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Bewerbung auf befristete Stelle? bei Vorbeschäftigung

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Bewerbung auf befristete Stelle? bei Vorbeschäftigung

Beitragvon Anja44 am 27.01.2018, 21:47

Hallo,

darf ich mich als Angestellter mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag (TV-L) auf eine befristete Stelle bei einem anderem Arbeitgeber (auch TV-L) bewerben? Manchmal steht in den Stellenausschreibungen, dass das wohl nicht gehen würde.

Gruß
Anja
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Re: Bewerbung auf befristete Stelle? bei Vorbeschäftigung

Beitragvon Spid am 27.01.2018, 21:54

Wenn der potentielle AG es in seiner Stellenausschreibung zurecht ausschließt, nicht, ansonsten durchaus.
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Re: Bewerbung auf befristete Stelle? bei Vorbeschäftigung

Beitragvon marco.berlin am 08.02.2018, 17:34

Können durchaus, aber der AV mit dem früheren Arbeitgeber würde wohl im Regelfall aufgelöst. Es wäre dann zu klären, ob hier eine Abordnung vom alten an den neuen Arbeitgeber möglich wäre und damit das Rückkehrrecht zum alten Arbeitgeber.
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Re: Bewerbung auf befristete Stelle? bei Vorbeschäftigung

Beitragvon Spid am 08.02.2018, 17:39

Welche Regel sollte im geschilderten Sachverhalt zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses zum bisherigen AG führen?
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Re: Bewerbung auf befristete Stelle? bei Vorbeschäftigung

Beitragvon marco.berlin am 10.02.2018, 18:58

Mmh... Arbeitgeber A = bisheriger Arbeitgeber. Mitarbeiter möchte nun zu Arbeitgeber B wechseln. A müsste einer Abordnung wohl positiv gesonnen sein, sonst wohl nur Auflösung des Arbeitsvertrages und Wechsel zu B. Davon mal abgesehen, dass das wohl keiner dann machen würden. Welchen Weg siehst du denn in einem solchen Fall Spid?
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Re: Bewerbung auf befristete Stelle? bei Vorbeschäftigung

Beitragvon Spid am 10.02.2018, 19:17

Es gibt weder einen Anspruch auf die Auflösung des Arbeitsverhältnisses noch die behauptete Regel, die zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses in einem solchen Fall führte.

Was für einen Weg für was sollte ich denn sehen?
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Re: Bewerbung auf befristete Stelle? bei Vorbeschäftigung

Beitragvon marco.berlin am 10.02.2018, 20:01

Anja44 erhoffte sich wohl mit der Frage eine Antwort, was und wie wohl passieren würde, wenn sie denn von A zu B wechseln wollte. Wollte Anja44 unbedingt zu B, dann gibt es weche Möglichkeiten?

1. A ordnet Anja44 zum anderen Arbeitgeber befristet ab und nimmt Anja am Ende der Befristung zurück.

2. A lehnt eine Abordnung ab. Anja44 kann nun um einvernehmliche Auflösung des AV mit A bitten oder aber Anja44 müsste kündigen. Kündigung wäre aber im Tausch von unbefristeter zu befristeter Tätigkeit aber risikoreich.

Das sind glaube ich Antworten, die man sich hier vorstellt...
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Re: Bewerbung auf befristete Stelle? bei Vorbeschäftigung

Beitragvon Spid am 10.02.2018, 20:09

Ist das so? Denn keine dieser Antworten weist einen Bezug zur Frage auf.
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Re: Bewerbung auf befristete Stelle? bei Vorbeschäftigung

Beitragvon marco.berlin am 10.02.2018, 20:35

Gut, dann zurück zur Frage. Deine Antwort halte ich schlicht für falsch. Der ausschreibende Arbeitgeber darf nicht einfach einen externen Bewerber ausschließen, nur weil der sich bei einem anderen Arbeitgeber in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis befindet und sich nun auf ein befristete Stelle bewirbt. Diese Erwägung dürfte völlig sachfremd sein und am Grundsatz der Bestenauslese vorbeigehen. Der Arbeitgeber hat schlicht nicht zu bewerten, ob sich jemand aus einem unbefristeten AV auf eine befristete Stelle bewirbt.
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Re: Bewerbung auf befristete Stelle? bei Vorbeschäftigung

Beitragvon Spid am 10.02.2018, 20:59

Deine Antwort zeigt in erster Linie, daß Du meine Antwort nicht verstanden hast. Das habe ich angesichts der Qualität Deiner bisherigen Vorbringungen aber auch nicht erwartet. Meine Antwort ist eine Tautologie. Sie trägt ja die Bedingung des rechtmäßigen Ausschlusses bereits in sich. Die Deinige hingegen offenbart nur eine recht oberflächliche Rechtskenntnis, die insbesondere die Rechtsprechung zu §14 Abs. 2 Satz 2 TzBfG außer Acht läßt. Ein AG B, der z.B. eine Drittmittelstelle, die durch AG A mehrheitlich oder vollständig finanziert wird, kalendermäßig befristet, kann sehr wohl unbefristet Beschäftigte bei AG A wirksam ausschließen, eben weil er sie nicht kalendermäßig befristen könnte.
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