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Überstunden verfallen??

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Überstunden verfallen??

Beitragvon vitalis am 12.05.2017, 09:46

Hallo,

ich habe leider ein etwas kompliziertes Problem und bräuchte eure Hilfe.

ich arbeite als Teilzeitbeschäftigte mit 6 Std pro Woche als Aushilfskraft im Kindergarten und bin im TVöD-V. Letztes Jahr hatte ich 30 Überstunden, bei denen mir versichert wurde, dass sie ausgezahlt werden. Da bist jetzt nichts kam, fragte ich nach und es hieß: Die wurden nicht ausbezahlt und können jetzt auch nicht mehr ausbezahlt werden. Zusätzlich habe ich noch ca 30 Überstunden von diesem Jahr, die auch nicht ausbezahlt werden. Als ich nach Freizeitausgleich fragte, hieß es: Stundenabbau ist nicht möglich, da wir unterbesetzt sind. Wir ändern einfach ihren Vertrag auf 10h/Woche und die zusätzlichen 4 Mehrarbeitsstunden/Woche werden somit durch Überstunden ersetzt. Das möchte ich aber nicht, da ich dann mehr als 450 Euro verdiene und somit Steuern zahlen muss. Das habe ich der Gesamtleitung auch mitgeteilt und es kam nur die Antwort: Dir bleibt nichts anderes übrig, sonst verfallen alle deine Stunden. Es wird von mir verlangt Ende Mai eine ganze Woche zu arbeiten und somit weitere 20 Überstunden zu sammeln.
Alle Überstunden die ich gemacht habe, waren angeordnet von meiner Chefin.

Meine Fragen die ich mir nun stelle sind:

Dürfen meine Überstunden vom letzten Jahr verfallen, obwohl mir versichert wurde, dass sie ausbezahlt werden?

Darf es sein, dass mir keine Abbaumöglichkeiten von den neuen Überstunden gegeben werden, obwohl ich darum gebeten hab und sie somit verfallen?

Bleibt mir nix anderes übrig als den neuen Vertrag einzugehen?

Verfallen alle meine Stunden wenn ich kündige?

Ich habe wirklich schon viel selbst nachgelesen, aber im Internet stehen sehr viele unterschiedliche Dinge...
Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe!
vitalis
 
Beiträge: 1
Registriert: 12.05.2017, 09:19

Re: Überstunden verfallen??

Beitragvon atatat am 12.05.2017, 11:36

Wenn deine Überstunden ausgezahlt werden, dann kommst du auch über die 450€ Grenze, das ist kein Unterschied zur Stundenerhöhung, falls das dein Problem sein sollte.
So oder so darfst du im jahresmittel m.W.N nicht über die GRenze kommen.
(Sonst könnte man ja jemanden mit 1 h Einstellen und 7 h täglich ÜStunfen machen lassen)

Um das zu umgehen, könnte der AG dir Tankgutscheine etc. bis 44€ im Monat zustecken, glaube ich. Ob das steuerlich korrekt ist, keine Ahnung, müßte man prüfen.

Unabhängig davon: Wenn dokumentiert ist, welche ÜStunden du gemacht hast und dass sie angeordent wurden und dass sie nicht abgefeiert werden dürfen und das ganze auch so in dem Arbeitsvertrag etc. gedeckt ist. Dann würde ich an deiner Stelle einfach mal schriftlich das Geld einfordern (also mit Studnenzettel etc.) und bei schriftlicher Ablehnung zum Arbeitsgericht gehen.
atatat
 
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