Startseite

"Kur"/ Reha

Bundesbeamte und Soldaten
Beamte der ehemaligen Staatsunternehmen (Post, Bahn)

"Kur"/ Reha

Beitragvon ThomBer am 24.03.2017, 09:01

Grüße Euch!

Ich beabsichtige eine ambulante Reha-Maßnahme (Kur sagt man wohl nicht mehr) durchzuführen. Soweit ist ja alles klar, ABER die Beihilfestelle verlangte nun einen Nachweis über meine private KV. Ich fragte dann unterschwellig nach, ob meine KV einen Bezug zur Kur usw. hat, wollte damit also erfragen, warum man diesen Nachweis gefordert hat. Tja....es gab keine Antwort darauf, nur der Hinweis auf ein Merkblatt FÜR STATIONÄRE REHA.... Bevor ich jetzt die Sachgebietsleitung dort mal anrufe und frage, ob denen der Frühling schon zu warm ist, wollte ich mal von Euch wissen, ob hier jemand das kennt. Also, WARUM fordert die Beihilfestelle im Rahmen des Kur-Antrages einen Nachweis der KV? Das geht die doch gar nichts an und selbst wenn ich nicht versichert wäre, so wäre es sicherlich nicht die Aufgabe der Beihilfestelle das zu untersuchen, oder?

Danke im Voraus für Eure Antworten.



Nachtrag:
1. Auf Nachfrage hat man mir das richtige Merkblatt jetzt geschickt. ok
2. Überall steht, dass man zu einem Vertrauensarzt (vom Dienstherren) gehen kann oder zum Amtsarzt am Wohnort. Eine dieser Möglichkeiten wäre kostenlos und eine wurde mir aber nicht angeboten. Mag jemand mal raten, welche? ;) *oh mennno, wenn man nicht alles selber macht...*
ThomBer
 
Beiträge: 699
Registriert: 08.09.2010, 09:23

Re: "Kur"/ Reha

Beitragvon frodobeutlin100 am 24.03.2017, 11:07

http://www.bva.bund.de/SharedDocs/Downl ... ilkur.html

Wie ist der zeitliche Ablauf bei einer ambulanten Rehabilitationsmaßnahme in einem anerkannten Kurort?

Ihr behandelnder Arzt hält bei Ihnen eine ambulante Rehabilitationsmaßnahme in einem anerkannten Kurort für notwendig, bescheinigt Ihnen die Notwendigkeit und macht ggf. einen Vorschlag zum Kurort.

Sie senden Ihren -formlosen- Antrag auf Anerkennung der ambulanten Rehabilitationsmaßnahme in einem anerkannten Kurort mit der zuvor beschriebenen ärztlichen Bescheinigung an Ihre Beihilfestelle und geben dabei auch Name und Anschrift des für Ihren Wohnort zuständigen Gesundheitsamtes an, sofern Ihre Dienststelle nicht einen eigenen Vertrauensarzt beschäftigt.

Die Beihilfestelle erteilt dem zuständigen Amts- oder Vertrauensarzt einen Untersuchungsauftrag. Die Kosten des Gutachtens trägt die Beihilfestelle in voller Höhe, sofern sie das Gutachten in Auftrag gegeben hat. Bei dieser Untersuchung soll festgelegt werden, in welchem Kurort die ambulante Rehabilitationsmaßnahme durchgeführt werden soll.

Nachdem der Beihilfestelle alle erforderlichen Unterlagen vorliegen, wird der Antrag abschließend geprüft. Wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, wird die Maßnahme als beihilfefähig anerkannt.

Wichtig: Wird die Maßnahme vor Anerkennung der Beihilfefähigkeit angetreten bzw. nach der Anerkennung nicht innerhalb von 4 Monaten begonnen, besteht nur ein eingeschränkter Anspruch auf Kostenerstattung, nämlich nur für ärztliche Leistungen, für ärztlich verordnete Arzneimittel sowie für ärztlich verordnete Heilmittel.

Sie führen die ambulante Rehabilitationsmaßnahme durch.

Nach Abschluss der Maßnahme legen Sie die in diesem Zusammenhang angefallenen Rechnungen der Beihilfestelle zur Festsetzung der Beihilfe vor.

-----------------

im Übrigen besteht Krankenversicherungspflicht

§ 193 Absatz 3 VVG

Jede Person mit Wohnsitz im Inland ist verpflichtet, bei einem in Deutschland zum Geschäftsbetrieb zugelassenen Versicherungsunternehmen für sich selbst und für die von ihr gesetzlich vertretenen Personen, soweit diese nicht selbst Verträge abschließen können, eine Krankheitskostenversicherung, die mindestens eine Kostenerstattung für ambulante und stationäre Heilbehandlung umfasst und bei der die für tariflich vorgesehene Leistungen vereinbarten absoluten und prozentualen Selbstbehalte für ambulante und stationäre Heilbehandlung für jede zu versichernde Person auf eine betragsmäßige Auswirkung von kalenderjährlich 5.000 Euro begrenzt ist, abzuschließen und aufrechtzuerhalten; für Beihilfeberechtigte ergeben sich die möglichen Selbstbehalte durch eine sinngemäße Anwendung des durch den Beihilfesatz nicht gedeckten Vom-Hundert-Anteils auf den Höchstbetrag von 5.000 Euro.

Die Pflicht nach Satz 1 besteht nicht für Personen, die

1. in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert oder versicherungspflichtig sind oder

2. Anspruch auf freie Heilfürsorge haben, beihilfeberechtigt sind oder vergleichbare Ansprüche haben im Umfang der jeweiligen Berechtigung oder

3. Anspruch auf Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz haben oder

4. Empfänger laufender Leistungen nach dem Dritten, Vierten, Sechsten und Siebten Kapitel des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch sind für die Dauer dieses Leistungsbezugs und während Zeiten einer Unterbrechung des Leistungsbezugs von weniger als einem Monat, wenn der Leistungsbezug vor dem 1. Januar 2009 begonnen hat.

Ein vor dem 1. April 2007 vereinbarter Krankheitskostenversicherungsvertrag genügt den Anforderungen des Satzes 1.
frodobeutlin100
 
Beiträge: 1504
Registriert: 12.09.2013, 06:22

Re: "Kur"/ Reha

Beitragvon ThomBer am 24.03.2017, 14:43

War bestimmt nett gemeint, keine Frage, aber passt leider nicht zur Frage.
ThomBer
 
Beiträge: 699
Registriert: 08.09.2010, 09:23

Re: "Kur"/ Reha

Beitragvon Deutz am 25.03.2017, 11:44

Evtl. geht es um den Unterschied ambulant/teilstationär?

Denn der ist riesengroß!!!
Deutz
 
Beiträge: 24
Registriert: 20.06.2009, 15:40

Re: "Kur"/ Reha

Beitragvon frodobeutlin100 am 27.03.2017, 06:07

ThomBer hat geschrieben:War bestimmt nett gemeint, keine Frage, aber passt leider nicht zur Frage.


was für die ambulante Reha gilt steht oben .. den Rest besprichst Du am besten mit Deiner Beihilfestelle, da dort offenbar ein Irrtum vorliegt worum es überhaupt geht ..
frodobeutlin100
 
Beiträge: 1504
Registriert: 12.09.2013, 06:22

Re: "Kur"/ Reha

Beitragvon ThomBer am 04.04.2017, 06:24

Moin.

Die Beihilfestelle hatte sich geirrt. Kann passieren :)
ABER warum man dort einen KV-Nachweis benötigt, ist mir noch unklar.
ThomBer
 
Beiträge: 699
Registriert: 08.09.2010, 09:23

Re: "Kur"/ Reha

Beitragvon Fred1003 am 05.04.2017, 06:48

Ums kurz zu machen mit meinem gefährlichen Halbwissen, ich habe weder Papier noch Weisung zur Hand aber es gilt im Endeffekt, die Beihilfe ist eine "Zusatzversicherung" und keine "Krankenversicherung".

Keine Restkostenversicherung bei einer PKV bedeutet keinen Anspruch auf Beihilfe !

So die Informationen die ich Anfang des Jahres von 2 unabhängigen Versicherungsmakler und dem Sozialdienst bekam!

Die Option sich nicht zu Versicherung wurde irgendwann geschlossen.
Kann sein das das der Preis ist den die PKV bekommen haben für den "Öffnungsaktion"

Ich erinnere daran alles gefährliches Halbwissen ohne Papierlage.
Fred1003
 
Beiträge: 48
Registriert: 06.01.2015, 20:52

Re: "Kur"/ Reha

Beitragvon neudabei2016 am 11.04.2017, 14:37

Denkbar ist auch (wäre die einfachste Erklärung), dass einfach noch kein Krankenversicherungsnachweis von Dir / Ihnen vorliegt. Ohne Versicherungsnachweis kann eine Über- oder Unterversicherung nicht ausgeschlossen werden - ergo keine Aussage über die Beihilfefähigkeit getroffen werden.

Das der Nachweis nicht vorliegt könnte verschiedene Gründe haben (Achtung: nicht abschließend):

1. Erster Beihilfeantrag nach langer Zeit (> 2 Jahre)
2. Erster Beihilfeantrag überhaupt
3. Erster Beihilfeantrag nach Wechsel der Beihilfestelle (zBsp.: nach Versetzung o.ä., nach Pensionierung, nach Wechsel der Zuständigkeit der Beihilfestelle wegen interner Umstrukturierung zBsp: Abgabe eines Mandanten an anderen DS der Beihilfestelle)
4. Erster Beihilfeantrag nach Einführung eines neuen Beihilfebearbeitungsprogrammes (zBsp: EBiV)
5. Die persönlichen Verhältnisse haben sich in kürzerer Vergangenheit geändert (zBsp.:
Wegfall eines Kindes aus dem FZU, ein neues Kind im FZU, Kind "theoretisch" nicht mehr im FZU)

In einer perfekten Welt hätte die Beihilfestelle einfach geschrieben "warum" der Nachweis zu erbringen ist. Aber wer ist schon perfekt ....

Letztendlich ist es doch aber unerheblich "warum" der Nachweis nicht oder nicht mehr vorliegt - zwischendurch braucht man halt einfach auch mal aktualisierte Unterlagen...

BG
N.
neudabei2016
 
Beiträge: 22
Registriert: 19.11.2015, 15:12

Re: "Kur"/ Reha

Beitragvon ThomBer am 11.04.2017, 14:53

Ja, wäre eine Erklärung, aber die hätte ICH als Dienstleister dem Kunden erläutert, denn der Kunde bekommt seit Jan. 2016 von dieser Beihilfestelle ja auch immer umgehend seine Beihilfen gezahlt und die Leistungsstelle hat, soweit ich mich erinnere keinen KV-Nachweis verlangt, nur die "Kur-Sachbearbeiterin" wollte den haben. Na ja, kann mir auch Wurst sein.

Danke für die Infos und Erklärungen
ThomBer
 
Beiträge: 699
Registriert: 08.09.2010, 09:23

Re: "Kur"/ Reha

Beitragvon sokrates am 29.05.2017, 08:45

Ich gehe mal davon aus, das die Beihilfestelle einfach feststellen möchte zu wieviel Prozent sie versichert sind.
Wäre ja denkbar das sie 70% Beihilfe bekommen und einen 50% PKV Vertrag haben. Damit würden sie ja "Geld verdienen". (mir fällt keine bessere Erklärung ein)
So hat mir das die Beihilfestelle mal erklärt als ich nach dem "warum" gefragt habe.
Das die Beihilfestelle allerdings nicht einfach dazuschreibt wieso sie das benötigt ist mal wieder typisch :-/
sokrates
 
Beiträge: 21
Registriert: 08.05.2015, 05:35


Zurück zu Beamte des Bundes und Soldaten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron