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[allg] Folgen der Verbeamtung

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[allg] Folgen der Verbeamtung

Beitragvon waterlily am 12.03.2018, 08:26

Hallo,

für mich (Jahrgang 81, verheiratet, zwei Kinder, Grundschullehrerin, bis Mitte 2019 in Elternzeit) steht wohl nun gegen Jahresende die Möglichkeit der Verbeamtung an, die ich nach Möglichkeit auch wahrnehmen möchte. Eine nur wenig flüchtige Recherche ergab für mich wahnsinnig viele Fragen und Implikationen, von denen ich einige gerne hier loswerden würde.

1. Elternzeit

Ich werde zum Jahresende noch in Elternzeit sein. Hat dies u.U. eine aufschiebende Wirkung oder lässt sich diese Frage (noch) nicht pauschal beantworten?

2. Erfahrungsstufen

Aktuell bin ich in EG11 Stufe 4 eingruppiert. Da sich die Tätigkeit ja nicht ändert, stellt sich die Frage, ob die Berufserfahrung bei der Besoldung berücksichtigt wird.

3. Teilzeit

Ich möchte nach dem Ende der Elternzeit gerne in Teilzeit dienen - primär wegen der Kinder. Habe ich als Beamte hierauf einen Anspruch (Stichwort: Fürsorgeprinzip) oder ändert sich anderweitig etwas im Vergleich zum Beschäftigungsverhältnis?

4. Versetzung

Aktuell arbeite ich auf dem Land, bin aber zu meinem Mann in die Stadt gezogen. Mein Arbeitsweg beträgt rund 35km, eine Versetzung in die Stadt habe ich bislang vergeblich angestrebt, weil der Lehrermangel auf dem Land noch größer ist. Habe ich hier als Beamte (mit zwei kleinen Kindern) unter Umständen bessere Karten - auch wieder im Hinblick auf das Fürsorgeprinzip.

5. Krankenversicherung

Die PKV hat natürlich einen gewissen Charme, das ist klar. Da ich zumindest anfangs erstmal eine Weile Teilzeit machen möchte, ist der finanzielle Anreiz aber erstmal nicht so groß. Wenn ich jetzt erstmal freiwillig gesetzlich versichert bleibe, könnte ich dann später noch in die PKV wechseln? Und welche Auswirkungen hat die PKV im Hinblick auf die Kinder, wenn sie bei meinem Mann mit familienversichert sind oder mit mir in die PKV gehen? Ich denke da an solche Sachen wie Fehltage, wenn das Kind krank ist oder auch Mutter-/Vater-Kind-Kuren. Falls das eine Rolle spielt: Das Brutto meines Mannes ist auch bei Vollzeit höher als meins, aber er ist noch unter der Versicherungspflichtgrenze. In dem - nicht sehr wahrscheinlichen - Fall, dass ich nochmal schwanger werde und Zwillinge bekomme, könnte sich das aufgrund der Zulagen ändern - wenn ich - auch sehr unwahrscheinlich - dann wieder Vollzeit diene.

6. Rentenversicherung

Ist es korrekt, dass ich meine Riester-Rente im Prinzip beitragsfrei stellen kann und gesammelte Rentenpunkte der gesetzlichen Rente quasi hinfällig werden?

7. Berufsunfähigkeitsversicherung

...braucht man als Beamte auch nicht mehr wirklich, oder?

8. Betriebsrente

Was geschieht mit den in die Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes eingezahlten Beiträgen?

9. Pension

Wenn ich das richtig verstanden habe, richtet sich die Pension nach dem Sold der letzten zwei (?) Dienstjahre. Wie würde sich eine evtl. Teilzeit hier auswirken?

Das dürften erstmal die wichtigsten Fragen gewesen sein. Ich bedanke mich schonmal im Voraus für Antworten, Anregungen und Gedanken. Das Thema ist ja wahnsinnig umfangreich und komplex, aber zum Glück ist ja noch genug Zeit...
waterlily
 
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Re: [SN/allg]Folgen der Verbeamtung

Beitragvon atatat am 12.03.2018, 08:34

zu 5.) dir ist klar, dass du keinen AG Anteil zur GKV bekommst, sprich du 100% der GKV zahlen musst.
Wenn dein Mann mehr verdient, dann können die Kinder bei deinen Mann in der GKV bleiben. Er kann nur in die PKV, wenn er nicht sozialversicherungspflichtig arbeitet (also von dir mitversichert werden muss), bzw. wenn er über die Versicherungspflichtgrenze kommt.
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Re: [SN/allg]Folgen der Verbeamtung

Beitragvon waterlily am 12.03.2018, 08:59

atatat hat geschrieben:zu 5.) dir ist klar, dass du keinen AG Anteil zur GKV bekommst, sprich du 100% der GKV zahlen musst.

Ja, das ist mir klar. Zuletzt habe ich in Vollzeit reichlich 300€ gezahlt. Der Betrag müsste sich durch den Arbeitgeberanteil knapp verdoppeln, aber aufgrund von 50% Teilzeit wieder halbieren, also wieder bei grob 300€ liegen. Immer noch teurer als PKV, aber der Unterschied ist nicht mehr so exorbitant hoch. Daher auch die Frage, ob ich später, wenn ich denn mal wieder Vollzeit mache, noch in die PKV wechseln könnte... Meine Vermutung: Das müsste gehen - problematisch ist ja nur der "Rückweg", und die PKV wird später u.U. teurer.

Wenn dein Mann mehr verdient, dann können die Kinder bei deinen Mann in der GKV bleiben. Er kann nur in die PKV, wenn er nicht sozialversicherungspflichtig arbeitet (also von dir mitversichert werden muss), bzw. wenn er über die Versicherungspflichtgrenze kommt.

Mein Mann will gar nicht in die PKV. Aktuell kann er nicht, da er unter der Versicherungspflichtgrenze liegt, und wenn er es irgendwann mal können sollte, ist er wohl so alt, dass es sich nicht mehr wirklich lohnt.

Bei der Frage, ob er mehr verdient, wird sein Brutto mit meinem Brutto inklusive Zulagen (Familie, Kinder) verglichen, korrekt?
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Re: [SN/allg]Folgen der Verbeamtung

Beitragvon 2strong am 12.03.2018, 09:22

waterlily hat geschrieben:1. Elternzeit

Ich werde zum Jahresende noch in Elternzeit sein. Hat dies u.U. eine aufschiebende Wirkung oder lässt sich diese Frage (noch) nicht pauschal beantworten?

Zum Zeitpunkt der Ernennung ins Beamtenverhältnis auf Probe darfst Du noch nicht in Elternzeit sein. Andernfalls kann eine Ernennung erst nach Rückkehr aus der Elternzeit erfolgen.

waterlily hat geschrieben:2. Erfahrungsstufen

Aktuell bin ich in EG11 Stufe 4 eingruppiert. Da sich die Tätigkeit ja nicht ändert, stellt sich die Frage, ob die Berufserfahrung bei der Besoldung berücksichtigt wird.

Ja, bei der Festsetzung der Erfahrungsstufe.

waterlily hat geschrieben:3. Teilzeit

Ich möchte nach dem Ende der Elternzeit gerne in Teilzeit dienen - primär wegen der Kinder. Habe ich als Beamte hierauf einen Anspruch (Stichwort: Fürsorgeprinzip) oder ändert sich anderweitig etwas im Vergleich zum Beschäftigungsverhältnis?

Einem Beamten KANN auf Antrag die Arbeitszeit bis auf die Hälfte der regelmäßigen Arbeitszeit ermäßigt werden, soweit dienstliche Belange nicht entgegenstehen. Es dürfte also primär auf die Situation an Deiner Schule ankommen.

waterlily hat geschrieben:4. Versetzung

Aktuell arbeite ich auf dem Land, bin aber zu meinem Mann in die Stadt gezogen. Mein Arbeitsweg beträgt rund 35km, eine Versetzung in die Stadt habe ich bislang vergeblich angestrebt, weil der Lehrermangel auf dem Land noch größer ist. Habe ich hier als Beamte (mit zwei kleinen Kindern) unter Umständen bessere Karten - auch wieder im Hinblick auf das Fürsorgeprinzip.

Bessere Karten hast Du nicht.

waterlily hat geschrieben:5. Krankenversicherung

Die PKV hat natürlich einen gewissen Charme, das ist klar. Da ich zumindest anfangs erstmal eine Weile Teilzeit machen möchte, ist der finanzielle Anreiz aber erstmal nicht so groß. Wenn ich jetzt erstmal freiwillig gesetzlich versichert bleibe, könnte ich dann später noch in die PKV wechseln? Und welche Auswirkungen hat die PKV im Hinblick auf die Kinder, wenn sie bei meinem Mann mit familienversichert sind oder mit mir in die PKV gehen? Ich denke da an solche Sachen wie Fehltage, wenn das Kind krank ist oder auch Mutter-/Vater-Kind-Kuren. Falls das eine Rolle spielt: Das Brutto meines Mannes ist auch bei Vollzeit höher als meins, aber er ist noch unter der Versicherungspflichtgrenze. In dem - nicht sehr wahrscheinlichen - Fall, dass ich nochmal schwanger werde und Zwillinge bekomme, könnte sich das aufgrund der Zulagen ändern - wenn ich - auch sehr unwahrscheinlich - dann wieder Vollzeit diene.

Du kannst grundsätzlich auch später in die PKV wechseln, allerdings werden Deine Beiträge dann sukzessive teurer (wegen der Altersrückstellungen, die Du in weniger verbleibender Zeit aufbauen musst) und evtl. Krankheiten, die in der Zwischenzeit auftreten, können zu Risikoaufschlägen (bis zu 30%) bei den Beiträgen führen.

Deine Kinder wären bei Deinem Mann beitragsfrei mitversichert, in der PKV erhieltest Du für sie 80% Beihilfe.

waterlily hat geschrieben:6. Rentenversicherung

Ist es korrekt, dass ich meine Riester-Rente im Prinzip beitragsfrei stellen kann und gesammelte Rentenpunkte der gesetzlichen Rente quasi hinfällig werden?

Wenn Du bereits länger als fünf Jahre Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung geleistet hast, ist dieser ggü. ein eigenständiger Rentenanspruch entstanden, den Du später neben Deiner Pension geltend machen kannst. Wenn Du keine fünf Jahre zusammen hast, kannst Du Dir die Beiträge erstatten lassen - die Zeiten würden Dir dann bei der Berechnung Deiner Pension zugeschlagen.
Riester-Rente hat damit nichts zu tun. Die kannst Du beitragsfrei stellen lassen, wie Du lustig bist. Durch Deine beiden Kinder entgeht Dir dann allerdings eine relativ hohe Zulage.

waterlily hat geschrieben:7. Berufsunfähigkeitsversicherung

...braucht man als Beamte auch nicht mehr wirklich, oder?

Nach fünf Dienstjahren hast Du Anspruch auf Mindestversorgung i.H.v. derzeit ca. 1.500€. Ob Du darüber hinaus noch abgesichert sein willst, ist Deine Entscheidung. Ich persönlich halte es für überflüssig.

waterlily hat geschrieben:8. Betriebsrente

Was geschieht mit den in die Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes eingezahlten Beiträgen?

Wenn Du ausreichend lange eingezahlt hast, um einen Mindestanspruch zu generieren, bleibt Dir dieser erhalten (bis zur nächsten Reform der Zusatzversorgung...)

waterlily hat geschrieben:9. Pension

Wenn ich das richtig verstanden habe, richtet sich die Pension nach dem Sold der letzten zwei (?) Dienstjahre. Wie würde sich eine evtl. Teilzeit hier auswirken?

Deine Pension wird auf Basis des Grundgehalts der Besoldungsgruppe ermittelt, die Du mindestens zwei Jahre vor dem Ruhestand innegehabt hast (z.B. A12). Im Idealfall erhältst Du dann nach derzeitiger Rechtslage 71,75% der (vollen) Bezüge aus diesem Amt. Die 71,75% bekommst Du grundsätzlich aber nur, wenn Du mindestens 40 Dienstjahre in Vollzeit gearbeitet hast, da Du mit jedem Jahr 1,79375% Versorgungsanspruch erwirbst. In Zeiten, in denen Du nur in Teilzeit arbeitest, erwirbst Du diesen Anspruch jedoch nur anteilig. Insofern werden es bei Dir am Ende weniger als 71,75% sein. Hinzu tritt allerdings ggf. noch Dein Rentenanspruch aus der gesetzlichen Rentenversicherung.
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Re: [SN/allg]Folgen der Verbeamtung

Beitragvon waterlily am 12.03.2018, 09:46

2strong hat geschrieben:Zum Zeitpunkt der Ernennung ins Beamtenverhältnis auf Probe darfst Du noch nicht in Elternzeit sein. Andernfalls kann eine Ernennung erst nach Rückkehr aus der Elternzeit erfolgen.

Dann ist das eben so - ist ja nicht tragisch.

waterlily hat geschrieben:2. Erfahrungsstufen

Aktuell bin ich in EG11 Stufe 4 eingruppiert. Da sich die Tätigkeit ja nicht ändert, stellt sich die Frage, ob die Berufserfahrung bei der Besoldung berücksichtigt wird.

Ja, bei der Festsetzung der Erfahrungsstufe.

Das wäre natürlich richtig toll... Erfahrungsstufen ruhen während Elternzeit, korrekt?

Einem Beamten KANN auf Antrag die Arbeitszeit bis auf die Hälfte der regelmäßigen Arbeitszeit ermäßigt werden, soweit dienstliche Belange nicht entgegenstehen. Es dürfte also primär auf die Situation an Deiner Schule ankommen.

...die ist katastrophal. ;-)


Du kannst grundsätzlich auch später in die PKV wechseln, allerdings werden Deine Beiträge dann sukzessive teurer (wegen der Altersrückstellungen, die Du in weniger verbleibender Zeit aufbauen musst) und evtl. Krankheiten, die in der Zwischenzeit auftreten, können zu Risikoaufschlägen (bis zu 30%) bei den Beiträgen führen.

Ok, das ist klar. Es geht auch mehr darum, die Optionen genau durchzuspielen. Die Tendenz ist ganz klar PKV.

Deine Kinder wären bei Deinem Mann beitragsfrei mitversichert, in der PKV erhieltest Du für sie 80% Beihilfe.

Ok.

Wenn Du bereits länger als fünf Jahre Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung geleistet hast, ist dieser ggü. ein eigenständiger Rentenanspruch entstanden, den Du später neben Deiner Pension geltend machen kannst. Wenn Du keine fünf Jahre zusammen hast, kannst Du Dir die Beiträge erstatten lassen - die Zeiten würden Dir dann bei der Berechnung Deiner Pension zugeschlagen.

Ich habe mehr als fünf Jahre eingezahlt. Gut, zu wissen.

Riester-Rente hat damit nichts zu tun. Die kannst Du beitragsfrei stellen lassen, wie Du lustig bist. Durch Deine beiden Kinder entgeht Dir dann allerdings eine relativ hohe Zulage.

Unser Gedanke war, dass mein Mann dann diese Zulage beantragt.

Nach fünf Dienstjahren hast Du Anspruch auf Mindestversorgung i.H.v. derzeit ca. 1.500€. Ob Du darüber hinaus noch abgesichert sein willst, ist Deine Entscheidung. Ich persönlich halte es für überflüssig.

Also BU nach fünf Dienstjahren auflösen. Auch schön.

Wenn Du ausreichend lange eingezahlt hast, um einen Mindestanspruch zu generieren, bleibt Dir dieser erhalten (bis zur nächsten Reform der Zusatzversorgung...)

Sind grob 7 Jahre, wobei während der Eltenzeit noch was dazu kommen dürfte, wenn ich mich nicht irre. Sollte für einen Mindestanspruch reichen.

Deine Pension wird auf Basis des Grundgehalts der Besoldungsgruppe ermittelt, die Du mindestens zwei Jahre vor dem Ruhestand innegehabt hast (z.B. A12). Im Idealfall erhältst Du dann nach derzeitiger Rechtslage 71,75% der (vollen) Bezüge aus diesem Amt. Die 71,75% bekommst Du grundsätzlich aber nur, wenn Du mindestens 40 Dienstjahre in Vollzeit gearbeitet hast, da Du mit jedem Jahr 1,79375% Versorgungsanspruch erwirbst. In Zeiten, in denen Du nur in Teilzeit arbeitest, erwirbst Du diesen Anspruch jedoch nur anteilig. Insofern werden es bei Dir am Ende weniger als 71,75% sein. Hinzu tritt allerdings ggf. noch Dein Rentenanspruch aus der gesetzlichen Rentenversicherung.

Auch sehr interessant. Das mit den 40 Dienstjahren wird wohl nix mehr, schätze ich. ;-)

Ganz, ganz vielen lieben Dank! Das abendliche Gesprächsthema ist auf jeden Fall erstmal gesichert. :)
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Re: [SN/allg]Folgen der Verbeamtung

Beitragvon bastel am 12.03.2018, 09:58

Wird bei der Dienstzeit nicht die Studienzeit und die Zeiten als Angestellter beim AG berücksichtigt?
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Re: [SN/allg]Folgen der Verbeamtung

Beitragvon waterlily am 12.03.2018, 10:09

bastel hat geschrieben:Wird bei der Dienstzeit nicht die Studienzeit und die Zeiten als Angestellter beim AG berücksichtigt?

Studienzeit kann ich mir grade so gar nicht vorstellen...
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Re: [SN/allg]Folgen der Verbeamtung

Beitragvon 2strong am 12.03.2018, 10:32

Erziehungszeiten bis drei zu Jahren pro Kind hemmen den Stufenaufstieg nicht.

Studienzeit wird bist zu drei Jahren berücksichtigt. Zeiten eines Anstellungsverhältnisses werden berücksichtigt, wenn sich darauf kein eigener gesetzlicher Rentenanspruch ergibt.
Zuletzt geändert von 2strong am 12.03.2018, 11:14, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: [SN/allg]Folgen der Verbeamtung

Beitragvon Nisaaru am 12.03.2018, 10:39

Studienzeit: ja, aber gedeckelt:

§ 12 BeamtVG Ausbildungszeit
(1) Die verbrachte Mindestzeit
1.der außer der allgemeinen Schulbildung vorgeschriebenen Ausbildung (Fachschul-, Hochschul- und praktische Ausbildung, Vorbereitungsdienst, übliche Prüfungszeit),
2. einer praktischen hauptberuflichen Tätigkeit, die für die Übernahme in das Beamtenverhältnis vorgeschrieben ist, kann als ruhegehaltfähige Dienstzeit berücksichtigt werden, die Zeit einer Fachschulausbildung einschließlich der Prüfungszeit bis zu 1 095 Tagen und die Zeit einer Hochschulausbildung einschließlich der Prüfungszeit bis zu 855 Tagen, insgesamt höchstens bis zu 1 095 Tagen. Wird die allgemeine Schulbildung durch eine andere Art der Ausbildung ersetzt, so steht diese der Schulbildung gleich. Zum Zeitpunkt des Ruhestandseintritts ist das Ruhegehalt unter Berücksichtigung von Hochschulausbildungszeiten nach Satz 1 zu berechnen.
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Re: [SN/allg]Folgen der Verbeamtung

Beitragvon waterlily am 12.03.2018, 11:33

2strong hat geschrieben:Erziehungszeiten bis drei zu Jahren pro Kind hemmen den Stufenaufstieg nicht.

Auch, wenn sie vor der Verbeamtung liegen?

Studienzeit wird bist zu drei Jahren berücksichtigt. Zeiten eines Anstellungsverhältnisses werden berücksichtigt, wenn sich darauf kein eigener gesetzlicher Rentenanspruch ergibt.

Moment mal, immer schön der Reihe nach - ich glaube, wir vermischen hier gerade irgendwas:

Die eine Sache ist die Erfahrungsstufe, mit der ich bei der Verbeamtung eingruppiert werde. Wenn ich das jetzt richtig verstehe, werden hier meine bisherigen Dienstjahre im Angestelltenverhältnis zzgl. drei Jahre der Studienzeit zzgl. Erziehungszeit bis drei Jahre pro Kind angerechnet?? Das wären in Summe grob 13 Jahre, d.h., ich würde mit Stufe 8 einsteigen?

Ein gesetzlicher Rentenanspruch ergibt sich, da ich länger als fünf Jahre im Beschäftigungsverhältnis war. Das kann mir doch aber bei der Bestimmung der Erfahrungsstufe nicht zum Nachteil werden, sondern allenfalls bei der Pension, oder?
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