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PKV wird teurer

Bundesbeamte und Soldaten
Beamte der ehemaligen Staatsunternehmen (Post, Bahn)

PKV wird teurer

Beitragvon Franz am 29.09.2016, 19:41

"Die Kosten für die Private Krankenversicherung steigen drastisch. [...]
Die geplanten Beitragserhöhungen betreffen demnach zwei Drittel der 8,9 Millionen privat Versicherten in Deutschland. Die Zeitung schreibt, für die Versicherten seien Zusatzkosten bis zu 50 Euro im Monat möglich, nennt jedoch keine Quellen für diese Rechnung."

http://www.focus.de/finanzen/versicheru ... 07661.html
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Re: PKV wird teurer

Beitragvon atatat am 30.09.2016, 07:46

Ist doch klar, die haben ja auch Probleme die Rücklagen sicher und Ertragreich anzulegen.
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Re: PKV wird teurer

Beitragvon mathiasla am 30.09.2016, 09:28

Dazu kann man auch keine Nettozahlen nennen, da jeder andere Beiträge zahlt, gesichert ist nur dass die PKV ihr Rücklagen erwirtschaften müssen und dies auf Grund der niedrigen Zinsen nicht aus dem Kapitalmarkt funktioniert.

Daher werden die Beiträge um 10 -12 Prozent abgehoben, jetzt muss jeder auf seine Beitragsrechnung gucken und schon ist man schlauer ;)
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Re: PKV wird teurer

Beitragvon Slider26 am 28.10.2016, 19:26

mathiasla hat geschrieben:Dazu kann man auch keine Nettozahlen nennen, da jeder andere Beiträge zahlt, gesichert ist nur dass die PKV ihr Rücklagen erwirtschaften müssen und dies auf Grund der niedrigen Zinsen nicht aus dem Kapitalmarkt funktioniert.

Daher werden die Beiträge um 10 -12 Prozent abgehoben, jetzt muss jeder auf seine Beitragsrechnung gucken und schon ist man schlauer ;)



Blödsinn.

Die Debeka als größte deutsche PKV hat Ihre Beiträge aus "Kulanz" in diesem Jahr bei vielen Kunden bei 25% gedeckelt. Wer es nicht glaub kann gern dort anrufen und nachfragen. Normalerweise hätte der Beitrag noch viel höher ausfallen müssen.

Meine PKV steigt um 19,7%.
Zuletzt geändert von Slider26 am 28.10.2016, 19:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: PKV wird teurer

Beitragvon guzmaro am 01.11.2016, 11:58

20% ohha.


was zahlst du den vorher und nachher? aus Interesse?!?
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Re: PKV wird teurer

Beitragvon Nordstern am 01.11.2016, 12:26

Dann darf man sich ja richtig auf die neuen Beitragsbescheide der Debeka "freuen"!

Habe ich das richtig verstanden, dass die Maximalanpassungen bei rd. 25% liegen und selbst dieser Steigerungssatz eigentlich nicht ausgereicht hätte?

Wenn ich mal für meine Familie und mich diesen Maximalsatz (25%) als Worst Case annehme, wären das mtl. Mehrkosten von rd. 115,00 EUR.

Insofern hoffe ich natürlich auf den Durchschnitt von 10-12 %, der schon saftig genug ausfällt und das Budget ordentlich belastet.
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Re: PKV wird teurer

Beitragvon Karsten am 01.11.2016, 16:12

Nordstern hat geschrieben:Dann darf man sich ja richtig auf die neuen Beitragsbescheide der Debeka "freuen"!

Habe ich das richtig verstanden, dass die Maximalanpassungen bei rd. 25% liegen und selbst dieser Steigerungssatz eigentlich nicht ausgereicht hätte?

Wenn ich mal für meine Familie und mich diesen Maximalsatz (25%) als Worst Case annehme, wären das mtl. Mehrkosten von rd. 115,00 EUR.

Insofern hoffe ich natürlich auf den Durchschnitt von 10-12 %, der schon saftig genug ausfällt und das Budget ordentlich belastet.


Nein, Sie können die 25% nicht als Maximalanpassung ansehen. Es ist etwas komplizierter und ich versuche es mal zu erklären.

Die Debeka hat bis 31.12.2016 alle PKV Bisex-Tarife mit einem Rechnungszins von 3,5% kalkuliert. Zum 01.01.2017 muss die Debeka den Rechnungszins für diese Tarife auf 3,2% absenken, weil man die 3,5% Zinsen im sogenannten AUZ-Verfahren (Aktuarieller Unternehmenszins) nicht mehr erreicht. Zuständig für die Ermittlung des AUZ ist die BaFin.

Die Wirkung einer Rechnungszinsabsenkung auf die Beiträge eines Tarifs hängt vom Verlauf des Kopfschadenprofils und von den eingerechneten Ausscheidewahrscheinlichkeiten ab: Je steiler das Profil und je
kleiner die Ausscheidewahrscheinlicheiten sind, desto
größer ist der Effekt einer Rechnungszins-Absenkung. Da die PKV seit 2009 keine älteren Versicherten mehr an die GKV "übergeben" kann, altert das Kollektiv nun sehr schnell und die Kosten je Versicherten steigen eh überproportional, da PKVen höhere Behandlungskosten zahlen.

DIe fehlenden Zinseinnahmen und steigende Kosten im Tarif müssen also durch steigende Beiträge ausgeglichen werden. Wirklich grob geschätzt und bei gleich bleibender Kostendynamik erzeugen 0,1% Rechnungszinssenkung bei 40 Jahren Laufzeit ca. 5% höhere Beiträge im Bestand. Deshalb erzeugen die 0,25% Absenkung im Schnitt 15-20% Beitragsanpassungen bei jedem Versicherten. Je jünger desto höher, weil der verlorene Zinseszins immer höher ist.

Gedeckelt hat die Debeka die Beitragsanpassungen im Übrigen, indem man den Rechnungszins nur auf 3,2% abgesenkt hat. In den Ende 2012 eingeführten Unisex-Tarifen kalkulieren die meisten Anbieter mit maximal 2,75 Prozent. Die 3,2% wird man ebenfalls nicht lange erreichen.

Das Procedere wird sich also bei der Debeka schnellstens wiederholen, denn wie aus einer Kleinen Anfrage der Fraktion Die Linke an die Bundesregierung hervorgeht (Drucksache 18/10101, 21.10.2016), hatten 2015 insgesamt 36 PKV Unternehmen, die Krankheitskostenvollversicherungen anbieten, den ursprünglichen Rechnungszins von 3,5 Prozent nicht nachweisen können. 2016 gaben alle Anbieter an den eigenen AUZ-Wert 2017 nicht erreichen zu können.
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Re: PKV wird teurer

Beitragvon Slider26 am 01.11.2016, 16:46

Nordstern hat geschrieben:
Gedeckelt hat die Debeka die Beitragsanpassungen im Übrigen, indem man den Rechnungszins nur auf 3,2% abgesenkt hat. In den Ende 2012 eingeführten Unisex-Tarifen kalkulieren die meisten Anbieter mit maximal 2,75 Prozent. Die 3,2% wird man ebenfalls nicht lange erreichen.




Da ich ja ein hartnäckiger Mensch bin, habe ich mich gestern telefonisch auch davon überzeugen dürfen.

Du hast vollkommen recht. Die alten "P"-Tarife (Bisex!) werden aktuell noch bei der Debeka mit 3,2 % Rechnungszins geführt.

Das bedeutet defintiv (dieses oder nächstes Jahr) für diese Tarifwelt nochmal eine erhebliche Beitragssteigerung, wenn die Absenkung auf 2,75% erfolgt.

Die Unixex ("B"-Tarife) sind bereits auf 2,75% umgestellt.
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Re: PKV wird teurer

Beitragvon Karsten am 01.11.2016, 17:13

Slider26 hat geschrieben:
Karsten hat geschrieben:
Gedeckelt hat die Debeka die Beitragsanpassungen im Übrigen, indem man den Rechnungszins nur auf 3,2% abgesenkt hat. In den Ende 2012 eingeführten Unisex-Tarifen kalkulieren die meisten Anbieter mit maximal 2,75 Prozent. Die 3,2% wird man ebenfalls nicht lange erreichen.




Da ich ja ein hartnäckiger Mensch bin, habe ich mich gestern telefonisch auch davon überzeugen dürfen.

Du hast vollkommen recht. Die alten "P"-Tarife (Bisex!) werden aktuell noch bei der Debeka mit 3,2 % Rechnungszins geführt.

Das bedeutet defintiv (dieses oder nächstes Jahr) für diese Tarifwelt nochmal eine erhebliche Beitragssteigerung, wenn die Absenkung auf 2,75% erfolgt.

Die Unixex ("B"-Tarife) sind bereits auf 2,75% umgestellt.


Immerhin decken sich somit die Angaben. Auf dem Seminar, welches ich besuchte wurde klar gesagt, dass die Debeka mit knapp 30% PKV-Marktanteil erheblichen politischen und finanziellen Druck verspürt und Beitragsanpassungen solange wie möglich verzögert. Bereits zum 01.01.2016 hätten Anpassungen vorgenommen werden müssen. Hinzu kommen zahlreiche Leistungsanpassungen in der Pflegeversicherung, welche die PKVen nun ebenfalls ab 01.01.2017 anbieten müssen.

Das wird noch heftig, denn ohne Zinsen auf Altersrückstellungen ist die PKV nicht mehr besser als eine GKV, hat aber deutlich höhere Kosten.
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Re: PKV wird teurer

Beitragvon yamato am 02.11.2016, 06:32

Für Beamte dürfte sich die PKV immer noch deutlich lohnen.
Bei mit hat die Debeka ab 01.01.17 den mtl. Beitrag um 32 € (inkl. PV) erhöht, d.h. ich zahle dann rund 240 € mtl.
Die GKV würde mich ohne Zusatzbeiträge bereits ca. 430 € mtl. Kosten, somit könnte die Debeka noch 3x um den o.g. Beitrag erhöhen bis es gleich teuer ist.
Nach der Pensionierung sinkt dann der Beitrag nochmal um 20 Prozentpunkte (zumindest nach heutigem Recht)

Falls es was zur Sache tut, Bundesbeamter A10, 44 Jahre, seit 24 Jahren in der PKV.
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