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[allg] Degradierung von stellv. Sachgebietsleit. zum SBA

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[allg] Degradierung von stellv. Sachgebietsleit. zum SBA

Beitragvon klauSie am 14.12.2017, 15:05

Hallo zusammen,

Ich bin sei 2/2016 stellvertretende Sachgebietsleitung und habe meine Arbeit immer gut gemacht (beste Leistungsbeurteilungen im Sachgebiet, Feedbackgespräche Etc.). Nach 9 Monaten wurde ich auch wegen meiner herausragenden Leistungen in 12/2016 in A11 befördert. (Eigentlich wollte man mir auch die Sachgebietsleitung übertragen, aber das habe ich abgelehnt. Auf noch mehr verheizt werden hatte ich keine Lust)!

Aufgrund der permanenten Arbeitsbelastung der vergangenen 2 Jahre (Sachbearbeitung zwischen 280% und aktuell nur noch 155%) war ich jetzt 8 Wochen krank geschrieben. Zwei stressbedingte Bandscheibenvorfälle.

Seit Anfang des Jahres bin ich auch schon auf der Suche nach einer anderen Stelle. Da haben auch die gesundheitlichen Probleme schon zugenommen.

Hatte heute nun mein Wiedereingliederungsgespräch mit meinem SGL und dem Amtsleiter, in dem man mir eröffnet hat, dass ich mit sofortiger Wirkung nur noch Sachbearbeiter bin.

Dies wurde damit begründet, dass ich ja unzufrieden und auf der Suche nach einer neuen Stelle sei. So könne man mit mir nicht mehr planen?!

Äh, ich komme mir vor wie im falschen Film. Auf Nachfrage wurde auch noch mal bestätigt, dass es nicht an der Arbeit und deren Erfüllung liegt. Man ist ja froh über mein Fachwissen und meine Erfahrung.... (natürlich wird man mir auch in Zukunft als Sachbearbeiter dann diverse Sonderaufgaben übertragen = also ergo weiterhin eine Wahrnehmung der Aufgaben der Leitung und Stellvertretung, nur dass ich es nicht mehr offiziell bin).

Ich habe mich ganz klar gegen diese Degradierung ausgesprochen aber der Amtsleiter hat das jetzt so entschieden.

Ich will das eigentlich nicht so auf mir sitzen lassen, kann mir jemand einen Tipp geben ob und was ich tun könnte?(Rechtslage, Urteile etc).

Vielen Dank schon mal
KlauSie
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Re: Degradierung von der stellv. Sachgebietsleitung zum Sach

Beitragvon Lars73 am 14.12.2017, 15:57

Ist denn die stellv. SGL höher bewertet als eine Sachbearbeitung? Wie erfolgte die Auswahl als stellv. SGL.
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Re: Degradierung von der stellv. Sachgebietsleitung zum Sach

Beitragvon Schokobon am 14.12.2017, 16:06

Ich denke mal die wollen dich entlasten, indem sie dich aus der Stellvertretung rausnehmen (macht doch Sinn?).
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Re: Degradierung von der stellv. Sachgebietsleitung zum Sach

Beitragvon Miau! am 14.12.2017, 16:06

klauSie hat geschrieben: Nach 9 Monaten wurde ich auch wegen meiner herausragenden Leistungen in 12/2016 in A11 befördert.

Das lässt Raum für Interpretation...
Von meinem Desktop-PC gesendet.
Miau!
 
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Re: Degradierung von der stellv. Sachgebietsleitung zum Sach

Beitragvon klauSie am 14.12.2017, 16:48

Nee, ich mache tatsächlich gute Arbeit. ;) sonst hätte man mir nicht auch die Leitung angeboten. Auch Amtsintern sind meine Beutreilungen Top 5 (von 120).

Der Amtsleiter hat mich wohl auf dem Kieker, da ich die Leitung abgelehnt habe obwohl er schon überall angegeben hat, dass er jemanden hat und dann peinlich peinlich zurück rudern musste.

Sachbearbeiter sind in A10 und Stellvertreter in A11 bewertet.
Die Auswahl läuft über ein internes Bewerbungsverfahren, wobei mir die Stelle angeboten wurde und schon vorab klar war, dass ich die Stelle bekomme. Soviel zu fairen Auswahlverfahren... sowas gibt es bei und nicht wirklich.

Ich habe mir halt nichts zu Schulden kommen lassen; ich denke 2 Monate krank sind auch kein Grund für ne Degradierung und dass ich ne neue Stelle suche (seit einem Jahr) klingt auch komisch.

Sollte man dieser Logik folgen, dann hätten sie mich ja schon früher absägen müssen...?! ;)

Bezüglich der Entlastung wären ja mal 100% dienlich um wieder gesund zu werden oder zu bleiben! Aber das wollte heute wohl außer mir niemand.

Mich würde einfach die rechtliche Grundlage interessieren. Die Stelle bleibt bestehen und wird auch nicht neu bewertet...

Mein Lebenslauf sieht jetzt halt komisch aus...
SB - stellv. SGL - SB

Wie soll ich das erklären? Mein Amtsleiter mochte mich nicht mehr weil ich mich wegbeworben habe? :)
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Re: Degradierung von der stellv. Sachgebietsleitung zum Sach

Beitragvon Lars73 am 14.12.2017, 16:59

Es wird also nun eine Aufgabe nach A10 zugewiesen? (Oder ist ggf. auch eine herausgehobene Sachbearbeitung A11. Dann wäre es deutlich schwerer etwas dagegen zu machen.)

Wurde der Personalrat beteiligt? Die dauerhafte Entziehung der A11 Aufgaben wäre ggf. Mitbestimmungspflichtig. (Wäre aber noch im entsprechenden Landesrecht zu prüfen.)

Wenn der Arbeitgeber geschickt ist sieht er in deiner Tätigkeit weiterhin A11 Aufgaben.
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Re: Degradierung von der stellv. Sachgebietsleitung zum Sach

Beitragvon klauSie am 14.12.2017, 17:10

Nee, ich wäre dann nur normaler SB in A10.

Der Amtsleiter hat mir heute seine Entscheidung mitgeteilt, wie gesagt, es ging weder um meine Gesundheit oder Entlastung oder Leistung.

Er plant nicht mehr mit mir. Ich hatte tatsächlich im Vorfeld mehrere Beratungsgespräche mit dem Personalratsvorsitzenden (u.a. wg geplanter Überlastungsanzeige und/oder ob ich „nur“ 100% Arbeit anstatt der 150% verlangen kann).

Der wusste von nichts, bzw. hätte auch gefragt ob mir das helfen würde, wenn ich nicht mehr Stellvertreter wäre was ich verneint habe. Die Arbeit würde trotzdem an mir hängen bleiben und das dann ohne offizielle Stellenanteile.

So bin ich ja Stellvertreter geworden; die Arbeit habe ich auch schon vorher inoffiziell gemacht.... das ist daher kein guter Deal für mich :(
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Re: Degradierung von der stellv. Sachgebietsleitung zum Sach

Beitragvon klauSie am 14.12.2017, 17:13

Ach so, aber A11 Besoldung bleibt natürlich... als ob es mir darum gehen würde.

Um Pietro Lombardi zu zitieren: „mein Ruf geht kaputt, nicht deiner“
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Re: Degradierung von der stellv. Sachgebietsleitung zum Sach

Beitragvon Lars73 am 14.12.2017, 18:38

Wenn die Aufgaben klar A10 sind dürfte eine Beteiligung des Personalrates erforderlich sein. Im BPersVG ist es § 76 Abs. 1 Nr. 3 ("Übertragung einer höher oder niedriger zu bewertenden Tätigkeit"). Es wäre zu schauen wie die Regelung im anzuwendenden Landespersonalvertretungsgesetz aussieht. Diese dürfte aber ähnlich sein.

Ich würde aber zuerst mit dem Sachgebietsleiter sprechen. Die Frage ist was dein Ziel ist. Den Amtslieter vorzuführen (falls er die Mitbestimmungs des Personalrates ignoriert hat) verbessert die Situation vermutlich nicht gerade. Trotzdem muss man sich nicht alles gefallen lassen. Auch kann man ja einfach mal mit dem Personalrat sprechen. Wenn dieser erkennt, dass seine Rechte nicht beachtet wurden kannst du da ja nichts für.

Ich würde aber am Wochende erstmal in Ruhe überlegen wie weiter und welche Eskalation man in betracht zieht.
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Re: Degradierung von der stellv. Sachgebietsleitung zum Sach

Beitragvon klauSie am 14.12.2017, 19:06

Danke. Ich werde da weiter nachforschen.

Der Sachgebietsleiter war ja heute auch anwesend. Dieser ist in Personalunion stellv. Amtsleiter. Gegen diesen wird er also nix sagen noch machen.

Ich persönlich möchte auch keine Eskalation, aber alles kommentarlos und grundlos mit sich machen lassen ist ja auch blöd.

Insbesondere wenn einer der Kollegen nun meine Stelle als Stellvertreter übernehmen soll/wird. Ich glaube, das wird noch recht unangenehm für uns alle.

Am Personalrat bin ich dran, für mich käme auch ein Wechsel in ein anderes Sachgebiet in Betracht (dort ist auch zufällig ne A10 Stelle frei, wurde mir aber nicht angeboten da ich Zitat: „unentbehrlich“ bin... haha)

Nur wenn ich jetzt in meinem Sachgebiet als SB gut genug bin, dann müsste es ja auch für das andere Sachgebiet gelten.

So könnten alle noch irgendwie das Gesicht wahren.

Mir graut es schon vor morgen, wenn es die Kollegen erfahren :
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