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Kündigung/Aufhebungsvertrag wegen längerer Erkankung?

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Re: Kündigung/Aufhebungsvertrag wegen längerer Erkankung?

Beitragvon Antiwutbuerger am 01.03.2018, 19:53

1. Lass Dir alles schriftlich geben.
2. Unterschreibe nichts vor Ort, maximal mit Kommentar "erhalten/zur Kenntnis am xx.xx."
3. Lass dich nicht dazu hinreißen, in Gegenwart von Zeugen irgendetwas zu "bestätigen" oder zu "sagen", was gegen dich ausgelegt werden kann. Das gilt auch, wenn dein Gegenüber frech wird und entsprechende Kommentare provozieren will.
4. Verweise darauf, dass in dieser Sache ein Anwalt für dich sprechen wird, sollte es um das Thema Kündigung/Abfindung etc. gehen und nur nach Rücksprache mit diesem verbindliche Aussagen getroffen werden können.
5. ggf. Personalrat/Betriebsrat einschalten.

Selbst wenn man dir die Kündigung ausspricht hast du noch genug Zeit, einen Anwalt zu rate zu ziehen und dagegen vorzugehen.

Wenn ich das richtig sehe arbeitest du ja bereits wieder. Eine negative Prognose dürfte da schwierig sein.
Antiwutbuerger
 
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Re: Kündigung/Aufhebungsvertrag wegen längerer Erkankung?

Beitragvon scheuni am 12.03.2018, 00:02

Angestellte57 hat geschrieben:Meine Fragen wären nun:
Ist das rechtlich zulässig, und bin ich in meinem Alter/meinen Dienstjahren und wegen solcher Begründung tatsächlich kündbar?
Für baldige und rechtlich verbindliche Antworten wäre ich sehr dankbar?
MfG,
Angestellte57


Hallo erstmal,
rechtlich verbindliche Aussagen kann und darf hier, so denke ich, keiner treffen. Meiner Meinung nach (und ich bin kein Rechtsanwalt) hast du aber in jedem Fall Anspruch auf eine ordentliche Abfindung. Allerdings gibt es auch da Ausnahmen, die sind u.a. hier aufgelistet. Ich würde aber nicht so einfach aufgeben und mich an deiner Stelle vielleicht doch an einen Fachanwalt auf diesem Gebiet wenden. Der kann die rechtliche Lage besser beurteilen!
scheuni
 
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Re: Kündigung/Aufhebungsvertrag wegen längerer Erkankung?

Beitragvon Hassel am 12.03.2018, 14:07

Wäre schön wenn du uns mitteilen würdest wie das ganze ausgegangen ist.

Weil Kündigung wegen Krankheit im ÖD kaum zu glauben.
Hassel
 
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Re: Kündigung/Aufhebungsvertrag wegen längerer Erkankung?

Beitragvon librarian31 am 12.03.2018, 15:35

Angestellte57 hat geschrieben:Eigentlich wollte ich nicht,dass es zu einem arbeitsrechtlichen Prozess kommt. Die Personalchefin meinte auch, sie wolle mir demnächst ein schritliches "Angebot" zum finanziellen Ausgleich bzw. Abfederung unterbreiten (jedoch bin ich nicht sicher, ob damit die 6monatige Freistellung gemeint war oder eine richtige "Abfindung"). Ich hoffe auf letzteres und wollte die Forumsgemeinde nochmal fragen, ob jemand vergleichbare Erfahrungen gemacht hat und in welcher Höhe sich bei 25 Dienstjahren eine solche Abfindung bewegt oder bewegen sollte.


Das Problem ist: Alles hängt von deinem Gesundheitszustand ab.

Wenn der Arbeitgeber davon ausgehen kann, dass du trotz deiner Weigerung einen Aufhebungsvertrag zu seinen Bedingungen zu akzeptieren so oder so nicht zurückkehrst kann er sich die Kosten für die Abfindung sparen und stattdessen das aufgrund deiner baldigen Verrentung überschaubere Risiko eingehen, die Vertretung bereits jetzt zu entfristen. Solange du nicht wiederkommst entstehen da ja kaum Mehrkosten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Arbeitgeber der dich am liebsten ohne adäquate Kompensation zum Aufhebungsvertrag gedrängt hätte plötzlich eine großzügige Abfindung zahlt.

Dich großzügig abzufinden dürfte nur dann interessant sein, wenn die Gefahr gesehen wird, dass du tatsächlich zurückkehrst und den Laden "aufmischst". Der Arbeitgeber weiss aber auch: Je kränker jemand ist, je unwahrscheinlicher ist dass er dazu überhaupt in der Lage ist.
librarian31
 
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