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[HE] Verbeamtung in Hessen

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[HE] Verbeamtung in Hessen

Beitragvon Angestellter83 am 14.08.2017, 07:24

Hallo,

ich hoffe meine Fragestellung passt in dieses Forum. Falls nicht, bitte weist mich darauf hin.

Zur Zeit bin ich Angestellter im öffentlichen Dienst in Hessen, eingruppiert nach TVöD (VKA) in der Entgeltgruppe 10 Stufe 4. Im Tarifrecht kenne ich mich ganz gut aus, im Beamtenrecht jedoch nicht so gut. Jetzt gibt es immer wieder die Diskussion sich verbeamten zu lassen, da Beamte gewisse Vorteile genießen und auch ein höheres Nettoeinkommen haben.

Die Voraussetzungen für eine Verbeamtung erfülle ich grundsätzlich und ich bin am überlegen einen entsprechenden Antrag zur Verbeamtung zu stellen.

Jetzt meine Fragen:

1. Was ist bei einem Antrag zu beachten?

2. Welcher Besoldungsgruppe werde ich zugeordnet? Grundsätzlich dem Einstiegsamt A9? Können mir kurzfristig auch finanzielle Nachteile entstehen?

Vielen Dank für eure Antworten!
Angestellter83
 
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Registriert: 14.08.2017, 06:55

Re: Verbeamtung in Hessen

Beitragvon librarian31 am 14.08.2017, 08:53

Angestellter83 hat geschrieben:1. Was ist bei einem Antrag zu beachten?


Im Grunde nichts spezifisches. Eine Verbeamtung ist ohnehin nur möglich, wenn eine entsprechende Planstelle vorhanden ist. Normalerweise stellt sich die Frage der Verbeamtung ja nur, wenn der Vorgesetzte dem positiv gegenübersteht, das läuft im Normalfall doch so, dass alle wissen dass du es möchtest und man dir auch signalisiert hat dass es geht. Dann gibst du ein formloses Schreiben ab, in dem du die Verbeamtung beantragst.

Wobei ein Antrag gar nicht unbedingt notwendig ist. Die Dienststelle kann die Verbeamtung ja auch von sich aus betreiben. Da sagt der Vorgesetzte "Wir haben vor Sie zu verbeamten!" und dann geht alles seinen Gang.

Angestellter83 hat geschrieben:2. Welcher Besoldungsgruppe werde ich zugeordnet? Grundsätzlich dem Einstiegsamt A9? Können mir kurzfristig auch finanzielle Nachteile entstehen?


Korrekt, Einstiegsamt A 9. Ob das kurzfristig finanziell kleine Einbußen gibt muss man individuell hier auf der Seite berechnen, die liegen aber ggf. im vernachlässigbaren Bereich. Dazu kommt, das ist aber intern zu klären, ob potentiell zu erwarten ist, dass du z.B. ein Jahr nach verbeamtung bereits auf A 10 befördert wirst oder gar schon nach 2 Jahren auf A 11. Denkbar wäre das ggf., je nachdem wie der Dienstposten um den es geht besoldet ist. Auch wenn du verheiratet bist und/oder Kinder hast bekommst du ja Zulagen. Zu berücksichtigen ist auch die bessere Altersversorgung bei Beamten und die Beihilfe/PKV, das kann Einsparungen bringen wenn du z.B. bisher Zusatzversicherungen laufen hast oder regelmäßig selbst Dinge aus eigener Tasche bezahlt hast für die du zukünftig Erstattungen bekommst usw.

Insgesamt wurde die Diskussion hier schon oft geführt. Aus meiner Sicht gibt es wenig, das substantiell gegen die Verbeamtung spricht, wenn du langfristig in deiner Behörde bzw. im ÖD bleiben möchtest.
librarian31
 
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