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Wechsel des AG, ähnliche Tätigkeit, geringere EG

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Wechsel des AG, ähnliche Tätigkeit, geringere EG

Beitragvon Dibab am 07.05.2018, 10:14

Hallo,
aus teilweise privaten Gründen wollen ich und meine Freundin umziehen. Wir sind derzeit beide nach dem TV-L angestellt, sie befristet bis 30.11.2018 (EG 9/3), ich unbefristet (EG 11/3). Die lediglich befristete Anstellung meiner Freundin ist dabei auch ein Umzugsgrund für uns.

Nunmehr habe ich in unserer Wunschregion gleich zwei Stellenausschreibungen entdeckt, welche für mich interessant wären:
a)
Für 21 Monate befristete Anstellung (Training) in EG 10 TV-L, Absicht der unbefristeten Übernahme in EG 10 bzw. A 10. Zu 50 % neue Aufgaben, zu 50 % Aufgaben meiner bisherigen Tätigkeit.
b)
Für 21 Monate befristete Anstellung (Training) in EG 10 TV-L, Absicht der unbefristeten Übernahme in EG 12 bzw. A 12. Neue Tätigkeit ist bereits Teil meiner bisherigen Tätigkeit (zu ca. im Wesentlichen entsprechen.

Ich beabsichtige derzeit, mich auf beide Ausschreibungen zu bewerben, auch wenn ich dabei jeweils meine derzeit unbefristete Anstellung aufgeben würde. Ausschreibung b) wäre aufgrund der später höheren EG mein Favorit.

Wie könnte ich im Rahmen eines Vorstellungsgespräches bezüglich einer höheren Stufeneinordnung in die 21-monatige EG 10 argumentieren? Selbst wenn sie mich in die gleiche Stuffe stecken würden (von EG 11/3 nach EG 10/3), würde ich ja (befristet) weniger verdienen. Wäre vllt. eine persönliche tarifwirksame Zulage, welche die Differenz ausgleicht möglich? Oder welche anderen Mittel sind da seitens des AG denkbar bzw. üblich?
Falls es wichtig ist, der alte AG wäre im Tarifgebiet Ost, der neue im Tarifgebiet West.

Wichtig für mich ist natürlich auch zu erfragen, woran eine spätere Übernahme/Entfristung abhängig gemacht wird.
Dibab
 
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Re: Wechsel des AG, ähnliche Tätigkeit, geringere EG

Beitragvon Lars73 am 07.05.2018, 15:06

Üblich dürfte maximal Stufe 3 sein. Wenn man dich unbedingt will könnte man eine Zulage nach § 16 (5) TV-L gewähren.
"(5) Zur regionalen Differenzierung, zur Deckung des Personalbedarfs, zur Bindung von qualifizierten Fachkräften oder zum Ausgleich höherer Lebenshaltungskosten kann Beschäftigten abweichend von der tarifvertraglichen Einstufung ein bis zu zwei Stufen höheres Entgelt ganz oder teilweise vorweg gewährt werden. Beschäftigte mit einem Entgelt der Endstufe können bis zu 20 v.H. der Stufe 2 zusätzlich erhalten. Die Zulage kann befristet werden. Sie ist auch als befristete Zulage widerruflich."
Lars73
 
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Re: Wechsel des AG, ähnliche Tätigkeit, geringere EG

Beitragvon Dibab am 08.05.2018, 06:08

Lars73 hat geschrieben:Üblich dürfte maximal Stufe 3 sein. Wenn man dich unbedingt will könnte man eine Zulage nach § 16 (5) TV-L gewähren.
"(5) Zur regionalen Differenzierung, zur Deckung des Personalbedarfs, zur Bindung von qualifizierten Fachkräften oder zum Ausgleich höherer Lebenshaltungskosten kann Beschäftigten abweichend von der tarifvertraglichen Einstufung ein bis zu zwei Stufen höheres Entgelt ganz oder teilweise vorweg gewährt werden. Beschäftigte mit einem Entgelt der Endstufe können bis zu 20 v.H. der Stufe 2 zusätzlich erhalten. Die Zulage kann befristet werden. Sie ist auch als befristete Zulage widerruflich."


Danke für die Antwort!

Hm, das wäre ja noch immer ein "Verlust" von ca. 80 € Netto. Nicht schön ... aber sicher verschmerzbar. Muss ich sehen, wie entgegenkommend die sind.
Ärgerlich in diesem Jahr wäre vielmehr der Verlust eines Großteils der Jahressonderzahlung.
Dibab
 
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