Startseite

Lohnt sich eine Verbeamtung bei Vorerkrankung (=keine PKV)

Bundesbeamte und Soldaten
Beamte der ehemaligen Staatsunternehmen (Post, Bahn)

Lohnt sich eine Verbeamtung bei Vorerkrankung (=keine PKV)

Beitragvon Derick am 22.03.2017, 16:34

Hallo,

ich stecke ziemlich in der Zwickmühle und hoffe, dass ihr mir helfen könnt.
Ich habe auf der einen Seite die Chance verbeamtet zu werden, auf der anderen Seite habe ich eine Vorerkrankung, durch die ich keinen normalen Vertrag einer privaten Krankenversicherung (PKV) erhalten werden.


Nach vielem lesen und informieren bin ich nun unsicher, ob es überhaupt Sinn macht in dieser Konstellation verbeamtet zu werden.


Ein paar Fragen dazu:

1) Ich gehe aktuell davon aus, dass es wenn überhaupt Sinn machen würde freiwillig gesetzlich versichert zu bleiben, da der Basistarif der PKV mir keinen Vorteil (bezogen auf die Leistungen) bieten würde, stattdessen die Kosten(entwicklung) sehr wahrscheinlich negativ sein wird. Grund: Im Basistarif landen sehr viele "Problemfälle", wodurch die Beiträge zwangsläufig (stark) steigen müssen.
2) Wer erfährt vom Ergebnis der Gesundheitsprüfung? Bisher weiß nämlich noch niemand (dienstlich) von meiner Vorerkrankung.
3) "Mehr Netto vom Brutto" - Das scheint bei mir nicht aufzugehen, wenn meine Rechnung korrekt ist.
Ich habe mal verglichen, was ich als Angestellter und als Beamter in der Entgeltgruppe 11 (E11 <> A11) bei maximaler Erfahrungsstufe (6 <> 8) Netto erhalten würde.
Als Angestellter:
Brutto: 4.955,97€
Netto: 2.862,20€ (hiermit gerechnet: https://bezuegerechner.bva.bund.de)

Als Beamter:
Brutto: 4.749,20€
Netto: 3.498,48 (auch mit https://bezuegerechner.bva.bund.de)
- 15% Krankenversicherung = 712,35, (inkl. Arbeitgeberanteil den ich als freiwillig gesetzlich versicherter selber tragen müsste.)
Netto final: 2786,13€

Fazit: Selbst langfristig, würde ich permanent weniger verdienen, was sich langfristig natürlich aufsummiert.

Ist diese Rechnung korrekt, oder habe ich irgendwo einen Fehler drin?
Wäre sehr dankbar bei diesen wichtigen Fragen ein Feedback zu kriegen.

Lieben Gruß
Derick
Derick
 
Beiträge: 4
Registriert: 22.03.2017, 16:07

Re: Lohnt sich eine Verbeamtung bei Vorerkrankung (=keine PK

Beitragvon Karsten am 22.03.2017, 17:29

Als Beamter werden Sie gemäß § 6 I Nr. 2 SGB V versicherungsfrei sein. Das heißt Sie haben dann die Wahl zwischen den verschiedenen Systemen (PKV / GKV). Lassen Sie sich keinesfalls eine PKV Pflicht einreden. Sie haben die Wahl !

Die Frage der Zuschüsse zu einer freiwilligen gesetzlichen Krankenversicherung richtet sich derzeit nach § 257 SGB V. Wenn eine dort aufgeführte Voraussetzung vorliegt, dann muss der Arbeitgeber einen Zuschuss in Höhe von 50 Prozent zum Beitrag für die gesetzliche Krankenkasse bezahlen. Diese Voraussetzungen erfüllen Beamte derzeit nicht.

Bei Beamten zahlt der Dienstherr seinen "Arbeitgeberzuschuss" durch "Verpflichtung" in Form einer zu gewährleistenden Beihilfe. Aufgrund dieses Zuschusses sind die PKV Tarife für Beamte erheblich günstiger, denn die privaten Versicherer müssen maximal eine 50-Prozentige Krankheitsvollkostenversicherung anbieten. Die GKV ist nur in Ausnahmefällen günstiger, sofern z.B. mehrere Kinder und ein erwerbsloser Ehepartner kostenfrei über die Familienversicherung mitversichert wird oder für Angehörige die Öffnungsaktion der PKV nicht mehr greift, weil die Frist abgelaufen ist.

Da Sie eine Vorerkrankung haben, sollten Sie unbedingt die vom Staat mit der PKV vereinbarte Öffnungsaktion nutzen. Hier muss sie die PKV bei Vorerkrankungen versichern und darf einen maximalen Risikozuschlag von 30% verlangen.

Nähere Informationen hier: https://www.pkv.de/service/broschueren/ ... ge.pdb.pdf

Allgemeiner Hinweis:

Eine Rechtsgrundlage für Beamte zur Geltendmachung eines Zuschusses in Höhe von 50 Prozent zu den Krankenversicherungsbeiträgen in der GKV existiert momentan nicht. Das System der Beihilfe kommt aus der Idee, dass Beamte kein Gehalt bekommen, sondern bis an das Lebensende alimentiert werden. Erst zu dem Zeitpunkt, als die Beihilfe nicht mehr ausreichte, mithin der Dienstherr nicht mehr genug finanzielle Mittel hatte, die Krankheitskosten voll zu decken, wurde das System der PKV eingeführt bzw. notwendig. Das System der GKV wurde zur sozialen Sicherung der Arbeiter eingeführt und basiert auf anderen Gedankengängen, nämlich der solidarischen Aufbringung der Mittel.

Was nach der Bundestagswahl passiert, weiß niemand -> Stichwort Bürgerversicherung. Es wurde vor kurzem zudem festgestellt, dass für mehrere Länder der Beihilfezuschuss inzwischen teurer ist, als ein Arbeitgeberzuschuss zur GKV.
Karsten
 
Beiträge: 166
Registriert: 24.03.2015, 09:27

Re: Lohnt sich eine Verbeamtung bei Vorerkrankung (=keine PK

Beitragvon Oberamtsinspektor am 22.03.2017, 20:40

Ich würde zunächst zu einem unabhängigen Versicherungsberater gehen, der eine Honorarberatung anbietet. Das mag zwar erst teuer sein, ist aber auf lange Sicht sinnvoll, da du Jahre lang Versicherungsbeiträge zahlen werden musst.

Wenn du mit deinem Krankheitsbild unter echtem Namen Voranfragen bei privaten Krankenversicherungen stellst, wird das zentral in einer Datenbank gespeichert. Da können alle privaten Krankenversicherer reinsehen und wenn dich eine ablehnt werden dich wahrscheinlich alle ablehnen.

Die sog. Öffnungsaktion ist wertlos. Das ist eine freiwillige Selbstverpflichtung der teilnehmenden Versicherungsunternehmen. Das ist nicht rechtsverbindlich, weil zu einem Vertrag immer mindestens zwei Seiten gehören. "Der Staat" (Wer soll das sein? Der Bund, die Länder, die Kommunen?) ist aber nicht Vertragspartner dieser Aktion. Deswegen kann man da keine Rechte deraus ableiten. Mich selbst hat die uniVersa letztes Jahr abgelehnt, obwohl die da angeblich mitmacht. Die Ablehnung kam wohlweislich nur telefonisch, weil die wussten, dass das gegen ihre Selbst"verpflichtung" verstößt.
Oberamtsinspektor
 
Beiträge: 9
Registriert: 09.02.2016, 20:43

Re: Lohnt sich eine Verbeamtung bei Vorerkrankung (=keine PK

Beitragvon Derick am 23.03.2017, 08:20

Karsten hat geschrieben:Da Sie eine Vorerkrankung haben, sollten Sie unbedingt die vom Staat mit der PKV vereinbarte Öffnungsaktion nutzen. Hier muss sie die PKV bei Vorerkrankungen versichern und darf einen maximalen Risikozuschlag von 30% verlangen.

Ist das wirklich so? Dazu hätte ich ein paar mehr Hintergrundinfos.
Nach meinen bisherigen Recherchen ist es nämlich so, dass die PKV keine Vorteile hat, aber teurer ist (bzw. wird) als die GKV.
Für mich spricht aktuell eigentlichs nichts dafür die Öffnungsklausel zu nutzen. Lasse mich aber sehr gerne vom Gegenteil überzeugen! :-)


Wichtig wäre mir noch Input zu Fragen 2 und 3 (siehe erster Post)
Derick
 
Beiträge: 4
Registriert: 22.03.2017, 16:07

Re: Lohnt sich eine Verbeamtung bei Vorerkrankung (=keine PK

Beitragvon Karsten am 23.03.2017, 10:06

Oberamtsinspektor hat geschrieben:Die sog. Öffnungsaktion ist wertlos. Das ist eine freiwillige Selbstverpflichtung der teilnehmenden Versicherungsunternehmen. Das ist nicht rechtsverbindlich, weil zu einem Vertrag immer mindestens zwei Seiten gehören. "Der Staat" (Wer soll das sein? Der Bund, die Länder, die Kommunen?) ist aber nicht Vertragspartner dieser Aktion.
Deswegen kann man da keine Rechte deraus ableiten. Mich selbst hat die uniVersa letztes Jahr abgelehnt, obwohl die da angeblich mitmacht. Die Ablehnung kam wohlweislich nur telefonisch, weil die wussten, dass das gegen ihre Selbst"verpflichtung" verstößt.


Natürlich ist der Staat bzw. die Dienststelle nicht der Vertragspartner. Dies ist auch nicht notwendig, da der angehende Beamte wie von mir bereits oben beschrieben vom Gesetz her versicherungsfrei ist und die freie Wahl hat. Bei bereits bekannter schwerer Vorerkrankung würde ich immer über einen Versicherungsberater im Rahmen der Öffnungsaktion ein Angebot anfordern.

Als Beispiel:
Ein heute 27 jähriger Beamter (Beihilfe 50%) mit schwerer aber mit dem beamtenberuf vereinbaren Vorerkrankung und somit besagten 30% Risikozuschlag würde bei der Debeka heute ca. 305 € bezahlen.

Da der Gesetzgeber aber eine Krankenversicherungspflicht eingeführt hat und für jeden Versicherten eine Krankenvollversicherung vorsieht, musste der PKV-Verband die sogenannte Beamtenöffnungsaktion einführen. Dabei handelt es sich um einen Kontrahierungszwang (der Beamte muss aufgenommen werden), der für Beamtenanfänger („Beamte auf Probe“) für den ersten Antrag innerhalb von sechs Monaten nach Verbeamtung besteht. Dieser Kontrahierungszwang für Beamte gilt allerdings nur für das erste rechtsgültige Angebot, dass der Beamte von einer Versicherung erhält.

Die erleichterten Zugangsbedingungen
•Kein Antragsteller wird aus Risikogründen abgelehnt.
•Leistungsausschlüsse werden nicht vorgenommen.
•Zuschläge zum Ausgleich erschwerter Risiken werden –soweit sie erforderlich sind – auf maximal 30 Prozent des tariflichen Beitrags begrenzt.

Für die PKVen besteht insofern kein HochRisikoPool, weil ein bereits schwer erkrankter Beamtenanwärter nicht die Gesundheitsprüfung für die Beamtenstelle auf Lebenszeit überstehen würde.
Zuletzt geändert von Karsten am 23.03.2017, 10:22, insgesamt 1-mal geändert.
Karsten
 
Beiträge: 166
Registriert: 24.03.2015, 09:27

Re: Lohnt sich eine Verbeamtung bei Vorerkrankung (=keine PK

Beitragvon Karsten am 23.03.2017, 10:22

Derick hat geschrieben:
Karsten hat geschrieben:Da Sie eine Vorerkrankung haben, sollten Sie unbedingt die vom Staat mit der PKV vereinbarte Öffnungsaktion nutzen. Hier muss sie die PKV bei Vorerkrankungen versichern und darf einen maximalen Risikozuschlag von 30% verlangen.

Ist das wirklich so? Dazu hätte ich ein paar mehr Hintergrundinfos.
Nach meinen bisherigen Recherchen ist es nämlich so, dass die PKV keine Vorteile hat, aber teurer ist (bzw. wird) als die GKV.
Für mich spricht aktuell eigentlichs nichts dafür die Öffnungsklausel zu nutzen. Lasse mich aber sehr gerne vom Gegenteil überzeugen! :-)


Wichtig wäre mir noch Input zu Fragen 2 und 3 (siehe erster Post)


Frage 2:
Wenn Sie den Antrag auf eine PKV stellen, müssen sie die Gesundheitsfragen wahrheitsgetreu beantworten. Das Ergebnis der Gesundheitsprüfung des Amtsarztes bleibt natürlich geheim. Das benötigt die PKV auch nicht, weil sie weiß das mit der bestandenen Gesundheitsprüfung bzw. der Genehmigung einer Beamtenstelle auf Lebenszeit auch mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Lebenserwartung bis zur Pension bestehet.

Frage 3:

Sie können selbst rechnen:
Als Beamter kostet die PKV beim Marktführer derzeit mit Risikozuschlag (30%) für einen 27 jährigen ca 305€ monatlich. Je älter der Beamte desto teurer...

In der GKV zahlen Mitglieder, die keinen Anspruch auf Krankengeld benötigen, den ermäßigten Beitragssatz (derzeit 14,0%). Bei 3.000 € brutto demnach 420,00 €.

Natürlich ist die PKV wesentlich teurer, da sie mit teuren 300 € Beitrag nur 50% Restkosten absichert, aber letztlich entscheidet der Kunde immer was er vom netto abdrücken muss. Der Unterschied liegt auf den ersten Blick bei ca 120 €. Durch die 100% Anerkennung der GKV Krankenversicherungsbeiträge als Vorsorgeaufwendungen "sparen" sie allerdings deutlich mehr Lohnsteuern als mit der Geltendmachung der PKV Beiträge.

Grob 70 € kostet die GKV derzeit mehr. Wie gesagt, sobald ein Kind oder ein Ehepartner hinzukommt, wird die Ausnahme der günstigeren GKV schnell zur Regel. Aber im Normalfall rechnet sich die GKV derzeit für einen ledigen Beamten noch nicht.
Karsten
 
Beiträge: 166
Registriert: 24.03.2015, 09:27

Re: Lohnt sich eine Verbeamtung bei Vorerkrankung (=keine PK

Beitragvon frodobeutlin100 am 23.03.2017, 11:27

Mal eine andere Frage würdest Du denn 1:1 verbeamtet werden? Also von E11 zu A11 - das kann ich kaum glauben ... ich vermute eher Du musst zurück ins Eingangsamt (also A9g)

Auf dieser Basis solltest Du noch mal neu rechnen .. und dann müsstest Du Dich per Beförderung erst wieder nach oben vorarbeiten - was Jahre dauern kann
frodobeutlin100
 
Beiträge: 1578
Registriert: 12.09.2013, 06:22

Re: Lohnt sich eine Verbeamtung bei Vorerkrankung (=keine PK

Beitragvon burnerle am 23.03.2017, 14:36

Die 14% sind natürlich ohne Zuschlag der jeweiligen Krankenkasse. Dann bitte die Pflegepflichtversicherung von 1,525% (Kinderlos) noch dazu nehmen. 305 Euro bin ich mir auch nicht ganz sicher, das kommt natürlich auf die gewählten Bausteine an. Beim genannten Marktführer zahlt man mit 27 ohne Zuschlag für die volle Hütte (WL, BC und KHT) inklusive Pflegeversicherung um die 250 Euro (Beispiel an der Beihilfe des Bundes)! Von den 250 Euro sind auch etwa 215 Euro bei der Steuer anrechenbar.

Ich persönlich bleibe dabei. Es gibt aktuell (gewollt) keine sinnvolle Alternative zur PKV für einen Beamten im genannten Altersbereich, schon gar nicht als Single.

Grüße

---
Kurz durch gerechnet, Bund A11/3, single, ohne Zusatzbeitrag, sonst mit den oben genannten Werten, Beiträge der GKV und PKV steuerlich berücksichtigt:

Ein monatlicher Unterschied von etwa 177 Euro!

Selbst bei einem um 60 Euro erhöhten Betrag in der PKV durch einen Risikozuschlag von maximal 30 Prozent ergibt sich ein Unterschied von etwa 140 Euro!
burnerle
 
Beiträge: 516
Registriert: 03.04.2012, 14:59

Re: Lohnt sich eine Verbeamtung bei Vorerkrankung (=keine PK

Beitragvon Karsten am 23.03.2017, 15:08

burnerle hat geschrieben:Die 14% sind natürlich ohne Zuschlag der jeweiligen Krankenkasse. Dann bitte die Pflegepflichtversicherung von 1,525% (Kinderlos) noch dazu nehmen. 305 Euro bin ich mir auch nicht ganz sicher, das kommt natürlich auf die gewählten Bausteine an. Beim genannten Marktführer zahlt man mit 27 ohne Zuschlag für die volle Hütte (WL, BC und KHT) inklusive Pflegeversicherung um die 250 Euro (Beispiel an der Beihilfe des Bundes)! Von den 250 Euro sind auch etwa 215 Euro bei der Steuer anrechenbar.

Ich persönlich bleibe dabei. Es gibt aktuell (gewollt) keine sinnvolle Alternative zur PKV für einen Beamten im genannten Altersbereich, schon gar nicht als Single.

Grüße

---
Kurz durch gerechnet, Bund A11/3, single, ohne Zusatzbeitrag, sonst mit den oben genannten Werten, Beiträge der GKV und PKV steuerlich berücksichtigt:

Ein monatlicher Unterschied von etwa 177 Euro!

Selbst bei einem um 60 Euro erhöhten Betrag in der PKV durch einen Risikozuschlag von maximal 30 Prozent ergibt sich ein Unterschied von etwa 140 Euro!


Ihr Ausführungen (z.B 1,525% Pflegeversicherung on Top) sind korrekt. Letztlich braucht man hier auch nicht rechnen, solange die GKV keinen 50% Tarif anbieten darf oder der Dienstherr anstatt Beihilfe einen Arbeitgeberzuschuss gewähren würde, bleibt die PKV die günstigere Variante.

Ein Anmerkung jedoch noch.
Ein Beamter mit Vorerkrankung und Nutzung der Öffnungsaktion kann sich leider nicht "volle Hütte" im Komforttarif versichern. Die Debeka gewährt nur ihren Ergänzungstarif NG bei Angestellten und den BG bei Beamten. Der bessere BC Tarif bei Beamten steht im Rahmen der Öffnungsaktion nicht zur Verfügung um das Klientel der "guten" Tarife nicht zu verschlechtern. In Summe wird der vorerkrankte Beamte hier im Laufe des Lebens einige Kosten selbst tragen müssen. Denn nur der Tarif BC erstattet grundsätzlich alle Beihilfefähigen Hilfsmittel und zusätzliche Kosten für die Wartung und Erhaltung der Hilfsmittel, wie z.B. Hörgeräte-Batterien bzw. auch den Strom, um einen elektrischen Rollstuhl zu laden ...usw. usw.
Karsten
 
Beiträge: 166
Registriert: 24.03.2015, 09:27

Re: Lohnt sich eine Verbeamtung bei Vorerkrankung (=keine PK

Beitragvon atatat am 23.03.2017, 21:39

Derick hat geschrieben:Als Angestellter:
Brutto: 4.955,97€
Netto: 2.862,20€ (hiermit gerechnet: https://bezuegerechner.bva.bund.de)

Als Beamter:
Brutto: 4.749,20€
Netto: 3.498,48 (auch mit https://bezuegerechner.bva.bund.de)
- 15% Krankenversicherung = 712,35, (inkl. Arbeitgeberanteil den ich als freiwillig gesetzlich versicherter selber tragen müsste.)
Netto final: 2786,13€

Fazit: Selbst langfristig, würde ich permanent weniger verdienen, was sich langfristig natürlich aufsummiert.

Unabhängig von den interessanten Beiträgen meiner Vorredner:
Wenn du jedoch bedenkst, dass du für eine zusätzliche Rentenversicherung (damit du auf das gleiche Renten/Pensionsniveau kommst) noch was von diesen 75€, die du bei deiner Rechnung mehr als Angestellter hast, einsetzen müsstest, ist es quasi "gleich".
atatat
 
Beiträge: 4667
Registriert: 13.11.2009, 10:44

Nächste

Zurück zu Beamte des Bundes und Soldaten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste