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Aufgabenausübung außerhalb Tätigkeitsbeschreibung

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Re: Aufgabenausübung außerhalb Tätigkeitsbeschreibung

Beitragvon Spid am 13.04.2018, 15:50

Ich wüßte spontan keines - der Sachverhalt dürfte in dieser Ausprägung auch recht selten sein.
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Re: Aufgabenausübung außerhalb Tätigkeitsbeschreibung

Beitragvon Lars73 am 13.04.2018, 15:53

Prozesstaktisch würde man sowieso schauen was der Beschäftigte als übertragende Tätigkeiten vorträgt (deren Zeitanteil) und ob sich daraus wirklich eine höhere Entgeltgruppe ergibt. Der Entwurf der Tätigkeitsbeschreibung wird alleine kaum reichen. Im Zweifelsfall streite ich mich um Zeitanteile usw. und behaupte tatsächlich übertragen sind die Aufgaben mit anderen Zeitanteilen.
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Re: Aufgabenausübung außerhalb Tätigkeitsbeschreibung

Beitragvon Spid am 13.04.2018, 16:06

Sicher. Da der AG jedoch seiner Pflicht nach §2 NachwG nicht nachgekommen ist und es auch an sonstigen Nachweisen hinsichtlich der auszuübenden Tätigkeit fehlt, käme glaubwürdigen Arbeitsplatzaufzeichnungen ein hoher Beweiswert zu, da dem AG durch seine Rechtspflichtsverletzung kein Vorteil erwachsen soll.
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Re: Aufgabenausübung außerhalb Tätigkeitsbeschreibung

Beitragvon ano1 am 13.04.2018, 16:18

Es geht hier um eine Aufgabe, deren Zeitanteil 60% beträgt. Welche augenscheinlich komplett gestrichen werden soll.
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Re: Aufgabenausübung außerhalb Tätigkeitsbeschreibung

Beitragvon atatat am 13.04.2018, 16:20

ano1 hat geschrieben:Es geht hier um eine Aufgabe, deren Zeitanteil 60% beträgt. Welche augenscheinlich komplett gestrichen werden soll.
Und hat dein Chef die Personaler mal gefragt, was du ansonsten den ganzen Tag machen sollst, respektive wer diese Arbeit machen soll?
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Re: Aufgabenausübung außerhalb Tätigkeitsbeschreibung

Beitragvon Bundesforschung am 14.04.2018, 19:22

Ich falle vom Glauben ab. Der AG bekommt einen Mitarbeiter, der Fähigkeiten hat die beim AG nachgefragt werden und tatsächlich 60% eingesetzt werden. Anstatt sich zu freuen, dass man einen Mitarbeiter produktiv verwendet und diesem zugleich Entwicklungsmöglichkeiten über die initiale EG hinaus bieten kann (wäre ja auch motivierend) wird wegen ein paar tausend Euro dann so ein Zirkus veranstaltet?
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Re: Aufgabenausübung außerhalb Tätigkeitsbeschreibung

Beitragvon frodobeutlin100 am 15.04.2018, 17:59

Bundesforschung hat geschrieben:Ich falle vom Glauben ab. Der AG bekommt einen Mitarbeiter, der Fähigkeiten hat die beim AG nachgefragt werden und tatsächlich 60% eingesetzt werden. Anstatt sich zu freuen, dass man einen Mitarbeiter produktiv verwendet und diesem zugleich Entwicklungsmöglichkeiten über die initiale EG hinaus bieten kann (wäre ja auch motivierend) wird wegen ein paar tausend Euro dann so ein Zirkus veranstaltet?


so ist das im ÖD - Haushalt geht vor Aufgabenerledigung
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Re: Aufgabenausübung außerhalb Tätigkeitsbeschreibung

Beitragvon ano1 am 16.04.2018, 08:34

Um das mal kurz zusammenzufassen:

Ich habe weder Anspruch auf eine Zulage für die bisher erledigten Aufgaben, noch kann ich anhand der Dauer dieser das in Zukunft durchsetzen, da der Stellenplan das nicht zulässt?

Wenn das der Fall sein sollte, darf ich prinzipiell auch nach Streichung dieser, die Aufgaben nicht mehr ausüben? Ich hab ein bisschen Bauchschmerzen dabei, diese noch zu erledigen, da es hier um Geld geht und ich im Zweifelsfall dafür hafte und im Umkehrschluss der AG nicht hinter mir steht, mit der Begründung, es würde nicht zu meinen Aufgaben zählen?!
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Re: Aufgabenausübung außerhalb Tätigkeitsbeschreibung

Beitragvon Lars73 am 16.04.2018, 09:26

"Ich habe weder Anspruch auf eine Zulage für die bisher erledigten Aufgaben, noch kann ich anhand der Dauer dieser das in Zukunft durchsetzen, da der Stellenplan das nicht zulässt?"

Nein. Wenn man Dir wirksam Aufgaben einer höheren Entgeltgruppe übertragen hat, muss man dich entsprechend bezahlen.

"Wenn das der Fall sein sollte, darf ich prinzipiell auch nach Streichung dieser, die Aufgaben nicht mehr ausüben?"

Wenn Dich der Arbeitgeber anweist diese Aufgaben nicht zu machen musst du diese Anweisung folgen. Du solltest aber schriftlich Übertragung von Aufgaben des entsprechenden Levels verlangen und dies notfalls auch durchsetzen. (Bzw. zumindest die Bezahlung wobei auch Anspruch auf entsprechende Tätigkeiten besteht.)

Es ist aber nach den bisherigen Schilderungen nicht klar ob man dir im tariflich nötigen Umfang höherwertige Aufgaben dauerhaft übertragen hat und ob du dies im Zweifelsfall vor Gericht beweisen könntest.
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Re: Aufgabenausübung außerhalb Tätigkeitsbeschreibung

Beitragvon ano1 am 16.04.2018, 09:37

Lars73 hat geschrieben:Nein. Wenn man Dir wirksam Aufgaben einer höheren Entgeltgruppe übertragen hat, muss man dich entsprechend bezahlen.

Es ist aber nach den bisherigen Schilderungen nicht klar ob man dir im tariflich nötigen Umfang höherwertige Aufgaben dauerhaft übertragen hat und ob du dies im Zweifelsfall vor Gericht beweisen könntest.


Der Diskussion zufolge wurde mir durch meinen Vorgesetzten höherwertige Aufgaben übertragen, obwohl er dies nicht ohne Rücksprache mit dem Personal hätte machen dürfen.

Dies zu beweisen wäre nicht das Problem, da bei der Erstellung von eben diesen Maßnahmen im Programm man den Umfang sowie Datum+Uhrzeit herauslesen kann.
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