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[BW] Umgang mit Low Performern

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[BW] Umgang mit Low Performern

Beitragvon Skedee Wedee am 27.02.2018, 10:04

Hallo,

wie geht ihr mit einem Beamten um, der innerlich gekündigt hat und ein regelrechter Low Performer ist. Er macht nur das Nötigste, ist ab und an krank und die Arbeit wird nur mittelmäßig erledigt.

Danke für die Antworten!
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Re: [BW] Umgang mit Low Performern

Beitragvon burnerle am 27.02.2018, 10:07

Ich dachte da wird man befördert.

Was kann man schon machen? Nichts?

Grüße
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Re: [BW] Umgang mit Low Performern

Beitragvon Lars73 am 27.02.2018, 10:18

Man spricht mit der Person und versucht zu verstehen was zur inneren Kündigung geführt hat. Dann schaut man ob man daran ansetzen kann.

Wichtig ist natürlich wie schlecht die Arbeit ist und ob er übertragende Aufgaben nicht erledigt. Dann kann und muss man dazu agieren.
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Re: [BW] Umgang mit Low Performern

Beitragvon Skedee Wedee am 27.02.2018, 10:23

Die Person ist im gehobenen Dienst und fühlt sich zu höherem als A 10 berufen. Verschiedene Bewerbungen intern und extern fruchteten jedoch nicht, da seine Arbeitsleistung und -motivation hinlänglich bekannt sind. Daher kommt der Beamte auch auf keiner anderen Stelle (sei es bei uns oder einem anderem Dienstherrn) unter.

Das frustrierte natürlich und führte zur innerlichen Kündigung.
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Re: [BW] Umgang mit Low Performern

Beitragvon Lars73 am 27.02.2018, 10:41

Dann ist noch die Frage kann er nicht besser arbeiten oder will er nicht...

Die einzige Chance die ich sehe wäre die Person zu fördern und Sonderaufgaben zu übertragen. Aber damit demotiviert man ggf. andere welche auf der A10 einen guten Job machen.

Eine fehlerhafte Selbstwahrnehmung lässt sich nur schwer aufbrechen. Wenn sich die Person für einen Leistungsträger hält und anders wahrgenommen wird ist die Folge klar.

Man muss viel sprechen und neben einem spiegeln der Leistung auch Unterstützung für eine Weiterentwicklung anbieten. Aber wenn man sich zu sehr um die Person kümmert ist es auch problematisch. Man kann die Strategie nur im Einzelfall entwickeln. Aber wenn es noch 20 oder mehr Jahre bis zur Pension ist muss man einiges Versuchen. Meist hat es halt eine lange Vergangenheit die sich dann nur noch schwer aufbrechen lässt. Gut könnte eine neue Aufgabe in einer neuen Organisationseinheit sein. Aber auch das ist ggf. ein falsches Signal. Muss man sich gut überlegen. Beim agieren muss man neben der Person auch immer die Wirkung auf andere reflektieren.

Wenn für viele bei Euch bei A10 Schluss ist muss man natürlich aufpassen wie es bei anderen ankommt. Ich gehe davon aus, dass die Mehrzahl der "Low Performern" eigentlich zur besseren Leistung fähig sind und diese auch eigentlich zeigen wollen. Aber dann sind Sachen passiert und Konflikte etc. entstanden. Es gibt aber auch Personen die aus Gründen die außerhalb des Dienstes liegen nicht wollen oder auch tatsächlich nicht können.
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Re: [BW] Umgang mit Low Performern

Beitragvon Buccaneer am 27.02.2018, 11:09

Skedee Wedee hat geschrieben:Die Person ist im gehobenen Dienst und fühlt sich zu höherem als A 10 berufen. Verschiedene Bewerbungen intern und extern fruchteten jedoch nicht, da seine Arbeitsleistung und -motivation hinlänglich bekannt sind...

Es gibt einfach Leute, bei denen Anspruch und Wirklichkeit ewig auseinander klaffen werden. Auch eine Beförderung bringt da nur wenige Wochen Linderung, nimmt aber anderen (echten Leistungsträgern) die Chance auf Anerkennung. Wenn ein deutliches Gespräch die Situation nicht ändert, muss eben die Beurteilung entsprechend ausfallen. Das löst das Problem zwar nicht, aber viel mehr Möglichkeiten gibt das Beamtenrecht nicht her...
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Re: [BW] Umgang mit Low Performern

Beitragvon Skedee Wedee am 27.02.2018, 11:26

Danke für die Rückmeldungen. Ich bin nämlich mit meinem Latein auch so langsam am Ende.

Die Pension steht bei dem entsprechenden Beamten in etwa 15 Jahren an. Wir sind eine relativ kleine Dienststelle mit insgesamt 8 Beamten. Tarifbeschäftigte natürlich nicht mit eingerechnet. Da sind die Stellen für einen aus dem gehobenen Verwaltungsdienst rar gesät.

Persönliches Gespräch wird es nach Rückkehr aus der aktuellen Krankheitsphase geben. Möglicherweise auch ein Missbilligungsschreiben und notfalls ein Diszi in Form eines Verweises. Dafür passieren bei der betreffenden Person wegen der "Leck mich am Arsch"-Einstellung zu viele Flüchtigkeitsfehler.
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Re: [BW] Umgang mit Low Performern

Beitragvon yamato am 27.02.2018, 12:30

Also die Erstschilderung gibt die jetzt gewollten Maßnahmen m.E. nicht her.

Eine qualitativ mittelmäßige Arbeitserledigung entspricht m.E. den Anforderungen
Krankheit ist kein Grund für Missbilligung, höchstens für einen Attestzwang ab dem ersten Tag
"Er macht nur das Nötigste" müsste man erst mal genauer definieren, wenn das Nötigste den Anforderungen der Stelle entspricht, reicht es aus.

Die vielen Flüchtigkeitsfehler kann man sicherlich ansprechen aber hier sollte man auch die Chance zur Besserung geben.
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Re: [BW] Umgang mit Low Performern

Beitragvon burnerle am 27.02.2018, 12:37

Sehe nach der Schilderung auch keine Grundlage für beamtenrechtliche Maßnahmen gegeben.

Grüße
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Re: [BW] Umgang mit Low Performern

Beitragvon Onza am 27.02.2018, 13:11

Und ich freue mich über die (für mich) neue Vokabel:

Low Performer !

Den werde ich mir merken.
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