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Arbeitsplatzwechsel befristet / unbefristet

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Arbeitsplatzwechsel befristet / unbefristet

Beitragvon PinkPanther am 06.06.2017, 20:50

Hallo zusammen.

Ich habe vor einem Jahr begonnen im öffentlichen Dienst zu arbeiten (befristet). Vor kurzem habe ich mich auf eine unbefristete Stelle beworben und die Zusage erhalten. 
Ich freue mich darüber sehr doch leider gibt es folgendes Problem: Meine alte Chefin mag mich nur ungerne gehen lassen, da die Abteilung aktuell unterbesetzt ist. Nach einer Einigung mit der neuen Chefin soll ich bis zur endgültigen Übernahme für zwei Monate, zwei Tage in der Woche in der alten Abteilung aushelfen. Dies soll auch vertraglich so geregelt werden (geht von der alten Chefin aus). Die neue Chefin ist darüber nicht erfreut, hat aber letzten Endes zugestimmt um einem Streit aus dem Weg zu gehen. 

Hat jemand Erfahrungen mit solch einer Thematik? Ist dies rechtens?
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Re: Arbeitsplatzwechsel befristet / unbefristet

Beitragvon Kat am 07.06.2017, 11:50

Heißt alte Chefin/neue chefin unterschiedliche Arbeitgeber oder nur unterschiedliche Vorgesetzte. Bei letzterem ist alles möglich. Bei unterschiedlichen Arbeitgebern geht das grundsätzlich auch, hat für Dich aber steuerrechtliche Auswirkungen, da Du dann 2 Arbeitgeber hast.
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Re: Arbeitsplatzwechsel befristet / unbefristet

Beitragvon PinkPanther am 07.06.2017, 14:19

Danke für die Antwort.
Ich arbeite immernoch für denselben Arbeitgeber, wechsle lediglich intern die Abteilung.

Also kann man mich tatsächlich dazu verpflichten, auch wenn dies für mich eine Doppelbelastung zur Folge hat?
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Re: Arbeitsplatzwechsel befristet / unbefristet

Beitragvon Lars73 am 07.06.2017, 14:24

Natürlich kann man dies so regeln. Allerdings natürlich nur mit insgesamt der Regelarbeitzeit plus ggf. angeordnete Überstunden.
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Re: Arbeitsplatzwechsel befristet / unbefristet

Beitragvon PinkPanther am 07.06.2017, 16:35

Danke für die Antwort.

Habe ich evtl. die Möglichkeit das irgendwo nachzulesen? Habe bereits gesucht aber leider nichts gefunden.
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Re: Arbeitsplatzwechsel befristet / unbefristet

Beitragvon Lars73 am 07.06.2017, 17:14

Wenn es im Arbeitsvertrag geregelt werden soll ergibt sich die Möglichkeit aus dem BGB.
Innerhalb der gesetzlichen Schranken kann man danach alles mögliche vereinbaren. Wenn Du es nicht willst darfst Du halt den Arbeitsvertrag nicht akzeptieren. Aber in der Realität ist halt Deine Verhandlungsposition meist schwach.

Falls die Tätigkeiten in gleicher Eingruppierung wären würde sogar die allgemeinen Klauseln von Arbeitsverträgen im öffentlichen Dienst reichen. Da wäre es übers Direktionsrecht umsetzbar.
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Re: Arbeitsplatzwechsel befristet / unbefristet

Beitragvon TV-Ler am 07.06.2017, 18:40

PinkPanther hat geschrieben:Also kann man mich tatsächlich dazu verpflichten, auch wenn dies für mich eine Doppelbelastung zur Folge hat?

Doppelbelastung?
Tipp (Jaaa, ich halte mich auch nicht in allen Fällen daran):
Wollen wir dem TE helfen: Posten
Wollen wir es nicht: Lassen

Übrigens: Es ist bereits alles gesagt, aber es haben noch nicht alle alles gesagt ;-)
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Re: Arbeitsplatzwechsel befristet / unbefristet

Beitragvon PinkPanther am 07.06.2017, 19:03

Ja. Die alte Abteilung bricht gerade förmlich auseinander. Viele in der Abteilung sind immer wieder krank / haben sich weg beworben / erscheinen nicht zur Arbeit. Der verbliebene Rest ist damit beschäftigt die Abteilung irgendwie am Leben zu halten oder aber fallen sich gegenseitig in den Rücken. Die Stimmung ist auf dem Nullpunkt.
Arbeiten vorrangig mit Kundenkontakt. Der Laden muss einfach laufen.
Urlaub wurde uns auch bereits gestrichen, was die Situation nicht unbedingt besser macht. Ich bin wirklich niemand der nicht belastbar wäre....aber diese Situation setzt auch mir bereits gesundheitlich zu.
Und in der neuen Abteilung möchte ich mich gerne beweisen, meine Sache gut machen. Für mich ein neuer Aufgabenbereich. Da macht man sich schon Gedanken. Vor allem wenn ich mich aufteilen soll um es möglichst jedem recht zu machen.
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Re: Arbeitsplatzwechsel befristet / unbefristet

Beitragvon TV-Ler am 08.06.2017, 05:30

PinkPanther hat geschrieben:Ich bin wirklich niemand der nicht belastbar wäre....aber diese Situation setzt auch mir bereits gesundheitlich zu.

Gut, oder auch nicht gut.
Laut deiner Schilderung geht es um einen Zeitraum von 8 Wochen, in dem du noch zwei Tage pro Woche in der bisherigen Abteilung arbeiten sollst. Es geht also um 16 Tage ...
... Augen zu und durch!

PinkPanther hat geschrieben:Und in der neuen Abteilung möchte ich mich gerne beweisen, meine Sache gut machen.

Das sollte dir in den folgenden 8 Wochen an 3x8 Tagen gelingen.

PinkPanther hat geschrieben:Vor allem wenn ich mich aufteilen soll um es möglichst jedem recht zu machen.

Da man sich im Leben immer zweimal sieht, solltest du in deiner bisherigen Abteilung nicht gerade verbrannte Erde hinterlassen, aber es ist sicher nicht erforderlich auch dort danach zu streben es weiterhin recht zu machen. Dort spulst du dein Pensum ab. Was liegen bleibt, machst du am folgenden Tag ...

Sieh es auch mal aus der Sicht deiner bisherigen Chefin: In der Abteilung gibt es Probleme und nun muss auch noch eine Stelle nachbesetzt werden. Das macht die Situation für die verbleibenden Beschäftigten nicht einfacher. Also will sich deine Chefin die Arbeitsleistung einer eingearbeiteten Kraft noch zeitweilig übergangsweise sichern. Ist doch nachvollziehbar.
Tipp (Jaaa, ich halte mich auch nicht in allen Fällen daran):
Wollen wir dem TE helfen: Posten
Wollen wir es nicht: Lassen

Übrigens: Es ist bereits alles gesagt, aber es haben noch nicht alle alles gesagt ;-)
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Re: Arbeitsplatzwechsel befristet / unbefristet

Beitragvon PinkPanther am 08.06.2017, 09:13

TV-Ler hat geschrieben:Gut, oder auch nicht gut.
Laut deiner Schilderung geht es um einen Zeitraum von 8 Wochen, in dem du noch zwei Tage pro Woche in der bisherigen Abteilung arbeiten sollst. Es geht also um 16 Tage ...
... Augen zu und durch!


Da hast du absolut recht! Es ging mir auch nur darum, ob es überhaupt rechtens ist. Bin ein Neuling in solchen Sachen.

TV'Ler hat geschrieben:Das sollte dir in den folgenden 8 Wochen an 3x8 Tagen gelingen.


Das ist mein Ziel! ;-)

TV'Ler hat geschrieben:Da man sich im Leben immer zweimal sieht, solltest du in deiner bisherigen Abteilung nicht gerade verbrannte Erde hinterlassen, aber es ist sicher nicht erforderlich auch dort danach zu streben es weiterhin recht zu machen. Dort spulst du dein Pensum ab. Was liegen bleibt, machst du am folgenden Tag ...


Ich werde helfen wo ich kann und soweit es mir möglich ist.


TV'Ler hat geschrieben:Sieh es auch mal aus der Sicht deiner bisherigen Chefin: In der Abteilung gibt es Probleme und nun muss auch noch eine Stelle nachbesetzt werden. Das macht die Situation für die verbleibenden Beschäftigten nicht einfacher. Also will sich deine Chefin die Arbeitsleistung einer eingearbeiteten Kraft noch zeitweilig übergangsweise sichern. Ist doch nachvollziehbar.


Das ist absolut nachvollziehbar! Aber weder ich, noch meine Kollegen, können etwas für diese Situation. Es liegt einfach daran, dass Stellen nur befristet vergeben werden und eine Entfristung nahezu unmöglich ist. Klar, dass sich jeder fleißig weg bewirbt. Der Chefin ist das auch bekannt. Es werden eifrig Kräfte angelernt, die dann wieder abwandern. Verständlicherweise. Das ist auf Dauer einfach nervenaufreibend und mühsam. Aber mir ist bewusst, dass das Realität ist und leider auch bleiben wird.
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