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[NRW] Bewerbung von Kommune zur anderen Kommune

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[NRW] Bewerbung von Kommune zur anderen Kommune

Beitragvon jpin2u am 22.09.2017, 06:54

Guten Morgen,
als eigentlich glücklicher Beamter meiner Behörde hat mich bislang das Thema bewerben nie wirklich interessiert. Jedoch steht bei meiner Behörde leider fest: Ich werde kurzfristig nicht die Möglichkeit erhalten mich auf eine andere Stelle zu bewerben, um mich weiter entwickeln zu können.
Nun wurde im Nachbarkreis eine wirklich interessante Stelle ausgeschrieben. Aber es ist so, dass ich seit 10 Jahren keine Bewerbung mehr erstellt habe, daher meine Fragen:
1. Was gibt es bei einer Bewerbung zu einer anderen Behörde zu beachten? 0815 wie jede andere Bewerbung für einen Job? Oder beinhaltet die "Beamtenbewerbung" noch weiteren speziellen Inhalt (z.B. bisherige Ernennungsurkunde?)
2. Wie weit hat meine jetzige Behörde Einfluss auf die Bewerbung? Der Nachbarkreis kann meines Wissens meine Personalakte von hier aus anfordern? Spätestens dann würde meine Behörde ja hellhörig..
2.2 Ist es daher sinnig meine Dienststelle/ bzw. das Personalamt vorab über meine Bewerbungsabsichten zu informieren? Dies könnte natürlich zu Unmut in meiner jetzigen Behörde führen.
3. Wenn ich bei der neuen Behörde genommen werden sollte, handelt es sich dann dabei um eine Versetzung oder muss ich dann meine Entlassung beantragen/ erfolgt die Ernennung in der neuen Behörde?
Steinigt mich für meine schlechten Kenntnisse im Beamtenrecht, aber dies wäre meine erste Bewerbung überhaupt. Sollte ein ähnliches Thema vorhanden sein bitte ich um eine kurze Info. Vielen Dank
jpin2u
 
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Re: [NRW] Bewerbung von Kommune zur anderen Kommune

Beitragvon neo_85 am 22.09.2017, 07:42

Ich fertige in der Regel ein ganz normales Bewerbungsschreiben.
In Diesem weise ich darauf hin, dass die Bewerbung aus Rücksicht auf auf mein bestehendes Arbeitsverhältnis vertraulich zu behandeln. Aber auch ohne den Hinweis, darf meines Wissens nach die "neue" Behörde nicht deine Akte anfordern.
Dies erfolgt dann in der Regel nach dem Vorstellungsgespräch, wenn du übernommen werden sollst. In meinem Fall musste ich aber die schriftliche Zustimmung hierfür geben. Spätestens dann solltest du meiner Meinung nach deine jetzige Behörde informieren.

Als Unterlagen gebe ich meine Diplomurkunde und mein Diplomzeugnis dazu, sowie meine letzte Beurteilung. Weise aber daraufhin, dass sie sich melden sollen, wenn sie weitere Unterlagen gerne hätten. So hat das bis jetzt immer gut funktioniert. Einige wollen noch die Ernennungsurkunde haben, aber nicht alle.

Wenn du genommen wirst müssen sich die alte und neue Behörde über den Wechsel einigen. Hier gibt es die Möglichkeit der Versetzung und der Abordnung mit dem Ziel der Versetzung. Eine Abordnung mit dem Ziel der Versetzung hat den Vorteil/Nachteil, dass man sich die neue Behörde erst mal anschauen kann und theoretisch noch zurück kann. Inwieweit das noch Sinn macht, zu seinem alten Arbeitgeber zurück zu kehren muss jeder für sich entscheiden. Genauso hat aber die neue Behörde auch die Chance zu sagen, der passt doch nicht, "den kann die alte Behörde wieder haben".

Ich persönlich würde immer die sofortige Versetzung bevorzugen.

Es gibt wohl noch die "feindliche Übernahme". Da händigt dir die neue Behörde einfach eine Einstellungsurkunde aus. Ist aber wohl ne unsaubere Lösung.
neo_85
 
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