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[allg] Polizei-Bewerbung, meine Erfahrung

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[allg] Polizei-Bewerbung, meine Erfahrung

Beitragvon Faeran am 04.09.2017, 20:58

Hallo liebe Community,

ich verspüre einfach den Drang, meine Erfahrungen von meiner/n Polizeibewerbung(en) zu teilen, da es schon recht interessant sein kann, für den ein oder anderen.
Und einfach mal um alles rauszulassen, haha.

Mein Interesse fing vor 5-6 Jahren an, dass ich den Polizeiberuf für mich entdeckte und ich mich regelrecht in diesen verliebt habe.
Bis ich dann *endlich* 17 wurde und mich bewerben konnte.
Ordentlich trainiert, gelernt und auf die Vorprüfung vorbereitet, Ergebnis: bestanden.
Dann ging es auf zum strukturierten Interview, Ergebnis: abgelehnt.
Grund: allgemein zu "jung" in Hinsicht auf Reife und Erfahrungen, mit dem Rat, mich vorerst auf mein Abi zu konzentrieren und das durchzuziehen - ggfls. das Jahr darauf wiederkommen.

Und genau das habe ich gemacht.
Abi geschrieben, bestanden, erneut beworben.

Theorie+Praxis: erneut bestanden.
Strukturiertes Interview (waren interessanterweise die ganzen gleichen Leute vom Vorjahr, haben mich auch direkt erkannt und gesmalltakt, Eis direkt gebrochen)
Ergebnis: ich zitiere; "Sie besitzen sehr viele Kenntnisse und vor allem viel Interesse für diesen Beruf, das sehen wir. Jedoch glauben wir, dass Ihnen die benötigte Lernbereitschaft und das nötige Engagement fehlt, um unser anspruchvolles Studium wirklich zu bestehen. Machen Sie doch ein Praktikum bei der Polizei (<1 Jahr) und kommen Sie dann noch einmal wieder, damit wir sehen, dass Sie es ernst meinen mit diesem Beruf. Vielen Dank." Ende.

Danach war ich erstmal tagelang komplett demotiviert, bin aus allen "Wolken gefallen".
Habe dann Bewerbungen rausgeschickt und mich, vorerst, für eine Ausbildung im Handel entschieden und warte nun ab.
Ich plane mich erneut zu bewerben, nach abgeschlossener Berufsaufbildung.

Was meint ihr dazu?
Könnt ihr das alles nachvollziehen?
Ich bitte um ganz offene Meinungen, bin zur Zeit mit dem Beruf abgeschlossen und nehme auch jede Kritik an, falls ihr was erkennt. ;-)
Ich lese immer, die Polizei suche driiiingent Nachwuchs und mehr Stellen, die besetzt werden müssen. Wieso dann wegen diesem Grund ablehnen und nicht mal eine Chance geben? Mhm, was solls.

Ich musste das mal loswerden. ;-)
Freue mich über jede Antwort!!!

LG
Faeran
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Re: Polizei-Bewerbung, meine Erfahrung

Beitragvon bayernbatzi am 04.09.2017, 21:52

Und warum kein Praktikum sondern besserer regaleinräumer?
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Re: [allg] Polizei-Bewerbung, meine Erfahrung

Beitragvon yamato am 05.09.2017, 05:32

Hast Du Dich auch in anderen Bundesländern oder bei der Bundespolizei beworben ?
Wenn es Dein Traumberuf ist, solltest Du auch bereit sein, das Umfeld zu wechseln.

Warum Du jetzt tatsächlich abgelehnt wurdest weiß hier natürlich keiner, aber schade finde ich es schon, dass jemand der noch wirklich motiviert ist für diesen Beruf dort nicht genommen wird, obwohl er die formellen Prüfungen bestanden hat.
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Re: [allg] Polizei-Bewerbung, meine Erfahrung

Beitragvon frodobeutlin100 am 05.09.2017, 05:51

wenn Du praktisch und theoretisch alles bestanden hast und trotzdem nicht genommen wirst, liegt das Problem wohl in Deiner Person / Persönlichkeit begründet ...
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Re: Polizei-Bewerbung, meine Erfahrung

Beitragvon Dude23 am 05.09.2017, 06:58

bayernbatzi hat geschrieben:Und warum kein Praktikum sondern besserer regaleinräumer?

Mir fällt jetzt nicht der kleinste Grund ein, warum es an der Stelle angebracht sein sollte, andere Berufe herabzusetzen.
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Re: [allg] Polizei-Bewerbung, meine Erfahrung

Beitragvon TV-Ler am 05.09.2017, 08:08

Faeran hat geschrieben:Ich lese immer, die Polizei suche driiiingent Nachwuchs und mehr Stellen, die besetzt werden müssen. Wieso dann wegen diesem Grund ablehnen und nicht mal eine Chance geben? Mhm, was solls.

Nachdem du die Prüfungen jeweils bestanden hast und trotz Nachwuchssorgen nicht zum Zuge gekommen bist, liegt es Nahe das du im Gespräch nicht überzeugen konntest.

Wenn es für die Beurteiler völlig abwegig gewesen wäre, das du jemals für die Ausbildung bei der Polizei infrage kommst, hätte man dir kein Praktikum empfohlen. Man hat dir also durchaus eine Chance aufgezeigt, die du jedoch nicht genutzt hast.
Tipp (Jaaa, ich halte mich auch nicht in allen Fällen daran):
Wollen wir dem TE helfen: Posten
Wollen wir es nicht: Lassen

Übrigens: Es ist bereits alles gesagt, aber es haben noch nicht alle alles gesagt ;-)
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Re: [allg] Polizei-Bewerbung, meine Erfahrung

Beitragvon Zwanderthalb am 05.09.2017, 08:22

Moin,

ich finde gut, dass du jetzt erstmal eine Berufsausbildung machst. Ich denke, wenn du dich im Anschluss bei der Polizei bewirbst und eventuell kürzere Praktika im Vollzugsdienst machst, weist du hinreichend nach, dass du 1. im beruflichen Umfeld Lernbereit & -fähig bist und 2. Motivation für den Polizeiberuf mitbringst.

Außerdem hast du vorgesorgt, falls es trotzdem nicht klappen sollte. Den Tipp eines Vorredners fand ich übrigens gut: Warum nicht zur Bundespolizei oder zum Zoll oder in ein anderes Bundesland? Vielleicht hast du dort mehr Glück...

Gruß
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Re: [allg] Polizei-Bewerbung, meine Erfahrung

Beitragvon Buccaneer am 05.09.2017, 08:33

Ich weiß ja nicht in welchem Bundesland Du Dich beworben hast und was nun die genauen Umstände der Ablehnung waren, aber wenn der Theorie-Test bestanden ist (daran scheitern in Nds. wohl die meisten) und der Sport-Test auch, dann ist der Rest doch eigentlich nur noch eine Formasache. Keine Ahnung, was Du im Interview gesagt hast, aber wenn daraus auf mangelndes Engagement geschlossen wird, kann das ja nicht nur ein Nebensatz gewesen sein.....vielleicht ein "Verstoß" gegen die political correctness..?? Wenn es denn unbedingt die Polizei sein soll: weitermachen, u.U. auch in anderen Bundesländern; ansonsten gibt es auch 'zig andere interessante Berufe!!
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Re: Polizei-Bewerbung, meine Erfahrung

Beitragvon bayernbatzi am 05.09.2017, 15:57

Dude23 hat geschrieben:
bayernbatzi hat geschrieben:Und warum kein Praktikum sondern besserer regaleinräumer?

Mir fällt jetzt nicht der kleinste Grund ein, warum es an der Stelle angebracht sein sollte, andere Berufe herabzusetzen.

Ohje, besser natürlich alles wischiweich machen und bloooß nix negatives sagen.
Die Wahrheit könnte noch wen verstören.
Oder wie?

Der TE hat die Möglichkeit durch ein Praktikum zu zeigen, dass der Eindruck den man jetzt 2x von ihm hatte falsch war.
Hat er aber kein Bock drauf gehabt oder ist halt bockig geworden (was zeigt dass der Eindruck so falsch nicht war).
Jetzt will er eine der niederen Ausbildungen überhaupt machen.
Klar, die muss man auch machen die Aufgaben. Aber bringt ja nun nix das zur Raketenwissenschaft zu erklären.
Nur um sich danach noch mal zu bewerben?
Warum macht er nicht gleich das Praktikum.
Sollte dank Mindestlohn auch deutlich besser bezahlt werden.
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Re: [allg] Polizei-Bewerbung, meine Erfahrung

Beitragvon Feidl am 05.09.2017, 22:10

Mache deine Ausbildung, sammle Lebenserfahrung und versuche es wieder.
Vor einiger Zeit mal eine Doku über die Polizeibewerbung gesehen, da gab es auch einen, der wurde als 18jähriger nicht genommen, 6 Jahre was anderes gemacht, dann nochmal versucht und es klappte.
Feidl
 
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