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Festlegung Erfahrungsstufe?

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Festlegung Erfahrungsstufe?

Beitragvon T.K. am 22.12.2017, 22:04

Liebe Community,

ich bin mir nicht sicher, ob ich statt Erfahrungsstufe 1 auch in Erfahrungsstufe 2 eingeordnet werden (und diesbezüglich nachhaken) könnte. Ich hoffe, ihr könnt mir da weiterhelfen.

Folgende Situation: Ich bewerbe mich für eine TV-L 13-Stelle als Wissenschaftlicher Mitarbeiter. Sowohl während meines Bachelor-, als auch Masterstudiums habe ich Berufserfahrung in Pflichtpraktika für das Studium, freiwilligen Praktika, als Tutor an einer Universität und als Studienassistent an einer Universität gesammelt. Ein Praktikum während des Bachelors und die Tätigkeit als Studienassistent während des Masters dauerten jeweils länger als ein Jahr. Die Studienassistenz erfolgte angestellt in Teilzeit an einer Universität im Ausland, die Tätigkeit dürfte ähnlich der einer Wissenschaftlichen Hilfskraft gewesen sein. Ich war in einem wissenschaftlichen Projekt inhaltlich in demselben Forschungsbereich beschäftigt, für welchen auch die Stelle als Wissenschaftlicher Mitarbeiter ausgeschrieben ist. Meine Vorerfahrung in diesem Bereich ist eine relevante Qualifikation für die jetzige Stelle (beide ebengenannten Punkte treffen auch auf mein einjähriges Praktikum während des Bachelors zu).

Habe ich eine Möglichkeit, mir diese Erfahrung anrechnen zu lassen?

Vielen Dank für eure Hilfe!
T.K.
 
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Re: Festlegung Erfahrungsstufe?

Beitragvon Spid am 22.12.2017, 23:15

Der AG kann förderliche Berufserfahrung anrechnen, ein Anspruch besteht jedoch nur auf die Berücksichtigung einschlägiger Berufserfahrung - die hier offenkundig nicht vorliegt.
Spid
 
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Re: Festlegung Erfahrungsstufe?

Beitragvon T.K. am 22.12.2017, 23:24

Vielen Dank für deine Antwort. In meinem Fall würde es sich also um förderliche Berufserfahrung handeln? Was wäre einschlägige Berufserfahrung?
T.K.
 
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Re: Festlegung Erfahrungsstufe?

Beitragvon Spid am 23.12.2017, 09:55

Einschlägige Berufserfahrung ist eine solche Berufserfahrung, bei der die vorherige Tätigkeit nahezu unverändert fortgeführt wird. Sie kann regelmäßig nicht in einer niedrigeren Entgeltgruppe erworben werden.
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Re: Festlegung Erfahrungsstufe?

Beitragvon T.K. am 26.01.2018, 11:31

Von der Personalabteilung hieß es nun, förderliche Berufserfahrung können sie laut Rechnungshof "eigentlich nicht mehr" anrechnen, anrechenbar sei sie ohnehin nur, wenn der zeitliche Abstand zur jetzigen Stelle weniger als 1 Jahr betrage und außerdem sei meine damalige wöchentliche Arbeitszeit von 10 h zu gering.
Ist das tatsächlich so?
T.K.
 
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Re: Festlegung Erfahrungsstufe?

Beitragvon T.K. am 26.01.2018, 11:38

Noch ein Nachtrag (ich weiß nicht, ob relevant): Beim Einstellungsgespräch hatte ich das Thema Erfahrungsstufe angesprochen und von meinem Vorgesetzten hieß es, in meinem Fall handle es sich um Erfahrungsstufe 2. Nach meiner Stellenzusage hieß es dann, das würde die Personalabteilung abklären
T.K.
 
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Re: Festlegung Erfahrungsstufe?

Beitragvon Spid am 26.01.2018, 11:56

Der AG legt selbst fest, ob und in welchem Umfang er förderliche Berufserfahrung berücksichtigen möchte. Wenn er sich dabei an Vorgaben orientieren möchte, soll oder muß, ist das nicht zu beanstanden.
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Re: Festlegung Erfahrungsstufe?

Beitragvon T.K. am 26.01.2018, 13:44

Und gibt es diese Verjährungsfrist von 12 Monaten sowie eine Mindestarbeitszeit pro Woche grundsätzlich – oder liegt das auch im Ermessensspielraum des AG?
Und wer genau ist der AG in diesem Fall eigentlich konkret – die Personalabteilung, der Vorgesetzte oder das Dekanat?
T.K.
 
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Re: Festlegung Erfahrungsstufe?

Beitragvon Spid am 26.01.2018, 13:51

Was an „Der AG legt selbst fest, ob und in welchem Umfang er förderliche Berufserfahrung berücksichtigen möchte“ hast Du nicht verstanden?

AG ist derjenige, mit dem der AN den Arbeitsvertrag schließt.
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Re: Festlegung Erfahrungsstufe?

Beitragvon T.K. am 26.01.2018, 14:46

Kein Grund, unfreundlich zu werden. Unklar war für mich der zweite Satz: "Wenn er sich dabei an Vorgaben orientieren möchte, soll oder muß, ist das nicht zu beanstanden.". Dieser hat für mich die Frage aufgeworfen, ob es sich bei den erwähnten Gründen um rechtliche Vorgaben handelt oder nicht.
T.K.
 
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