt inne hat. Der TB hat direkt mit E10 angefangen. Ich verstehe nicht, wie man denn TB mit uns vergleichen kann, weil es eben kein Laufbahnprinzip bei TB gibt.
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Re: Auswahlverfahren Beamte vs. Tarifbeschäftigte

Beitragvon Relham am 10.06.2017, 09:43

Möglich wäre es, die fiktive Besoldungsgruppe des Tarifbeschäftigten zu ermitteln.
Bei uns wird es so gehandhabt, dass die Note x in A10 der nächstschlechteren Note in A11 entspricht. Nach diesem Verfahren wären also alle Beschäftigten auf dem gleichen Notenniveau, was bei uns zur Ausdifferenzierung der Beurteilungen und zu einem Auswahlgespräch führen würde.
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Re: Auswahlverfahren Beamte vs. Tarifbeschäftigte

Beitragvon frodobeutlin100 am 10.06.2017, 17:36

toomoon hat geschrieben:Hallo,
ich bin aktuell in so einem Auswahlverfahren als Beamter beteiligt.

Habe mich auf einen A12 Dienstposten (E11) beworben. Bewerbungsberechtigt waren A9-A12er und TB mit E10-E11.
Bei uns gibt es gebündelte Dienstposten A9 bis A11. Ich selber bin A10er. Neben mir hat sich noch ein A11 Kollege und ein TB beworben (E-10).

Der A11-Kollege (mein Büronachbar) ist 1,5 Jahre länger Beamter als ich. Mit meinen Zeiten als Angesteller ist unsere Berufserfahrung ungefähr gleich lang. In unserer Abteilung ist er 0,5 Jahre länger. Meine letzte Beurteilung ist einen Punkt besser als seine. Der Tarifbeschäftigte ist bisher nicht beurteilt worden und er hat eine Anlassbeurteilung bekommen. Er hat mit mir zusammen in der jetzigen Behörde angefangen und ist E10. Er hat genauso viele Punkte, wie ich bekommen. Jetzt sind wir gespannt, wer das Rennen macht. Mir ist bewusst, dass mein verbeamteter Kollege das höhere Amt inne hat. Der TB hat direkt mit E10 angefangen. Ich verstehe nicht, wie man denn TB mit uns vergleichen kann, weil es eben kein Laufbahnprinzip bei TB gibt.


Bei uns könnte sich schon kein A10er auf einen A12er Posten bewerben ... (haben auch eine Stellenbündelung, die aber erstmal durchlaufen werden muss ....)
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Re: Auswahlverfahren Beamte vs. Tarifbeschäftigte

Beitragvon frodobeutlin100 am 10.06.2017, 17:39

Relham hat geschrieben:Möglich wäre es, die fiktive Besoldungsgruppe des Tarifbeschäftigten zu ermitteln.
Bei uns wird es so gehandhabt, dass die Note x in A10 der nächstschlechteren Note in A11 entspricht. Nach diesem Verfahren wären also alle Beschäftigten auf dem gleichen Notenniveau, was bei uns zur Ausdifferenzierung der Beurteilungen und zu einem Auswahlgespräch führen würde.


geht nicht .. der Tarifbeschäftigte ist E10 und kann nur E11 werden (während der Beamte A12 wird) - der Tarifbechäftigte ist damit souzusagen schon im Endamt (entsprechend A11)

verglichen werden müsste also nur der A11 und der E10 .....
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