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Verbeamtung mit/ohne Vorbereitungsdienst und Laufbahnprüfung

Bundesbeamte und Soldaten
Beamte der ehemaligen Staatsunternehmen (Post, Bahn)

Re: Verbeamtung mit/ohne Vorbereitungsdienst und Laufbahnprü

Beitragvon burnerle am 16.03.2017, 07:35

"Master-Abschlüsse führen direkt in den hD ALLERDINGS gibt es ein paar Haken! Wenn der Absolvent "nur" die Bildungsvoraussetzung (=Master-Abschluss) hat, dann fehlt ihm zur Laufbahnbefähigung die sog. berufspraktische Zeit. Man könnte zwar Master direkt einstellen und im hD arbeiten lassen....und nach so und soviel Zeit, könnte man die Laufbahnbefähigung anerkennen, ABER das machen nur sehr sehr sehr wenige Behörden.
Für Tarifbeschäftigte gilt dieser Kram nicht. Die können mit ihrem Master direkt im hD (wohl E13...) beginnen."

Korrekt, es geht um die Unterscheidung zwischen "Befähigung" und "Qualifikation" für die Laufbahn.

Bei uns wird das gelöst, in dem man für zwei Jahre eine Anstellung auf einer Stelle des hD erhält. Danach liegen beide oben genannten Punkte vor und es kann direkt im hD als Beamter eingestellt werden. Aber natürlich nur, wenn der Dienstherr das auch möchte...

Grüße
burnerle
 
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Re: Verbeamtung mit/ohne Vorbereitungsdienst und Laufbahnprü

Beitragvon Hauruck am 16.03.2017, 19:17

MarioW hat geschrieben:
Nisaaru hat geschrieben:Ich denke nicht, dass der Bund im geh. nichttechnischen Dienst ohne Laufbahnbefähigung verbeamten wird, da der Bedarf durch Menschen mit Laufbahnbefähigung gedeckt werden kann.

Insofern wird sich die Frage einer Verbeamtung de facto erst im hD stellen. Dort gibt es eine Pflicht zur vorherigen "hauptberufliche Tätigkeit". Die muss natürlich E13 und höher bewertet sein, weil sie sonst ja keine Tätigkeit im hD ist.... danach könnte dann verbeamtet werden.


Dem muss man etwas widersprechen, denn in der Bundeswehrverwaltung wird genau dies sehr offensiv gemacht, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die von außen kommen, als Tarifbeschäftigte eingestellt werden mit dem Ziel der Verbeamtung, wenn die entsprechenden Fristen erfüllt sind.

Das mag in den den anderen Bundesbereichen durchaus anders sein, aber bei der Bundeswehr im zivilen Bereich ist es nicht so.

Wie sind denn nochmal diese Fristen?
Ich bin nämlich genau in der von dir beschriebenen Situation. Derzeit E9b auf einer A9/10 Stelle. Im Prinzip wurde mir gesagt, ich könne/solle nach einem Jahr bei dem Laden den Antrag auf Verbeamtung stellen. Der dauert dann zirka ein halbes Jahr und dann seien 1,5 Jahre um und das sei genug Zeit, um die Verbeamtung zu erhalten.
Stimmt das so?
Hauruck
 
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Re: Verbeamtung mit/ohne Vorbereitungsdienst und Laufbahnprü

Beitragvon vber am 16.03.2017, 19:27

Wenn man sich als Master im gntD sich verbeamten läßt, wie kommt man als Beamter vom gntD in den hD? Es fehlt ja die hauptberufliche Tätigkeit für die Laufbahnbefähigung im hD. Aber es gibt den § 39 BLV.
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Re: Verbeamtung mit/ohne Vorbereitungsdienst und Laufbahnprü

Beitragvon ThomBer am 20.03.2017, 12:23

Um Wiederholungen zu vermeiden kürze ich meine Antwort mal ab:

1. Richtig, einem Master fehlt die berufspraktische Zeit und nochmal richtig, das ist im Grunde gar nicht sooo schlimm, denn das ist sozusagen "heilbar" bzw. "nachholbar".

2. Stellen für "Master-Wirtschaft" und Wissenschaft u.ä. gibt es, keine Frage, nur für den LL.M. sieht es mega mies aus, weil die Volljuristen nämlich nicht nur Juristen-Stellen besetzen, sondern so gut wie jede Stelle, für die man kein anderes Fachstudium benötigt. Volljuristen werden schon IMMER als allgemeine Führungskräfte angesehen, auch LEIDER außerhalb der Rechtsabteilungen, wo sie eigentlich hingehören. Ärzte, Geologen und BWL´ler leiten selten Bereiche außerhalb ihrer Disziplin, aber weil ja JEDER Bereich immer auch ein Wenig mit §§ zu tun hat, klingt es vertretbar, wenn man dort überall Volljuristen verpulvert.

3. In den hD kommt man nur, wenn man gute Freunde hat oder wenn der Dienstherr einen internen Aufstiegslehrgang anbietet und man sich dafür qualifiziert.
ThomBer
 
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