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Beamtenlaufbahn im gehobenen Verwaltungs- und Vollzugsdienst

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Beamtenlaufbahn im gehobenen Verwaltungs- und Vollzugsdienst

Beitragvon SebastianHeimburg am 28.12.2013, 16:54

Hallo

ich habe mich im Ministerium für Justiz und Gleichstellung (LSA) für eine Beamtenlaufbahn (Laufbahngruppe 2, erstes Einstiegsamt - Regierungsinspektoranwärter) für den gehobenen Verwaltungs- und Vollzugsdienst beworben. Am 15.11.2013 habe ich die Bewerbung + eigenhändig geschriebenen Lebenslauf (von der Behörde gewünscht) + Referenzen abgeschickt.

Am 20.12.2013 habe ich eine Einladung für ein Vorstellungsgespräch (9.1.2014) erhalten. Anscheinend erfolgte eine Vorauswahl aufgrund der eingereichten Unterlagen.
Ist das wirklich nur ein Vorstellungsgespräch oder eher ein Gruppenauswahlverfahren? Kann es sein das gar kein schriftlicher Eignungstest o. ä. stattfinden wird?

Noch zu meiner Person:
Ich habe die Fachhochschulreife (Verwaltung und Rechtspflege) erworben, eine Ausbildung zum Bürokaufmann im öffentlichen Dienst abgeschlossen und 4 Semester BWL / Dienstleistungsmanagement an der Hochschule Harz studiert. Diverse Praktika und mein Praxissemester habe ich in der Stadtverwaltung Halberstadt absolviert.

Was für Chancen habe ich? Wie sieht der Ablauf im Vorstellungsgespräch aus?

Über eine Rückmeldung bin ich sehr dankbar.

Mit freundlichen Grüßen


Sebastian
SebastianHeimburg
 
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Re: Beamtenlaufbahn im gehobenen Verwaltungs- und Vollzugsdi

Beitragvon snørre am 28.12.2013, 17:43

Moinsen!

auch wenn ich sowas ewig nicht mehr gemacht habe, meine ich von anderen aktuell sich Bewerbenden gehört zu haben, dass diese normalerweise als Vorauswahl einen Eignungstest bestehen mussten, dann kam eigentlich bei allen ein Gruppenauswahlverfahren dran und wie man sich dort anstellte, das entscheidet dann, ob man genommen wird, oder nicht.

Dort geht es wohl auch um Fragen nach Teamwork und sowas, bzw. die wollen sehen, wie man sich so im Team gibt, wenn ich das richtig verstanden hab.

Wenn es hier keinen vorherigen Eignungstest gab, scheint es sich um eine kleinere Behörde zu handeln, vermute ich mal? Normalerweise ist ein solcher Test die übliche Prozedur vorab.

studierst Du noch?
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Re: Beamtenlaufbahn im gehobenen Verwaltungs- und Vollzugsdi

Beitragvon SebastianHeimburg am 28.12.2013, 21:21

Ja ich studiere noch, möchte aber lieber umschwenken, weil mir die Berufsfeldorientierungen nicht zugesagt haben und ich meine berufliche Zukunft eher in einer Behörde sehe. Das scheint für mich das optimale darzustellen.

Wenn man eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch erhält, kann es sich ja eigentlich nicht um einen Eignungstest handeln oder? Üblicherweise ist ja der Werdegang...das man als geeigneter Bewerber zu einem Einstellungstest eingeladen wird und dann ggf. ein Gruppenauswahlverfahren durchläuft. Erst im letzten Schritt kommt doch das Vorstellungsgespräch oder? Kann es wirklich Behörden geben, die auf einen Eignungstest verzichten? Das würde ja bedeuten, dass entweder

a) relativ wenig Bewerber vorhanden sind oder
b) einfach komplett nach Aktenlage entschieden wurde
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Re: Beamtenlaufbahn im gehobenen Verwaltungs- und Vollzugsdi

Beitragvon snørre am 28.12.2013, 22:03

Dazu kann ich mir jetzt nichts aus den Fingern saugen.

Sagen wir so: Sofern es sich um eine eher kleinere Kommune im ländlichen oder kleinstädtischen Raum handeln würde, wäre es möglich, dass es wenig Bewerber gibt und das somit einfach darauf verzichtet wurde, einen Eignungstest durchzuführen. Üblicher ist es, dass immer einer durchgeführt wird. Sogar beim mD ist das üblich. Bei einer großen Behörde ist das unwahrscheinlich, dass es wenig Bewerber gibt. Dort sind es meist mehrere hundert Bewerber auf nur wenige Plätze. Davon kannst Du bei deinem Ministerium hier also auch ausgehen.

Eigentlich bewerben sich gerade für den gehobenen Dienst noch genug, da das noch relativ beliebt ist. Anders soll es beim mD aussehen, der berechtigterweise weniger beliebt ist und wo man angeblich Probleme hat, überhaupt noch geeignete Leute zu finden, da angeblich viele mit Schuldefiziten sich mittlerweile bewerben. Wurde mir zumindest so erzählt.

Wäre auch möglich, das die nach Aktenlage entschieden haben, da jemand mit Vorkenntnissen natürlich ein super Kandidat ist, denn man oft schon gleich einsetzen kann und du hattest ja auch entsprechende Praktika bereits vorzuweisen.

Ich glaub nicht, dass noch ein Eignungstest kommt, das hätte ja mit im Schreiben gestanden. Es kann aber sein, dass das Vorstellungsgespräch eben eine Gruppenrunde wird, wo man dann halt interviewt wird, oder ein Assessmentcenter durchläuft. Soweit ich weiß kommen dann auch so Tests oder Fragenrunden, um zu gucken, wie teamfähig man ist und sowas.
snørre
 
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Re: Beamtenlaufbahn im gehobenen Verwaltungs- und Vollzugsdi

Beitragvon gerzeb am 07.01.2014, 08:30

siehe Post darunter.
Zuletzt geändert von gerzeb am 07.01.2014, 08:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Beamtenlaufbahn im gehobenen Verwaltungs- und Vollzugsdi

Beitragvon gerzeb am 07.01.2014, 08:51

Hey,

ist zwar etwas spät, aber vielleicht hilft es dir ja trotzdem.

Ich kenne persönlich aus dem letzten Jahr 3 verschiedene Möglichkeiten, wie das alles auch bei dir ablaufen könnte.

1.
Ich persönlich habe einen Eignungstest machen müssen (auswendig lernen, Mathe, aktives zuhören etc), nach dem erfolgreichen Test wurde ich dann zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. In der Einladung stand auch, dass dieses von 09:00 - 14 Uhr gehen würde. Da wusste ich schon was auf mich zukommt. Der Tag war dann in 3 Aufgaben gegliedert:

- Einen Vortrag über den Beruf schriftlich vorbereiten, 15 Minuten Zeit hatte ich.
Nach der Zeit wurde das Papier eingesammelt- 5 Minuten Pause.
- Als zweite Aufgabe sollten wir in der Gruppe diskutieren, wie man für unseren
Beruf Werbung machen könnte und uns einen "Werbeslogan" ausdenken. Dafür
hatten wir 20 Minuten Zeit.
- Die letzte Station war dann das eigentliche Vorstellungsgespräch. Dazu wurden wir einzelnd hereingebeten. Direkt vor dem Gespräch musste ich jedoch den Vortrag über meinen Wunschberuf halten- ohne die Notizen die ich mir gemacht hatte. Danach ging das Vorstellungsgespräch dann los. Nach dem Gespräch wurde sich kurz beraten und die Entscheidung, ob man genommen wird oder nicht, direkt mitgeteilt.

Ich muss dazu sagen, dass dieses alles für den m.D. war!

2.
Meine Freundin wurde wie du (auch g.D) direkt zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Das ging dann ca. 35 Minuten mit den typischen Fragen warum dieser Beruf, Stärken/Schwächen, was ist eine Verwaltung, Aufbauorganisation und Fragen zur derzeitigen Politik.

3.
Einladung zum Eignungstest, nach bestehen dann die Einladung zum Vorstellungsgespräch. Der Tag wieder in 3 Aufgaben gegliedert:

- Man bekommt eine Zeitung und soll sich einen Artikel aussuchen, über den man im Anschluss etwas erzählen möchte
- Gruppendiskussion über einen Haushaltsentwurf, hier soll eingespart werden und man soll sich in der Gruppe einig werden, in welchem Ressort eingespart werden soll. Das muss natürlich auch begründet werden.
- Der letzte Teil besteht dann aus einem normalen Vorstellungsgespräch


Das sind die 3 Variationen die ich kenne. Variante 1 und 2 waren bei Kommunen in NRW, Variante 3 bei einer Bezirksregierung in NRW. Aufgrund deines Textes nehme ich an, dass Variante 2 auf dich zukommt, natürlich ohne Gewähr. Halt dich politisch immer auf dem laufenden, guck dir die Organisation innerhalb der Behörde an und dann wirst du das Schiff schon schaukeln.
Viel Erfolg und berichte mal wie es war!


Gruß gerzeb
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Re: Beamtenlaufbahn im gehobenen Verwaltungs- und Vollzugsdi

Beitragvon DickesB am 07.01.2014, 10:17

Kann es sein das gar kein schriftlicher Eignungstest o. ä. stattfinden wird?

Ja, kann sein!


Wie schon geschrieben worden ist, ist theoretisch alles möglich, aber wenn Gruppenauswahlverfahren durchgeführt werden, wird man eigentlich auch vorab darauf hingewiesen. Allerdings wurde mein Einstellungsgespräch damals.....mit drei Bewerbern gleichzeitig durchgeführt. Ich vermute daber, dass das nicht mehr gängige Praxis ist.

Viel Erfolg!



PS: Es ist nicht schädlich, wenn man vorher dort sich mal erkundigt. Das zeugt von Interesse und zeigt, dass Du dich gut vorbereiten willst.
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Re: Beamtenlaufbahn im gehobenen Verwaltungs- und Vollzugsdi

Beitragvon SebastianHeimburg am 09.01.2014, 15:44

Hallo,

vielen Dank schon einmal für die vielen Tipps und Hinweise.
Nun möchte ich euch mal mitteilen, wie es so gelaufen ist.

Also ich hatte am 9.1.2014 das Vorstellungsgespräch. Es handelte sich tatsächlich um ein reines VS. Es wurden halt Fragen zur Motivation, zum/zur Beruf/Laufbahn, allg. Wissen und zu den Stärken und Schwächen gestellt. Ich konnte mich dort sehr gut behaupten und die haben mich direkt zum Gruppenauswahlverfahren zugelassen, obwohl noch nicht alle Bewerber angehört worden sind. Das ist ja schon mal sehr positiv?

In der ersten Februarwoche findet das AC statt. Es werden inklusive mir 15 Teilnehmer sein. 5 Stellen werden vergeben. Vermutlich soll hier die Teamfähigkeit getestet werden. Jedenfalls sollte ich das schon mal im VS erläutern und habe voll ins Schwarze getroffen.

Zwischen den Zeilen konnte man eine deutliche Sympathie mir gegenüber erkennen. Zudem kommt noch dazu, dass Bewerber mit Kind einen Bonus haben. Also ich glaube das meine Chancen recht gut stehen? Was haltet ihr davon?
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Re: Beamtenlaufbahn im gehobenen Verwaltungs- und Vollzugsdi

Beitragvon mxsemax am 09.01.2014, 16:37

Dass Du den guten Eindruck im AC bestätigen solltest, um genommen zu werden. ;-)
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Re: Beamtenlaufbahn im gehobenen Verwaltungs- und Vollzugsdi

Beitragvon SebastianHeimburg am 15.01.2014, 22:11

Im VS wurde mir ja bereits eine Zusage erteilt, dass ich am Gruppengespräch teilnehmen darf. Wann bekomme ich denn eine schriftliche Einladung zugesandt?

Das VS liegt ca. 1 Woche zurück. Wie mir mitgeteilt wurde, wird das Gruppengespräch in der ersten Februarwoche stattfinden. Demnach sind noch ca. 3 Wochen Zeit. Heutzutage braucht man ja für alles einen schriftlichen Beleg.

Kann da jemand aus Erfahrung sprechen?

Vielen Dank

Sebastian
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