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Krankengeld Krankengeldzuschuss

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Krankengeld Krankengeldzuschuss

Beitragvon skimarion am 10.03.2018, 13:31

Hallo, ich bin Kinderkrankenschwester in einer Klinik in Bayern. Ich bin seit Juni 2017 immer wieder mal krank, immer bis zu knapp 6 Wochen, und seit dem 22.11.2017 durchwegkrank und beziehe Krankengeld von der Krankenkasse.

Im Januar erhielt ich für Februar das erste Mal ein Krankengeldzuschuss, vom Arbeitgeber, bei dem ich seit 2004 durchweg beschäftigt bin von 251€ netto.

Auf meine Frage hin im Lohnbüro , warum ich das nicht auch schon im Dezember oder November erhalten habe, sagte man mir, weil ich zuviel verdient habe. ( ich bekam im Nov 2017 mein Gehalt und Weihnachtsgeld).

wie oft bekommt man das ? regelmässig monatlich ? oder nur einmal ?
da es sich um verschiedene Frakturen in meinem Fuß handelt ( 3 verschiedene aneinander gereiht aufgetreten) die wurden auch im Diagnoseschlüssel erfasst )

ich kenne mich wirklich nichts aus Danke für die Hilfe
Marion
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Re: Krankengeld Krankengeldzuschuss

Beitragvon frodobeutlin100 am 10.03.2018, 16:52

http://www.tarifvertragoed.de/tv_l_paragraf_22

Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) .

§ 22 Entgelt im Krankheitsfall

(2) 1Nach Ablauf des Zeitraums gemäß Absatz 1 (Anmerkung: der Entgeltfortzahlung) erhalten die Beschäftigten für die Zeit, für die ihnen Krankengeld oder entsprechende gesetzliche Leistungen gezahlt werden, einen Krankengeldzuschuss

---- in Höhe des Unterschiedsbetrags zwischen den tatsächlichen Barleistungen des Sozialleistungsträgers und dem Nettoentgelt. -----

2Nettoentgelt ist das um die gesetzlichen Abzüge verminderte Entgelt im Sinne des § 21; bei freiwillig Krankenversicherten ist dabei deren Gesamtkranken- und Pflegeversicherungsbeitrag abzüglich Arbeitgeberzuschuss zu berücksichtigen. 3Bei Beschäftigten, die in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherungsfrei oder die von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung befreit sind, sind bei der Berechnung des Krankengeldzuschusses diejenigen Leistungen zu Grunde zu legen, die ihnen als Pflichtversicherte in der gesetzlichen Krankenversicherung zustünden.

(3) 1Der Krankengeldzuschuss wird bei einer Beschäftigungszeit (§ 34 Absatz 3)

a) von mehr als einem Jahr längstens bis zum Ende der 13. Woche und
b) von mehr als drei Jahren längstens bis zum Ende der 39. Woche

seit dem Beginn der Arbeitsunfähigkeit infolge derselben Krankheit gezahlt. 2Maßgeblich für die Berechnung der Fristen nach Satz 1 ist die Beschäftigungszeit, die im Laufe der krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit vollendet wird. 3Innerhalb eines Kalenderjahres kann das Entgelt im Krankheitsfall nach Absatz 1 und 2 insgesamt längstens bis zum Ende der in Absatz 3 Satz 1 genannten Fristen bezogen werden; bei jeder neuen Arbeitsunfähigkeit besteht jedoch mindestens der sich aus Absatz 1 ergebende Anspruch.

---

es kommt also auf die tatsächlichen Bezüge an

für November 2017 / Dezember 2017 dürfte auch Entgelfortzahlung vorgelegen haben ... (neue Erkrankung)
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Re: Krankengeld Krankengeldzuschuss

Beitragvon skimarion am 11.03.2018, 22:29

leider nicht, die Erkrankungen wurden zusammen gezogen.
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Re: Krankengeld Krankengeldzuschuss

Beitragvon scheuni am 12.03.2018, 00:03

Was meinst du mit die Erkrankungen wurden zusammengezogen?
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Re: Krankengeld Krankengeldzuschuss

Beitragvon timiditas am 12.03.2018, 07:37

Das kommt vor, wenn man wegen der selben Erkrankung mehrfach arbeitsunfähig ist.
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Re: Krankengeld Krankengeldzuschuss

Beitragvon Hassel am 12.03.2018, 14:00

Ich war immer der Meinung im TV L gibt es diesen zuschuss nicht mehr, bei mir heißt es immer glaub wer vor 1995 eingestellt wurde.... ist diese Auskunft dann so nicht korrekt. Hatte mal so ein Fall wegen Knie OP nach Rücksprache meines Personalrates hieß es ist nur noch für die vor 95
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Re: Krankengeld Krankengeldzuschuss

Beitragvon Gerda Schwäbel am 12.03.2018, 15:08

Hassel hat geschrieben: ... ist diese Auskunft dann so nicht korrekt.

Nein, so stimmt das nicht. Wer am 30.06.1994 nach BAT-West bezahlt wurde und heute noch im selben Abeitsverhältnis steht, hat Anspruch auf den Krankengeldzuschuss nach § 13 Abs. 1 TVÜ-Länder. Alle Anderen haben Anspruch nach § 22 Abs. 2 TV-L, der aber häufig ins Leere geht. Seit Einmalzahlungen (LOB und Jahressonderzahlung) bei der Berechnung des Krankengeldes berücksichtigt werden, ergibt sich aufgrund § 22 Abs. 2 TV-L rechnerisch häufig kein Anspruch auf Krankengeldzuschuss.
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Re: Krankengeld Krankengeldzuschuss

Beitragvon skimarion am 14.03.2018, 10:47

@ gerda

da ich 2004 in diesem Betrieb angefangen habe, und davor 2 Jahre in einem Haus, dessen Verträge übernommen und anerkannt wurden glauben Sie , dass ich hier keinen Anspruch auf Krankengeldzuschuss habe ?

habe für eine ältere Sache mal 28,35 € im Jahr 2015 mit der Bezeichnung Zusch.Krankeng.aut bekommen ( obwohl 6 Wochen im Krankengeld bei 3-monatiger Krankheit)
Zuletzt geändert von skimarion am 14.03.2018, 11:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Krankengeld Krankengeldzuschuss

Beitragvon skimarion am 14.03.2018, 11:40

so, ich muss meinen beitrag nochmal richtig stellen, ich habe kein Krankengeldzuschuss bekommen, das war nur eine nachzahlung aus schichtzulagen etc.

auf meinem Gehaltszettel steht TVöD Tarif falls das relevant ist. Eintrittsdatum 2004
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Re: Krankengeld Krankengeldzuschuss

Beitragvon Gerda Schwäbel am 14.03.2018, 16:04

skimarion hat geschrieben:... ich habe kein Krankengeldzuschuss bekommen, das war nur eine nachzahlung aus schichtzulagen etc.
... TVöD Tarif ...

Dann richtet sich der Anspruch nach § 22 Abs. 2 TVöD. Dafür gilt aber dasselbe wie für § 22 Abs. 2 TV-L: Bei der (monatlich notwendigen) Berechnung ergibt sich als Ergebnis häufig der Betrag "null"! Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer Zahlung kommt, ist umso größer, je kürzer der Monat ist. Vielleicht bekommen Sie ja für Februar ein paar Euro?

Die Begründung für das Nichtbezahlen eines Krankengeldzuschusses "weil Sie zu viel verdient hätten" ist nicht schlüssig, aber die Richtigkeit der Entscheidung kann ich von hier aus sowieso nicht beurteilen.

Mich überrascht aber, dass die Krankheitszeiträume zusammengefasst wurden, wenn tatsächlich drei Brüche an unterschiedlichen Stellen vorlagen und Sie dazwischen immer wieder arbeitsfähig gewesen sind. Vielleicht sollten Sie bei der Krankenkasse nachfragen, ob der Sachverhalt dort richtig angekommen ist.
Gerda Schwäbel
 
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