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[allg] Stellenvergabe bei Übertragung höherwertiger Tätigk.?

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[allg] Stellenvergabe bei Übertragung höherwertiger Tätigk.?

Beitragvon speedcat am 23.11.2017, 10:32

Hallo zusammen,

bei uns in der Behörde soll in einer Abteilung, in der bisher keine stellvertretende Leitungsfunktion geregelt war, nunmehr eine stellvertretende Abteilungsleitung organisatorisch geregelt werden.

Dabei soll die stellvertretende Leitungsfunktion einem erfahrenen Kollegen zugesprochen werden, der schon seit mehr als 30 Jahren in dieser Abteilung arbeitet.
Folge der erstmaligen Regelung einer stellvertretenden Leitung für diese Abteilung wäre wahrscheinlich eine höhere Besoldung für den Stelleninhaber.

Im Kollegenkreis regt sich nunmehr Unmut über dieses Vorhaben, weil man der Ansicht ist, hier müsste ein internes Stellenvergabeverfahren stattfinden, um allen interessierten Kollegen Zugang zu dieser stellv. Leitungsstelle zu ermöglichen.

Ich vertrete jedoch die Meinung, dass es sich hier um eine Orga-Entscheidung des Dienststellenleiters handelt und dass diese Tätigkeit einem Stelleninhaber als Aufgabenzuwachs ohne Durchführung eines Stellenvergabeverfahrens zugeordnet werden kann.

Immerhin handelt es sich ja nicht um eine neu eingerichtete oder frei gewordene Stelle, die zu besetzen ist und für die ein Stellenvergabeverfahren unzweifelhaft erforderlich wäre.

Bin ich da auf dem richtigen Weg oder irre ich da ?
speedcat
 
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Re: [allg] Stellenvergabe bei Übertragung höherwertiger Täti

Beitragvon Kurbalin am 23.11.2017, 13:04

1. Übertragung von stellvertretenden Leitungsfunktionen gehen nicht zwangsläufig mit höheren Stellenbewertungen einher, da es sich um Abwesenheitsvertretung handelt, die innerhalb einer Stellenbeschreibung damit nur um einen sehr kleinen Stellenanteil handelt.

2. Das Direktionsrecht des Behördenleiters erlaubt es ihm, jedem Mitarbeiter ohne weiteres andere/zusätzliche Aufgaben oder Verantwortungen zu übertragen - sofern er es ihm Regelfall im Einvernehmen mit dem jeweiligen Beschäftigten und dem Personalrat tut. In einigen wenigen Fällen braucht er selbst von denen nicht die Zustimmung. Ob er da ein Auswahlverfahren vorschaltet - was eigentlich i.S. einer qualifizierten, belastbaren Personalauswahl in seinem Interesse sein sollte - liegt einzig und allein in seinem Ermessen.
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